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Blog-Eintrag -

Auswirkungen der Energiewende – so sieht die Zukunft des Gasnetzes aus

Wie funktioniert unser Gasnetz – und wie geht es mit diesem Netz in Zukunft weiter? Einblicke dazu bietet euch dieser Blogbeitrag.

Deutschland will unabhängig werden von fossilen Brennstoffen und deshalb in absehbarer Zeit kein Erdgas mehr nutzen. Die Bundespolitik strebt einen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen bis 2045 an. Die Schleswig-Holsteinische Landesregierung will sogar bis 2040 aus fossilen Brennstoffen aussteigen. Was bedeutet das für das Gasnetz aktuell – und wie sieht dessen Zukunft aus?

So ist unser Gasnetz aufgebaut

Die HanseWerk-Gruppe betreibt mit ihren Tochtergesellschaften Schleswig-Holstein Netz, HanseGas und ElbEnergie Gasleitungen in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Nordniedersachsen. Mit dem Erdgas versorgen wir Industrie, Gewerbe und Privathaushalte.

Die wichtigsten Fakten kompakt:

  • Insgesamt mehr als 21.000 Kilometer Gasnetz
  • 52 Gasübernahmestationen, an denen wir das Gas aus dem Übertragungsnetz erhalten
  • Mehr als 1.000 Gasdruckregelanlagen
  • Über 300.000 versorgte Haushalte und Unternehmen

Als Netzbetreiber sorgen wir dafür, dass der Betrieb des Gasnetzes sicher und störungsfrei verläuft. Dazu überprüfen wir spätestens alle zwölf Jahre die im Gebäude liegenden Teile der Gas-Hausanschlussleitung, die im Verantwortungsbereich des Netzbetreibers liegen. Außerdem inspizieren wir regelmäßig den Zustand unserer Hochdruckleitungen von innen. Unsere Gasleitungen befliegen wir zusätzlich. Zudem sind am Boden Gasspürer unterwegs, die mittels Hightech-Messgeräten kleinste Lecks erkennen können.

In unserer Netzleitstelle wird das Gasnetz 24 Stunden am Tag überwacht. Ein Bereitschaftsdienst steht für mögliche Einsätze zu jeder Tag- und Nachtzeit innerhalb von 30 Minuten zur Verfügung.

Der Bedarf wird sich ändern

Dieser Status Quo wird erst einmal so bleiben. Und unsere Botschaft an alle Kundinnen und Kunden lautet: „Wir betreiben unser Gasnetz so lange sicher für Sie, wie Sie es benötigen!“

Dennoch – es wird sich etwas ändern. Die Nachfrage nach Erdgas wird zukünftig sinken. Wir gehen davon aus, dass die Zukunft in Erneuerbaren Energie- und Wärmequellen liegt. Immer mehr Haushalte werden sich zukünftig für eine Wärmepumpe oder einen Anschluss an ein Fernwärmenetz entscheiden. Die Nutzung von Erdgas wird aufgrund des steigenden CO2-Preises weiter zurückgehen.

Das führt dazu, dass die Betriebskosten für das Netz auf immer weniger Nutzer verteilt werden. Dies wiederum wird Auswirkungen auf die technischen Möglichkeiten im Netzbetrieb und die Bezahlbarkeit haben. Wir stellen uns daher perspektivisch auf sinkende Absätze und die Stilllegung von Teilen des Gasnetzes in den nächsten Jahren ein.

Biogas ist nur eine regionale Lösung

Klimafreundliches Biogas kann in einem aufwändigen Verfahren zu Bio-Erdgas veredelt werden. Es kann danach über das bestehende Erdgasnetz transportiert werden. Durch den Anschluss neuer Biogasanlagen können wir bei HanseGas im südlichen Mecklenburg-Vorpommern Teilnetze im Sommer zu nahezu 100 Prozent mit Bio-Erdgas versorgen. In den verbrauchsintensiven Wintermonaten liegt dieser Anteil bei rund 20 Prozent. Obwohl wir die Einspeisung Biogas in unser Netz vorantreiben, ist es nicht ausreichend verfügbar, um Erdgas vollständig zu ersetzen, und somit keine flächendeckende Alternative.

Grüner Wasserstoff – eine Lösung für die Industrie

In aller Munde ist außerdem grüner Wasserstoff als DIE Alternative zu Erdgas. Doch grüner Wasserstoff wird auf absehbare Zeit nur in geringen Mengen und nur zu vergleichsweise hohen Preisen verfügbar sein. Er wird zwingend dafür benötigt, um die energieintensive Industrie zu dekarbonisieren.

Wie die Zukunft des Gasnetzes bei SH Netz aussieht, zeigt dieses Video:

Wie die Zukunft des Gasnetzes bei HanseGas aussieht, zeigt dieses Video:

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