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Umspannwerk Reichertshofen Hochwasserschutz
Zum Schutz vor Hochwasser baut die Bayernwerk Netz eine Mauer um das Umspannwerk Reichertshofen. Baustellen-Besuch: Andreas Aichele, stellv. Landrat, Bürgermeister Michael Franken, Bayernwerk-CEO Egon Leo Westphal und MdL Karl Straub (v.l.)

Pressemitteilung

Hochwasserschutz für Umspannwerk Reichertshofen – Bayernwerk Netz stärkt Versorgungssicherheit

Regensburg/Reichertshofen. Die Bayernwerk Netz GmbH sichert das Umspannwerk in der Münchner Straße in Reichertshofen vor etwaigen künftigen Hochwasserlagen ab. Derzeit laufen Bauarbeiten für Stützwand und Drainagen, die eine Überschwemmung der Anlage in Zukunft verhindern sollen. Die Schutzmaßnahmen orientieren sich am Hochwasser-Pegel aus dem Jahr 2024, als Reichertshofen von extremen Überschwemmungen betroffen war. Der Bayernwerk-Vorstandsvorsitzende Dr. Egon Leo Westphal hat sich am Freitag mit Bürgermeister Michael Franken, dem Landtagsabgeordneten Karl Straub und Andreas Aichele, dem stellvertretenden Landrat des Landkreises Pfaffenhofen, ein Bild vom Stand der Bauarbeiten gemacht. Der Verteilnetzbetreiber investiert für die Hochwasser-Schutzmaßnahmen rund 485.000 Euro. Langfristig ist der Neubau des Umspannwerks an einem neuen Standort geplant.

Eine Winkelstützwand, neue Drainageleitungen und ein Dammbalken-System sollen Überschwemmungen des Umspannwerks künftig verhindern. Seit Juni wird an der Anlage aus den 1990er-Jahren gebaut. Im Laufe der kommenden Wochen will die Bayernwerk Netz die Arbeiten fertigstellen. Der Netzknoten ist dann besser vor Überschwemmungen geschützt. Durch die rund einen Meter hohe Stützwand und das Dammbalken-System an der Zufahrt kann das Gelände des Umspannwerks vollständig umschlossen werden, sodass kein Wasser mehr eindringen kann, auch wenn der Pegel den von 2024 erreichen sollte. Das Schalthaus des Umspannwerks dichtet die Bayernwerk Netz ab: Dichtungen der Türen werden angepasst, Not-Zugangstüren eingebaut und Verschluss-Systeme für die Zuluft-Öffnungen angebracht. Falls es in Zukunft erneut zu Hochwasser an der Paar kommt, kann der Betrieb des Umspannwerks aufrechterhalten und die Versorgung der Menschen mit Strom sichergestellt werden.

Sichere Energieversorgung braucht resiliente Netzinfrastruktur

„Eine sichere, stabile und nachhaltige Energieversorgung ist das Rückgrat für Gesellschaft und Wirtschaft. Dafür ist die Resilienz unserer Netzinfrastruktur gegenüber externen Einflüssen entscheidend“, erklärt Westphal. Neue Sicherheitsanforderungen, geopolitische Spannungen und der globale Klimawandel wirken sich auch in Bayern aus. „Wir müssen leider damit rechnen, dass Extremwetter-Ereignisse häufiger werden und dass starkes Hochwasser wie im Sommer 2024 künftig erneut auftreten kann. Wo wir die Risiken kennen, passen wir unsere Netzinfrastruktur so gut es geht an – so wie hier in Reichertshofen“, resümiert Westphal. Als Folge des Hochwassers im Sommer 2024 sichert die Bayernwerk Netz zum einen das bestehende Umspannwerk gegen erneute Überschwemmung ab. Zum anderen ist bereits der Bau eines neuen Netzknotens fernab der Paar geplant, der das Umspannwerk in der Münchner Straße ersetzen soll. So will der Verteilnetzbetreiber das Hochspannungsnetz in der Region langfristig resilient aufstellen und die Stromversorgung sichern.

