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Bild: Stefan Hobmaier/DIE GAS- UND WASSERSTOFFWIRTSCHAFT

Pressemitteilung —

Kraftstoffpreise: Bio-CNG und Bio-LNG bei Entlastungen einbeziehen

Der Dieselpreis hat in Deutschland ein neues Rekordhoch erreicht. Für die Transport- und Logistikbranche verschärft das den Kostendruck weiter. Wenn die Politik jetzt über Entlastungen im Verkehr diskutiert, muss sie die steuerliche und regulatorische Gleichbehandlung von Biomethan in den Blick nehmen, fordert Dr. Timm Kehler, Vorstand des Verbandes Die Gas- und Wasserstoffwirtschaft:

„Wer die Transportwirtschaft dauerhaft entlasten will, muss auch bei der Lkw-Maut ansetzen. Die große Klimaschutzleistung von Bio-CNG und Bio-LNG muss sich in einem reduzierten CO₂-Mautanteil widerspiegeln. Dafür sollte die Bundesregierung die rechtlichen Voraussetzungen schaffen. Unternehmen, die Biomethan einsetzen, brauchen einen wirtschaftlichen Anreiz für klimafreundliche Transporte. Aktuell ist der Mautsatz für Lkw mit dem erneuerbaren Kraftstoff auf demselben Niveau wie für Fahrzeuge, die durch fossilen Diesel angetrieben werden.

Bio-LNG ist bereits heute verfügbar: Im ersten Halbjahr 2026 lag der Biomethananteil am deutschen LNG-Absatz an Tankstellen bei 100 Prozent. Tankstellen und Fahrzeuge zeigen täglich ihre Leistungsfähigkeit. Produzenten und Speditionen sind also schon in Vorleistung gegangen, dieses Engagement sollte durch eine Entlastung bei der Maut honoriert werden.

Auch bei neuen Maßnahmen gegen hohe Kraftstoffpreise müssen Bio-CNG und Bio-LNG gleichwertig berücksichtigt werden. Bei der Energiesteuersenkung im Mai und Juni blieben sie unberücksichtigt, während Benzin, Diesel und beispielsweise HVO entlastet wurden. Das darf sich nicht wiederholen: Wer bereits in erneuerbare Kraftstoffe investiert hat, darf bei der Entlastung nicht leer ausgehen.“

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Als Stimme der Branche bündelt der Verband DIE GAS- UND WASSERSTOFFWIRTSCHAFT e.V. die Interessen seiner Mitglieder und setzt sich dafür ein, dass die Potenziale von Wasserstoff und seiner Derivate sowie Biogas und Erdgas inklusive der dazugehörigen Infrastruktur genutzt werden. Zudem informiert er über den Beitrag gasförmiger Energieträger und ihrer Infrastruktur zu einer sicheren Energieversorgung sowie über die Möglichkeiten, Treibhausgasemissionen durch den Einsatz von Wasserstoff, seinen Derivaten und Biogas zu senken. Zugleich treibt er die Transformation der Branche hin zu neuen Gasen voran. Der Verband wird von führenden Unternehmen der Energiewirtschaft getragen und umfasst die gesamte Wertschöpfungskette von Produktion, Transport, Verteilung bis hin zu Handel, Vertrieb und Anwendungen. Weitere Branchenverbände und Industrieunternehmen unterstützen ihn als Partner.

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