Nichts als Freude! – Steven Uhly
In „Nichts als Freude!“ unterrichtet Steven Uhly eine junge Schreiberin – und legt dabei selbst viel von sich offen.
In „Nichts als Freude!“ unterrichtet Steven Uhly eine junge Schreiberin – und legt dabei selbst viel von sich offen.
Ich bin ein pensionierter Arzt und Professor der Anästhesiologie, der die plötzlich verfügbare Zeit ohne das Hantieren mit Narkosemitteln zum kontemplativen Nachdenken nutzt.
Ein Titel wie ein Achselzucken – und genau darin liegt seine Finesse. Peter Biro, pensionierter Zürcher Anästhesiologe und geboren im sozialistischen Rumänien, wählt für seinen ersten Roman die wohl unspektakulärste Ikone bürgerlicher Behaglichkeit: die gepolsterte Rückenlehne.
Ein schwarzes Notizbuch mit roten Ecken, an den Kanten schon brüchig – seit seiner Jugend trägt Hubertus Meyer-Burckhardt es mit sich herum. Darin hat der Gastgeber der NDR Talk Show Sätze gesammelt, die ihn festgehalten haben: Goethe, Mark Twain, Epikur, immer wieder Thomas Mann, aber auch Oriana Fallaci.
Was gibt es Intimeres als ein Tagebuch? Die Frage, die der Klappentext stellt, ist rhetorisch – und doch nicht ganz ehrlich. Denn das Tagebuch, das Shaun Usher in seiner Anthologie versammelt, ist nicht das heimliche, verschlossene Dokument, sondern das veröffentlichte, kuratierte, ästhetisch gerahmte.
Anna von Boetticher ist eine der erfahrensten Apnoetaucherinnen der Welt. In „Es ist nie nichts“ unternimmt sie den Versuch, ihre jahrzehntelange Faszination für die Unterwasserwelt in eine literarische Form zu gießen, die sich explizit nicht als Sportlerbiografie versteht.
Susanne Schanda hat einen Roman geschrieben, der sich in ein Terrain begibt, das literarisch noch immer unterschätzt wird: die Abgründe einer Familiengeschichte, die sich mit der Gewaltgeschichte des 20. Jahrhunderts verstrickt hat.
Der Kern des Buches ist eine präzise Analyse des Siegeszugs der Rechtsextremen – nicht nur in der Politik, sondern längst auch in Kultur, Medien und Gesellschaft.
Sam Kean hat sich in den vergangenen Jahren als einer der verlässlichsten Grenzgänger zwischen Wissenschaft und Erzählprosa etabliert. Nun wendet Kean dieses Talent der Geschichtsschreibung zu – ein Schritt, der so naheliegend wie riskant ist.
Mit "Frauen von morgen - Die Schwestern Richthofen im Kreise der Bohème" legt Gunna Wendt eine ebenso kenntnisreiche wie fesselnde Doppelbiografie vor.
Arne Semsrott – Gegenmacht. Die Zivilgesellschaft schlägt zurück.
Mit *„Die Harzreise“* legt Steffen Kopetzky eine reflektierte Annäherung an das deutsche Selbstbild vor – eine Annäherung, die sich bewusst im Schatten von Heinrich Heines klassischer Wanderung bewegt.
Peter Jelinek und Katja Sinko schreiben kein geschlossenes politisches Traktat, sondern ein engagiertes, gut lesbares Plädoyer für ein anderes Europa: konkreter, demokratischer, sozialer und alltagsnäher.
Franz Xaver Gernstl ist ein Mann des Weges. Seit Jahrzehnten durchquert der bayerische Filmemacher und Journalist die Welt mit Kamera und Mikrofon, spricht mit Menschen, die niemand sonst befragt, und findet in den kleinen Geschichten das große Leben.
Mit *Alles andere ist Luft* legt der spanische Autor Juan Gómez Bárcena im Jahr 2026 beim Secession Verlag ein Werk vor, das von der ersten Seite an eine unverwechselbare literarische Handschrift trägt.
Holismus - Benjamin Otto legt mit „Holismus“ ein programmatisches Buch vor, das die Unternehmensführung seines Familienkonzerns mit einer weit ausgreifenden Gesellschaftsdiagnose verschränkt.
Franz Koglmann – Trompeter, Flügelhornist, Komponist, geboren 1947 in Mödling bei Wien – gilt seit Jahrzehnten als eine der eigensinnigsten Gestalten im europäischen Jazz.
Es gibt Bücher, bei denen man erst gegen Ende begreift, was man eigentlich gelesen hat. Thomas Grebers *Nebel am Hang* gehört dazu – und das ist durchaus als Kompliment gemeint.
Manche Bücher erzählen schon durch ihr Vergessensein eine Geschichte. Soma Morgensterns erster Roman, 1935 im Berliner Exilverlag Erich Reiss erschienen und danach jahrzehntelang kaum greifbar, ist so eines.
Es gibt Bücher, bei denen schon der Titel eine Warnung ist. „Am Meerschwein übt das Kind den Tod“ gehört dazu. Was zunächst wie eine pädagogische Binsenweisheit klingt, kippt schnell ins Bittere.