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Pressemitteilung -

Welt-HPV-Tag: HPV-Impfung schützt vor Krebs - Bayerische Krebsgesellschaft ruft zur Impfung gegen HPV auf


Bayern, 03.03.2026: Humane Papillomviren, kurz HPV, sind weit verbreitet – und können Krebs verursachen. Anlässlich des Welt-HPV-Tages am 4. März ruft die Bayerische Krebsgesellschaft e.V. Eltern dazu auf, ihre Kinder frühzeitig impfen zu lassen. Die HPV-Impfung ist eine wirksame Maßnahme, um Gebärmutterhalskrebs und weitere HPV-bedingte Krebserkrankungen zu verhindern.

In Deutschland erkranken pro Jahr rund 10.000 Menschen an HPV-bedingtem Krebs, davon etwa 7.000 Frauen und 3.000 Männer. Die HPV-Impfung schützt nicht nur vor Gebärmutterhalskrebs, sondern auch vor weiteren HPV-bedingten Krebsarten, etwa im Analbereich, an Vulva und Vagina, am Penis sowie im Mund-Rachen-Raum. Quelle: RKI

Nach Angaben des Zentrums für Krebsregisterdaten am Robert Koch-Institut erhielten im Jahr 2023 in Deutschland allein rund 4.300 Frauen die Diagnose Gebärmutterhalskrebs. Quelle: Zentrum für Krebsregisterdaten (ZfKD) im RKI, „Krebs in Deutschland“, Ausgabe 2025.

HPV ist sehr häufig. Die meisten sexuell aktiven Menschen infizieren sich im Laufe ihres Lebens mindestens einmal mit HPV. Bestimmte Hochrisiko-Typen können Zellveränderungen und Krebs auslösen. Deshalb empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut die HPV-Impfung für alle Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren. Versäumte Impfungen sollen bis zum Alter von 17 Jahren nachgeholt werden. Wird zwischen 9 und 14 Jahren begonnen, sind zwei Impfdosen ausreichend. Quelle: STIKO-Empfehlungen 2026, RKI.

Wie belastend eine HPV-Infektion sein kann, weiß Birgit Weinert aus eigener Erfahrung. Die 47-jährige Justizfachwirtin aus Hohenau im Landkreis Freyung-Grafenau ist HPV-Botschafterin und berichtet offen über ihren Weg: Mit 22 Jahren wurde bei mir HPV zum ersten Mal diagnostiziert. 25 Jahre später habe ich zwei Operationen hinter mir und bin immer noch in einem engmaschigen Kontrollrhythmus, der auch immer einen Pap-Abstrich umfasst – alle drei Monate. HPV kann einen über Jahrzehnte begleiten. Genau das zeigt, wie tückisch dieses Virus ist, berichtet HPV-Botschafterin Birgit Weinert

Die Teilnahme an der Impfung ist noch immer gering: So lag die Impfquote im Jahr 2024 bundesweit bei 15-jährigen Mädchen für eine vollständige HPV‑Impfserie bei 55% und bei den 15-jährigen Jungen bei 36%. Quelle: Nationale Lenkungsgruppe Impfen

Wichtig ist: Die Impfung ersetzt nicht die Früherkennung. Auch geimpfte Frauen sollten weiterhin die angebotenen Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen.

Birgit Weinert wünscht sich mehr Offenheit für das Thema in der Bevölkerung – und mehr Prävention: „Prävention bedeutet, nicht erst zu handeln, wenn der Befund auffällig ist. Die HPV-Impfung bietet die Chance, Kinder und Jugendliche frühzeitig zu schützen – bevor das Virus überhaupt Schaden anrichten kann. Wer sie wahrnimmt, kann das Risiko für HPV-bedingte Krebserkrankungen deutlich senken.

Die Bayerische Krebsgesellschaft e.V. berät und unterstützt Menschen mit Krebs und deren Angehörige in 13 Psychosozialen Krebsberatungsstellen und 27 Außensprechstunden in ganz Bayern. Prävention und Aufklärung sind dabei zentrale Aufgaben.

Weitere Informationen zur Krebsprävention erhalten Sie unter: Bayerische Krebsgesellschaft
YouTube Webinar: HPV-tückisch und krebsauslösend
Ratgeber HPV und Krebs

Robert Koch-Institut


Pressekontakt: Bayerische Krebsgesellschaft e.V.

Cornelia Gilbert M.A., Referentin für Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 089-54 88 40 –45, Fax 089-54 88 40 -40,
E-Mail: gilbert@bayerische-krebsgesellschaft.de
Nymphenburger Straße 21 a, 80335 München

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Die Bayerische Krebsgesellschaft e.V. hilft seit 1925 Menschen mit Krebs und deren Angehörigen bei der Bewältigung der Krankheit. In 13 Krebsberatungsstellen und 27 Außensprechstunden beraten qualifizierte Mitarbeiter Ratsuchende und begleiten sie in allen psychischen und sozialen Fragen – kompetent, vertraulich und kostenfrei. Vorträge und Kurse sowie medizinische Fragestunden ergänzen unser umfassendes Angebot. Unsere rund 160 ehrenamtlich tätigen Selbsthilfegruppen, die wir bei ihrer Arbeit professionell unterstützen, leisten in ganz Bayern unschätzbare Hilfestellung: von Betroffenen für Betroffene - direkt vor Ort. Darüber hinaus engagieren wir uns in der Versorgungsforschung, der Fortbildung von onkologischen Fach- und Pflegekräften, der Krebsfrüherkennung und beraten politische Gremien. Die Bayerische Krebsgesellschaft finanziert ihre Arbeit durch öffentliche Gelder und Spenden.

Spendenkonto der Bayerischen Krebsgesellschaft e.V. : SozialBank AG, BIC: BFSWDE33XXX, IBAN: DE51370205000007801700

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