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AMBARtec erhält Designzulassung für Wasserstoffspeicher
Das Prüfinstitut LRQA Deutschland hat das Design den Wasserstoffspeicher H2compact 6000 von AMBARtec geprüft und genehmigt. AMBARtec entwickelt eisenoxidbasierte Wasserstoffspeicher, die eine sichere, flexible und logistisch gut integrierbare Speicherung und den Transport von Wasserstoff ermöglichen.
Aufbauend auf diese Prüfung möchten AMBARtec und Purem by Eberspächer nun gemeinsam die industrielle Produktion vorbereiten. Die Serienfertigung soll am Purem-by-Eberspächer-Standort im sächsischen Wilsdruff stattfinden. Dort wird derzeit ein modular aufgebautes Fertigungskonzept entwickelt, um die Druckbehälter in größerem Maßstab herstellen zu können. Parallel dazu qualifiziert das Unternehmen Mitarbeitende gezielt weiter, um die hohen Anforderungen insbesondere in der Schweißtechnik zu erfüllen.
Die Kooperation zwischen AMBARtec und Purem by Eberspächer besteht seit Anfang 2025. Purem by Eberspächer war von Beginn an in die Entwicklung und das Design der Behälter eingebunden. Über die Containerfertigung hinaus zielt die Zusammenarbeit auch auf eine stärkere Vernetzung innerhalb der Wasserstoffwirtschaft, unter anderem in der Stahlindustrie. Dabei spielt auch das Konzept des sogenannten silbernen Wasserstoffs eine Rolle, bei dem Wasserstoff aus industriellen Abgasströmen zurückgewonnen und wiederverwendet wird.
Der H2compact 6000 Plus verfügt über eine Speicherkapazität von bis zu 800 Kilogramm Wasserstoff, was rund 26 Megawattstunden entspricht. Das System ist in einem standardisierten 20-Fuß-Container untergebracht und kann mit bestehender Logistikinfrastruktur per Lkw, Bahn oder Schiff transportiert werden. Anpassungen an die Infrastruktur sind ebenso wenig erforderlich wie umfangreiche Genehmigungsverfahren nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz oder der Störfallverordnung. Betriebstests haben zudem die Zyklenfestigkeit des eisenoxidbasierten Speichermaterials bestätigt, sodass ein dauerhafter Einsatz möglich ist.
Die ersten Container sollen im kommenden Jahr an Kunden ausgeliefert werden. In einem weiteren Schritt ist vorgesehen, die Produktion schrittweise auf mehrere Hundert Einheiten pro Jahr hochzufahren. Perspektivisch eröffnen die eisenoxidbasierten Speicher darüber hinaus weitere Anwendungsfelder: Neben der stationären Energiespeicherung, dem Transport von Wasserstoff und industriellen Anwendungen wird auch eine stoffliche Weiterverwendung der Eisenoxid-Nuggets nach ihrem Einsatz angedacht, etwa als Bodenverbesserer in der Landwirtschaft.