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Bild: Swen Gottschall/DIE GAS- UND WASSERSTOFFWIRTSCHAFT

Pressemitteilung -

EnWG-Novelle: Gasnetze als Rückgrat der Transformation weiterentwickeln

  • EnWG-Novelle sendet ein klares Signal: Gasnetze sind Teil der klimaneutralen Energieinfrastruktur
  • Jetzt muss die Nutzung der Netze für erneuerbare Gase verlässlich abgesichert werden
  • Kehler: „Transformation heißt, bestehende Infrastruktur weiterzuentwickeln, unsere Gasnetze sind Teil der Lösung.“

Der Bundestag befasst sich heute in erster Lesung mit der Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG). Mit der Umsetzung des EU-Gasbinnenmarktpaktes in nationales Recht werden zentrale Weichen für die Zukunft der Gasnetzinfrastruktur gestellt. Aus Sicht der Gas- und Wasserstoffwirtschaft ist die Novelle ein wichtiger Schritt hin zu einer integrierten und zukunftsfähigen Energieinfrastruktur in Deutschland.

Die EnWG-Novelle entscheidet maßgeblich darüber, ob die Transformation der Energieversorgung in Deutschland effizient, bezahlbar und industriell tragfähig gelingt. Neben dem Aufbau eines Wasserstoffmarktes muss sie sicherstellen, dass auch erneuerbare und dekarbonisierte Gase wie Biomethan dauerhaft in die Energiewende integriert werden können. „Die Novelle zeigt: Gasnetze werden auch im klimaneutralen Energiesystem gebraucht. Sie sind die Voraussetzung dafür, dass erneuerbare Gase schnell, effizient und flächendeckend in den Markt kommen“, erklärt Dr. Timm Kehler, Vorstand von Die Gas- und Wasserstoffwirtschaft. „Damit findet der Ansatz, Energiepolitik durch das Abschalten von jahrzehntelang aufgebauter Infrastruktur betreiben zu wollen, ein Ende.“

Die Novelle schafft damit eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung der bestehenden Infrastruktur. Entscheidend wird nun sein, ihre Nutzung für erneuerbare Gase verlässlich abzusichern. Damit erneuerbare Gase wie Wasserstoff und Biomethan ihren Beitrag zur Versorgungssicherheit und zum Klimaschutz leisten können, braucht es verlässliche und langfristige Rahmenbedingungen für Netzzugang und -betrieb, sowie Investitionen in Produktionsanlagen und Netze.

Hier besteht aus Sicht der Branche noch Nachbesserungsbedarf. Insbesondere die derzeit vorgesehenen Fristen für den Netzzugang setzen noch nicht die richtigen Signale. „Wir haben jetzt eine Perspektive für die Nutzung grüner Gase. Wer ihren Einsatz politisch vorantreibt, muss auch die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass sie verlässlich in den Markt kommen“, so Kehler weiter. Die EnWG-Novelle legt damit das Fundament für die langfristige Nutzung der Gasinfrastruktur in einem klimaneutralen Energiesystem.

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    Als Stimme der Branche bündelt der Verband DIE GAS- UND WASSERSTOFFWIRTSCHAFT e.V. die Interessen seiner Mitglieder und setzt sich dafür ein, dass die Potenziale von Wasserstoff und seiner Derivate sowie Biogas und Erdgas inklusive der dazugehörigen Infrastruktur genutzt werden. Zudem informiert er über die Chancen, die gasförmige Energieträger für ein klimaneutrales als auch resilientes Energiesystem bieten, und treibt die Transformation der Branche hin zu neuen Gasen voran. Der Verband wird von führenden Unternehmen der Energiewirtschaft getragen und umfasst die gesamte Wertschöpfungskette von Produktion, Transport, Verteilung bis hin zu Handel, Vertrieb und Anwendungen. Weitere Branchenverbände und Industrieunternehmen unterstützen ihn als Partner.

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