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Greenpeace zum Ausgang der Verhandlungen der Internationalen Meeresbodenbehörde in Jamaika

Kingston/Hamburg, 20. März 2026 – Die Verhandlungen der Internationalen Meeresbodenbehörde (ISA) sind ohne die Verabschiedung eines Regelwerks für Tiefseebergbau zu Ende gegangen. Gleichzeitig hat die Generalsekretärin Leticia Carvalho in ihrer Abschlussrede offen gelassen, welche weiteren Schritte die ISA gegen das Unternehmen The Metals Company (TMC) unternehmen wird. TMC will mit den USA im Alleingang den Tiefseebergbau gegen alle ISA-Regularien starten. Daniela von Schaper, Meeresexpertin von Greenpeace Deutschland, fordert klare Grenzen für die Industrie:

“Die Verhandlungen senden kein klares Signal an TMC. Es ist verantwortungslos, ein solches Vorgehen der Industrie hinzunehmen. Die ISA muss das Handeln des Bergbauunternehmens genau unter die Lupe nehmen und Konsequenzen folgen lassen. Ein Alleingang verstößt gegen das Völkerrecht. Es ist die Aufgabe der ISA, den Meeresboden zu schützen. Die Tiefsee darf nicht zum Wilden Westen der Industrie werden.

Wichtig ist hingegen, dass die ISA-Mitgliedsstaaten sich nicht zu einer Verabschiedung eines vereinfachten Abbau-Regelwerks haben drängen lassen. Noch gibt es zahlreiche Länder, die dem Druck der Industrie standhalten. Bei der Hauptversammlung im Juli muss die deutsche Bundesregierung ein globales Moratorium für Tiefseebergbau aussprechen und damit von eigenen wirtschaftlichen Interessen Abstand nehmen. Die Zukunft des größten Lebensraums der Erde steht auf dem Spiel. Das empfindliche Ökosystem der Tiefsee muss vor jeglicher Ausbeutung dauerhaft geschützt werden."

Für Rückfragen erreichen Sie Daniela von Schaper, Tel. 0151-56636850, daniela.von.schaper@greenpeace.org oder Pressesprecherin Birgit Hilmer, Tel. 0151-10588654, birgit.hilmer@greenpeace.org.

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