Pressemitteilung -
Gesundheitspolitischer Jahresauftakt der apoBank: „Ökonomisch stehen die Zeiger auf fünf vor zwölf“
Rund 400 Gäste aus dem Gesundheitswesen und der Politik folgten heute Abend der Einladung der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank) zu ihrem Gesundheitspolitischen Jahresauftakt 2026 in der Düsseldorfer Kunstsammlung K21. In seiner Begrüßungsrede verwies Matthias Schellenberg, Vorstandsvorsitzender der apoBank, auf die vielen halbgaren Gesetze, offenen Baustellen und die Notwendigkeit eines entschlosseneren Vorgehens bei den gesundheitspolitischen Reformen, „denn ökonomisch stehen die Zeiger auf fünf vor zwölf“.
Die neue Bundesregierung sei seit acht Monaten im Amt, und die Phase des Sondierens sollte damit beendet sein. Mehr entscheiden und weniger zögern, sollte jetzt die Devise sein – so Schellenberg. Perfekte Lösungen in einem komplexen System mit vielen Interessen seien unrealistisch. Deshalb sei es besonders wichtig, gemeinschaftlich zu handeln: „Nur wenn Politik, Heilberufler, Selbstverwaltung und Wirtschaft gemeinsam an einem Strang ziehen, lässt sich Versorgungssicherheit und Qualität langfristig stabilisieren“. Wer auf Perfektion warte, riskiere Stillstand.
Trotz der angespannten Lage warb der apoBank-CEO für eine Haltung der Zuversicht. Es gebe eine wichtige Voraussetzung, die Mut macht, und das sei die Bereitschaft zur Veränderung, die in allen Bereichen der Gesundheitsversorgung zu spüren ist. Das zeigen die vielen Pilotprojekte für integrierte Versorgung und regionale Netzwerke. Nicola Buhlinger-Göpfarth, Bundesvorsitzende des Hausärztinnen- und Hausärzteverbands e.V., nannte in diesem Zusammenhang die hausarztzentrierte Versorgung: „Damit haben wir bereits gezeigt, dass ein Primärarztsystem möglich ist, und dass das nachweislich eine bessere und effizientere Versorgung für Patientinnen und Patienten bedeutet." Für den zahnärztlichen Bereich nannte Martin Hendges, Vorsitzender des Vorstandes der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung, die Prävention als Erfolgsbeispiel, sie steigere stetig die Mundgesundheit und lasse gleichzeitig kostenstabil arbeiten.
Auf die Frage „Was stimmt Sie zuversichtlich, dass die gesundheitspolitischen Reformen auch gelingen können?" sagte Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer und des Deutschen Ärztetages, es sei vor allem die inzwischen allseits vorherrschende Erkenntnis, dass ein großer Reformbedarf besteht. Er habe keine Sorge, dass sich das Gesundheitswesen weiter gut entwickeln kann, mit all den vielen engagierten jungen Kolleginnen und Kollegen, die bereit sind, die Zukunft der Gesundheitsversorgung zu organisieren - so Reinhardt am Rande der Veranstaltung.
Für Thomas Preis, den Präsidenten der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA), sei zu Beginn des Jahres bei den aktuellen gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen nicht einfach, Zuversicht zu entwickeln. Positiv stimmt jedoch, dass wir eine neue Gesundheitsministerin haben, die den Dialog mit den Heilberufen suche. „Diesen Dialog sollten wir in diesem Jahr nutzen, um das Beste für die Versorgung von Patientinnen und Patienten rauszuholen - das ist das Ziel, was uns einigt und da müssen wir die Politik überzeugen, dass wir ein starkes Gesundheitssystem mit starken Ärztinnen und Ärzten und mit starken Apothekerinnen und Apothekern unterstützt."
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Über die apoBank
Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) ist die größte genossenschaftliche Primärbank und die Nummer eins unter den Finanzdienstleistern im Gesundheitswesen. Kunden sind die Angehörigen der Heilberufe, ihre Standesorganisationen und Berufsverbände, Einrichtungen der Gesundheitsversorgung und Unternehmen im Gesundheitsmarkt. Die apoBank arbeitet nach dem Prinzip "Von Heilberuflern für Heilberufler", d. h. sie ist auf die Betreuung der Akteure des Gesundheitsmarktes spezialisiert und wird zugleich von diesen als Eigentümern getragen. Damit verfügt die apoBank über ein deutschlandweit einzigartiges Geschäftsmodell. www.apobank.de
Seit der Gründung vor 120 Jahren ist verantwortungsbewusstes Handeln in den Unternehmenswerten der apoBank fest verankert. Sie setzt sich fürs Miteinander ein, fördert Zukunftsprojekte, Kultur sowie soziales Engagement und investiert in Nachhaltigkeit und ökologisches Bewusstsein: www.apobank.de/mehr-ermoeglichen