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Das Wissen über Gesundheit ist zwar weit verbreitet – doch häufig bleibt Prävention reine Theorie, so eine aktuelle forsa-Umfrage der mkk - meine krankenkasse. Foto: iStock / Jacob Wackerhausen

Pressemitteilung -

Gesund leben wollen viele – doch gerade junge Menschen kommen im Alltag kaum dazu

Die Generation, die heute am meisten über Gesundheit weiß, lebt nicht unbedingt gesünder. Das ist ein Ergebnis einer aktuellen forsa-Umfrage im Auftrag der mkk – meine krankenkasse. Gerade junge Menschen informieren sich intensiv über Ernährung, Bewegung und mentale Gesundheit. Sie scheitern jedoch im Alltag häufig daran, diese Vorsätze umzusetzen.

Berlin, 16. März 2026. Wer unter 30 ist, kennt sich aus. Die meisten informieren sich über Gesundheit im Internet oder über Social Media - deutlich häufiger als ältere Generationen. Insgesamt nennen 64 Prozent der Befragten das Internet als wichtigste Informationsquelle zum Thema Gesundheit, bei den unter 30-Jährigen sind es sogar 72 Prozent. Die Themen sind allgegenwärtig: Fitness, mentale Balance, gesunde Ernährung. Gleichzeitig beschreibt ein großer Teil dieser Altersgruppe seinen Alltag als überfordernd. Zeitdruck, berufliche Unsicherheit und dauernde Sorgen führen dazu, dass jene Routinen fehlen, die als Grundlage für ein gesundes Leben gelten.

Es ist ein paradoxer Befund: Das Wissen über Gesundheit ist zwar weit verbreitet – doch häufig bleibt Prävention reine Theorie. Wenn junge Menschen sich nicht ausreichend bewegen, liegt das also selten an mangelnder Information. In der forsa-Umfrage nennen 77 Prozent der unter 30-Jährigen fehlende Motivation oder niemanden, der mitmacht, als Grund dafür, sich zu wenig zu bewegen; 74 Prozent sprechen von Zeitmangel. Auch beim Thema Entspannung zeigt sich ein ähnliches Bild: 44 Prozent der unter 30-Jährigen geben an, dass Überforderung bei der Arbeit sie davon abhält, ausreichend für Erholung zu sorgen, 41 Prozent nennen dauerhafte Sorgen.

Diese Diskrepanz zeigt sich auch bei konkreten Angeboten zur Gesundheitsvorsorge. Zwar gibt es in Deutschland ein breites Spektrum an Präventionsleistungen der Krankenkassen – von Bewegungs- über Ernährungs- bis zu Stresskursen. Doch genutzt werden sie vergleichsweise selten. In den vergangenen zwölf Monaten hat nur etwa jeder Zehnte einen Gesundheitskurs besucht. Insgesamt geben 41 Prozent der Befragten an, gar keine entsprechende Präventionsleistung genutzt zu haben. Besonders häufig trifft das auf jüngere Menschen zu: Unter den 18- bis 29-Jährigen sind es sogar 54 Prozent.

Die Gründe dafür sind erstaunlich banal und zugleich gesellschaftlich relevant. Viele wissen schlicht nicht, welche Angebote es gibt. Tatsächlich sagen 32 Prozent der Befragten, sie seien nicht ausreichend über Präventionsangebote ihrer Krankenkasse informiert. Andere sagen, sie hätten keine Zeit dafür. Wieder andere zweifeln daran, dass solche Programme wirklich etwas bringen. „Prävention scheitert weniger am fehlenden guten Willen als an den Rahmenbedingungen des Alltags“, sagt Andrea Galle, Vorständin der mkk – meine krankenkasse. „Solange Prävention ausschließlich als private Entscheidung angesehen wird, bleiben viele Angebote wirkungslos.“

forsa-Umfrage zur Integration von Gesundheitsförderung in die Bildungspolitik. Grafik: mkk