Neues Umspannwerk soll westlich von Reichertshofen entstehen

Die Planung für den Neubau des Umspannwerks ist bei der Bayernwerk Netz angelaufen. Der Verteilnetzbetreiber hat dafür zunächst eine Fläche erworben. Sie liegt westlich der B13 auf Höhe des Wohngebiets Schafberg. Die Größe und technische Leistungsfähigkeit der neuen Anlage sowie die Leitungsanbindungen sind Gegenstand der laufenden Planung. Da sich im nördlichen Landkreis Pfaffenhofen die Energiewende mit großer Dynamik entwickelt, will der Verteilnetzbetreiber den Neubau für steigende dezentrale Stromeinspeisung und wachsenden Verbrauch in der Region auslegen.

Hochwasser im Umspannwerk verursacht 2024 Stromausfall

Im Juni 2024 war Reichertshofen von schwerem Hochwasser betroffen, als die Paar aufgrund von anhaltendem Dauerregen über die Ufer trat. Aus Sicherheitsgründen musste die Bayernwerk Netz das Umspannwerk in Reichertshofen nach Eintritt des Hochwassers in das Umspannwerks-Gelände für einige Tage außer Betrieb nehmen. Da es ein wichtiger Netzknoten ist, war der Ausfall der Stromversorgung in nahezu ganz Reichertshofen die Folge. Mit Schaltmaßnahmen in der Mittel- und Niederspannung wurden die Straßenzüge nach und nach wieder zugeschaltet, die nicht vom stark ansteigenden Hochwasser betroffen waren. Mit dem Rückgang des Hochwassers in den Folgetagen erfolgte die Prüfung und Reinigung der Anlagenteile, die unter Wasser standen. Mit großem Einsatz haben Mitarbeitende der Bayernwerk Netz, die aus dem gesamten Netzgebiet zusammengezogen worden sind, zusammen mit örtlichen Partnern und Helfern eine angesichts der Umstände schnelle Wiederversorgung sichergestellt. In den Wochen nach dem Hochwasser hat die Bayernwerk Netz Schäden am Umspannwerk behoben. Jetzt folgen die Absicherung der Anlage gegen vergleichbare Hochwasserlagen in der Zukunft – sogenannte HQextrem-Ergeignisse – und die Planung eines neuen Umspannwerks an einem hochwassersicheren Standort.

Umspannwerke: Die Dreh- und Angelpunkte im Stromnetz

In Umspannwerken der Bayernwerk Netz treffen Stromleitungen unterschiedlicher Spannungsebenen zusammen –Hochspannung und Mittelspannung. Die Hochspannungsleitungen sind Bundesstraßen im Verteilnetz. Leitungen der Mittelspannungsebene sind die Landstraßen und verteilen den Strom in die Regionen, bis hin zu Städten oder einzelnen Ortschaften. Im Umspannwerk werden die Spannungsebenen der Hoch- und Mittelspannung über Transformatoren miteinander verbunden und die unterschiedlichen Netzbereiche verknüpft.

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Kurzprofil Bayernwerk Netz GmbH

Seit mehr als 100 Jahren steht der Name Bayernwerk für eine sichere und zuverlässige Energieversorgung im Freistaat. Die Bayernwerk Netz GmbH nimmt dabei als Netzbetreiber eine Schlüsselrolle ein. Damit jetzt und in Zukunft immer mehr Energie aus erneuerbaren Quellen zur Verfügung steht, braucht es ein modernes, intelligentes Stromnetz. Deshalb setzt das Unternehmen auf Digitalisierung und Innovation, unterstützt zahlreiche wissenschaftliche Projekte und arbeitet systematisch am Ausbau der Energienetze. Die Bayernwerk Netz GmbH versorgt insgesamt rund sieben Millionen Menschen mit Energie. Sie ist in den bayerischen Regionen Unter- und Oberfranken, Oberpfalz sowie Nieder- und Oberbayern aktiv und damit der größte regionale Verteilnetzbetreiber in Bayern: Das Stromnetz umfasst 156.000 Kilometer, sein Gasnetz 6.000 Kilometer und das Straßenbeleuchtungsnetz 34.600 Kilometer. Bilanziell verteilt das Unternehmen in den Energienetzen zu 96 Prozent elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen. Dafür sorgen mehr als 1 Million dezentrale Erzeugungsanlagen, die auf das Netz des Bayernwerks wirken und Ökostrom einspeisen. In Nord- und Ostbayern versorgt das Unternehmen Kunden auch über sein Erdgasnetz. Die Bayernwerk Netz GmbH ist an mehr als 20 Standorten im Land präsent.

Sitz der Bayernwerk Netz GmbH ist Regensburg. Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochter der Bayernwerk AG.

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