News -
Miron Muslic: Ich bin mir sicher – wir schlagen zurück!
Miron Muslic:
Glückwunsch an den VfL zum Sieg. Wir wussten, dass die Bochumer diese Waffen auf den Flügeln haben, mit einer exzellenten Geschwindigkeit in die Tiefe. Die Defensive war im bisherigen Saisonverlauf unser Fundament, das haben wir heute vermissen lassen. Und trotzdem hatten wir einige gute Momente, etwa Kenans Pass in die Tiefe auf Mika in der ersten Halbzeit. Das 0:2 haben wir dann extrem schlecht verteidigt mit fünf Spielern gegen zwei Bochumer. Trotzdem versuchen wir nach der Pause noch einmal alles, weil wir wissen, wie schnell solche Spiele kippen können. Das Tor von Nikola wäre eine solche Aktion gewesen, aber solche Momente gehören dazu und wir werden es genau analysieren. Ich bin absolut überzeugt, dass die Jungs eine Reaktion zeigen werden. Die aktuelle Phase ist eine Herausforderung, aber davon haben wir schon einige in den vergangenen Monaten bewältigt. Ich bin mir sicher – wir schlagen zurück!
Uwe Rösler:
Mit Mats Pannewig ist kurzfristig unser Spielmacher ausgefallen, aber die Mannschaft hat diese Hiobsbotschaft super weggesteckt. Mit Gerrit Holtmann hatten wir ein glückliches Händchen, er hat seine Mitspieler sehr gut in Szene gesetzt und mit dafür gesorgt, dass wir eine sensationelle erste Halbzeit gespielt haben – die beste, seit ich hier bin. Nach der Pause war klar, dass wir dieses Tempo nicht bis zum Ende gehen können. Wir hatten dann auch ein wenig Glück, dass der Schiedsrichter beim Tor ein klares Foulspiel sieht. Anhand der TV-Bilder kann man das durchaus diskutieren. Der zweite Treffer ist dann ein eindeutiges Handspiel und den Rest verteidigen wir sehr gut weg. Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft, dieser Sieg ist sehr wichtig für unsere Zukunft, die Moral und das Selbstvertrauen.
Dejan Ljubičić:
Den Verlauf der Partie haben wir uns natürlich ganz anders vorgestellt, besonders mit dem schnellen Gegentreffer. In der ersten Halbzeit waren wir nicht richtig im Spiel, haben schlecht verteidigt. Und das ist eben das, was diese Mannschaft im vergangenen Jahr ausgezeichnet hat. Nach der Pause sind wir gut rausgekommen, hatten mit Edin dann auch mehr Schwung in der Offensive. Nun müssen wir diese Niederlage gut analysieren und am nächsten Wochenende gegen Dresden ein anderes Gesicht zeigen.
Loris Karius:
Wir haben heute zu viel zugelassen, gefühlt waren das sechs, sieben Schüsse, was für unsere Verhältnisse zu viel ist. Die beiden Tore haben wir dem Gegner geschenkt, weil wir in den Momenten schlafen. Ansonsten haben wir auch diesmal wieder Chancen kreiert, unsere Schlüsselmomente aber einfach unsauber gespielt. Für mich war es auch nach dem 0:1 ein 50:50-Spiel, Bochum war für mein Gefühl nicht groß überlegen. Aber wir müssen wieder besser verteidigen und weniger zulassen. Uns war klar, dass es auch mal nicht so gut laufen kann, auch wenn sich niemand eine solche Phase wünscht. Trotzdem glaube ich an die Jungs, und bin sicher, dass wir gemeinsam wieder an die Grenze und darüber hinaus gehen können, und dann Spiele gewinnen. Am besten direkt nächste Woche gegen Dresden.
Kenan Karaman:
Wir haben die erste Halbzeit nahezu komplett verschlafen. In den Zweikämpfen waren wir nicht gierig genug, die Bochumer waren immer einen Schritt früher am Ball. Gerade bei den Gegentoren haben wir nicht gut ausgesehen, da waren wir als Mannschaft viel zu passiv. Und wenn du in Bochum zur Pause 0:2 hinten liegst, wird es schwierig. Wir hatten nach dem Seitenwechsel allerdings unsere Momente, in denen wir hätten zurückkommen können. Häufig waren wir vorne aber zu unsauber, haben zu viele falsche Entscheidungen auf dem Platz getroffen. Dass auch solche Phasen kommen, war uns immer bewusst. Aber das wirft uns nicht um. Ich sehe jeden Tag, dass wir hart arbeiten, dass wir als Mannschaft gefestigt sind und die Kabine funktioniert. Wir haben immer gesagt, dass die Saison ein Marathon ist – uns stehen noch 14 Spiele bevor. Und in denen müssen wir es besser machen als in Bochum.