News —
EU startet Bewerbungsphase für grenzüberschreitende Wasserstoff- und CO₂-Infrastrukturprojekte
Die Europäische Kommission hat die Bewerbungsphase für neue Energieinfrastrukturprojekte eröffnet, die als Projects of Common Interest (PCI) oder Projects of Mutual Interest (PMI) anerkannt werden möchten. Bis zum 30. September 2026 können Projekte in den Bereichen Wasserstoff, Elektrolyseure sowie CO₂-Transport und -Speicherung ihre Bewerbung bei der Europäischen Kommission einreichen.
Für die Branche ist die Ausschreibung ein wichtiger Schritt beim Aufbau einer grenzüberschreitenden CO₂-Infrastruktur in Europa. Projekte, die in die nächste PCI-/PMI-Liste aufgenommen werden, profitieren von beschleunigten Genehmigungsverfahren, politischer Priorisierung sowie einem erleichterten Zugang zu Fördermitteln der Europäischen Union.
Der maßgebliche Rechtsrahmen wird durch die TEN-e-Verordnung geschaffen. Nach Ablauf der Bewerbungsfrist werden die eingereichten Projekte anhand der Kriterien der TEN-E-Verordnung bewertet und durch regionale Prüfergruppen gesichtet. Die Unionsliste der PCI- und PMI-Projekte wird die dritte Liste ihrer Art sein und ist geplant bis Ende 2027 verabschiedet zu werden und 2028 in Kraft zu treten.
Für Deutschland bietet die Ausschreibung die Möglichkeit, weitere grenzüberschreitende CO₂-Infrastrukturprojekte voranzubringen und deren Einbindung in ein europäisches Transport- und Speichernetz zu stärken. Der Ausbau eines integrierten CO₂-Netzes gilt als wesentliche Voraussetzung, um Carbon Capture and Storage (CCS) sowie Carbon Capture and Utilisation (CCU) insbesondere in schwer vermeidbaren Industrieemissionen im industriellen Maßstab zu ermöglichen.