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Internationales Forschungsprojekt zur Optimierung von Elektrolyseverfahren
Im Rahmen des EU-Projekts SUPREME hat ein internationales Forschungskonsortium die Entwicklung verbesserter Methoden zur Herstellung von Wasserstoff aus erneuerbaren Quellen aufgenommen. Unter der Leitung der Universität Süddänemark arbeitet in den kommenden drei Jahren ein internationales Team mit Beteiligung der TU Graz an einer PFAS-freien Elektrolysetechnologie. Im Fokus stehen dabei insbesondere die Haltbarkeit und Effizienz der eingesetzten Materialien im industriellen Dauerbetrieb.
Der türkische Wissenschafts- und Technologierat TÜBITAK erforscht im Rahmen des Projekts alternative Verfahren zur Membransynthese. Das britische Metall- und Katalysatorunternehmen Ceimig untersucht, wie sich der Einsatz des teuren Platinmetalls Iridium reduzieren lässt.
Finanziert wird die Forschungsarbeit über die CETPartnership (Clean Energy Transition Partnership) im Rahmen der gemeinsamen Ausschreibung 2024. Die von der Europäischen Union kofinanzierte Initiative verfolgt das Ziel, die bislang fragmentierte europäische Forschungs- und Innovationslandschaft im Bereich der Energiewende stärker zu bündeln.
Hintergrund des Vorhabens ist, dass bisherige Elektrolyseverfahren vielfach auf umweltkritische Substanzen wie PFAS – sogenannte Ewigkeitschemikalien – angewiesen sind, die auf EU-Ebene perspektivisch verboten werden sollen. Merit Bodner vom Institut für Chemische Verfahrenstechnik und Umwelttechnik der TU Graz unterstrich die zentrale Rolle von Wasserstoff unter anderem für industrielle Anwendungen wie die Ammoniak- oder Stahlproduktion. Gelinge es, bei der Herstellung von grünem Wasserstoff auf schädliche Stoffe zu verzichten und zugleich ein mit fossilem Wasserstoff vergleichbares Kostenniveau zu erreichen, wäre dies ein bedeutender Schritt für die industrielle Dekarbonisierung.