Gesundheit ist nicht allein eine Frage individueller Disziplin. Eine deutliche Mehrheit der Befragten ist überzeugt, dass auch Politik und Gesellschaft stärker Verantwortung tragen sollten. Besonders häufig genannt wird die Forderung, Gesundheitsförderung stärker in die Bildungspolitik zu integrieren oder strukturelle Bedingungen für ein gesundes Leben zu verbessern. 69 Prozent halten das für eine wichtige Maßnahme, um die Gesundheit der Bevölkerung zu verbessern. Auch die Bundesschülerkonferenz (BSK) plädiert für mehr Gesundheitsbildung in der Schule. „Wir müssen uns die Frage stellen, ob Integralrechnung zu beherrschen wichtiger ist als zu wissen, wie man gesund lebt. Für uns liegt die Priorität in der Bildung ganz klar bei der Förderung lebensnaher Kompetenzen,“ sagt BSK-Generalsekretärin Amy Kirchhoff.

BSK-Generalsekretärin Amy Kirchhoff.

Vor diesem Hintergrund überrascht ein weiteres Ergebnis der forsa-Studie kaum: 61 Prozent der Befragten sprechen sich dafür aus, den Schutz der Gesundheit ausdrücklich im Grundgesetz zu verankern.

forsa-Umfrage zur Aufnahme des Rechts auf Gesundheit ins Grundgesetz. Grafik: mkk

Die Debatte darum wollen die Vorständin der mkk – meine krankenkasse, Andrea Galle, und der emeritierte Sport- und Präventionswissenschaftler Prof. Dr. Ingo Froböse anstoßen. Beide haben eine Petition auf den Weg gebracht, die eine stärkere verfassungsrechtliche Verankerung von Gesundheitsförderung fordert. Die Idee dahinter ist, Gesundheit nicht nur als individuelles Ziel, sondern als staatliche Aufgabe zu definieren – ähnlich wie den Umwelt- oder Klimaschutz. Juristisch wäre das durchaus möglich. Ein Gutachten des ehemaligen Bundesverwaltungsrichters Dr. Martin Pagenkopf schlägt vor, ein Recht auf körperliche, geistige und seelische Gesundheit im Grundgesetz zu verankern und staatliche Verantwortung für Prävention ausdrücklich festzuschreiben.

Die Studie der mkk – meine krankenkasse zeigt, dass diese Diskussion einen Nerv trifft. Denn sie legt ein grundlegendes Problem offen: Gesundheit gilt heute als hohes gesellschaftliches Ideal, aber der Alltag vieler Menschen ist nicht darauf ausgelegt. Gerade die Jüngeren stehen exemplarisch für dieses Dilemma. Sie wissen so viel über gesunde Lebensweisen wie kaum eine Generation zuvor. Doch Wissen allein reicht nicht. Erst wenn Städte, Verkehrssysteme und soziale Strukturen so gestaltet sind, dass etwa Bewegung im Alltag selbstverständlich wird, könnte sich das ändern.

Weitere Informationen und Bildmaterial finden Sie unter diesem Link: https://www.meine-krankenkasse...

Bei Anfragen für Interviews sprechen Sie uns gerne an.


Pressekontakt
Annette Rogalla, Pressesprecherin
mkk – meine krankenkasse

Prenzlauer Allee 96, 10409 Berlin
Mobil: 0162 202 1133
annette.rogalla@meine-krankenkasse.de
www.meine-krankenkasse.de

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Die mkk – meine krankenkasse begleitet rund 520.000 Kundinnen und Kunden sowie 100.000 Firmenkunden mit maßgeschneiderten Angeboten rund um ihre Gesundheit. Bundesweit engagieren sich rund 1.150 Mitarbeitende an 30 Standorten für eine moderne und persönliche Gesundheitsversorgung. Seit ihrer Errichtung 1993 setzt sich die mkk – meine krankenkasse als gesetzliche Krankenkasse unter der Vorständin Andrea Galle dafür ein, Gesundheitsversorgung zu verbessern und weiterzuentwickeln. Die Förderung von Innovationen und geschlechtsspezifischer Versorgung spielt dabei eine zentrale Rolle. Der Hauptsitz der mkk – meine krankenkasse befindet sich in Berlin.

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