Pressemitteilung -
Kontrolle aus der Vogelperspektive: SH Netz überprüft rund 330 Kilometer Hochspannungsleitungen in Schleswig-Holstein per Helikopter
Die Kontrollen in sieben Kreisen und zwei Städten sorgen für hohe Versorgungssicherheit und die Früherkennung potenzieller Schwachstellen.
Hinweis an die Redaktion:
Mitfliegen ist auf Grund des mangelnden Platzes im Hubschrauber leider nicht möglich. Auch das Montieren von Kameras im und am Hubschrauber ist aus Sicherheitsgründen nicht möglich.
Mit Argusaugen auf Kontrollflug: Schleswig-Holstein Netz (SH Netz) überprüft ab Montag, 9. Febuar 2026, turnusmäßig per Helikopter rund 330 Kilometer des Hochspannungsnetzes in Schleswig-Holstein. Aus der Luft begutachten Experten von SH Netz den Zustand der 1.049 Maste sowie Seile, Isolatoren und Armaturen. Für die Kontrolle steuert der Pilot den Hubschrauber bis auf wenige Meter an die Hochspannungsleitungen heran und verharrt für kurze Zeit im Schwebeflug neben ihnen. Auf diese Weise arbeiten sich Pilot und Crew mit höchster Konzentration Mast für Mast und Leitungsmeter für Leitungsmeter voran. Nach zwei bis drei Stunden muss der Hubschrauber dann zum Tanken landen, bevor der nächste Kontrollflug beginnen kann.
In folgenden Kreisen werden folgende Strecken kontrolliert (Flugtage und -strecken können sich flugwetterabhängig verschieben):
9. Februar 2026 (Lübeck, Ostholstein, Segeberg)
Lübeck – Bad Schwartau – Bad Segeberg – Wahlstedt – Scharbeutz – Rogerfelde – Eutin – Bahrenkrug – Lensahn – Cismar - Göhl
10. Februar 2026 (Ostholstein, Plön, Kiel, Rendsburg-Eckernförde, Nordfriesland)
Oldenburg in Holstein – Weissenhaus – Lütjenburg – Höhndorf – Kiel – Felde – Gettorf – Goosefeld – Eckernförde – Niebüll – Langenhorn – Dörpum - Breklum
11. Februar 2026 (Nordfriesland, Dithmarschen)
Horstedt - Husum – Friedrichstadt – Weddingstedt – Heide – Strübbel - Tönning
12. Februar 2026 (Pinneberg, Segeberg)
Elmshorn – Uetersen – Heist – Holm – Wedel – Pinneberg – Kummerfeld – Quickborn – Henstedt-Ulzburg
Bei Schneefall, Nebel, Sturm oder Gewitter können sich die Flüge kurzfristig verschieben. Auch können – je nach Flugwetter und Windrichtung – Strecken vorgezogen oder kurzfristig getauscht werden.
Kontrollierte Leitungskilometer pro Kreis oder kreisfreier Stadt:
Stadt Lübeck: 5 km
Kreis Ostholstein: 97 km
Kreis Segeberg: 16 km
Kreis Plön: 27 km
Stadt Kiel: 7 km
Kreis Rendsburg-Eckernförde: 46 km
Kreis Pinneberg: 50 km
Kreis Dithmarschen: 32 km
Kreis Nordfriesland: 50 km
Die Befliegung der 110-kV-Leitungen per Helikopter ist ein wesentlicher Bestandteil verschiedener Arten der Zustandserfassung. Bei dieser Inspektionsart wird das Hauptaugenmerk auf die „Beseilung“, d.h. die Leiter und Erdseile sowie den verbauten Armaturen zwischen den Masten und auf die Masten selbst gelegt. Zum Beispiel durch Blitzeinschläge bei Gewitter kann es hier zu Seilschäden kommen, die dann präventiv instandgesetzt werden. Auch auf mögliche bauliche Veränderungen sowie leitungsgefährdenden Bewuchs im Schutzbereich der 110-kV-Leitungen wird ein besonderes Augenmerk gelegt.
Durch die besondere Perspektive von außen auf die Maste und Seile und der Nähe zu den Anlagen ist die Inspektion für das Personal von SH Netz besonders effektiv. Alle 110-kV-Leitungen verbleiben bei der Inspektion „unter Spannung“, sodass die Verfügbarkeit des Netzes nicht eingeschränkt wird.
Parallel führt SH Netz auch regelmäßig Kontrollflüge mit spezieller Kameratechnik durch. Diese Technologie soll die Weichen für zukünftige Drohnenkontrollflüge stellen. Bis diese ausgereift ist und der Gesetzgeber den Flugraum für Drohnendistanzflüge freigibt, wird die Inspektionsart der klassischen Befliegung mit Technikern an Bord weitergeführt.
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Die HanseWerk-Gruppe
Mehr als 3 Millionen Kunden in Norddeutschland beziehen Strom, Gas oder Wärme direkt oder indirekt über die von der HanseWerk-Gruppe und ihren Tochtergesellschaften betriebenen Energienetze. Darüber hinaus bietet das Unternehmen seinen Partnern und Kunden moderne und effiziente Energielösungen mit den Schwerpunkten Netzbetrieb, dezentrale Energieerzeugung oder E-Mobilitätslösungen.
Als Partner der Energiewende hat die HanseWerk-Gruppe in den letzten Jahren über 100.000 Anlagen zur Erzeugung Erneuerbarer Energie an ihre Netze angeschlossen und betreibt parallel dazu etwa 850 Energieumwandlungsanlagen sowie einen Erdgasspeicher. Die HanseWerk-Gruppe ist ein großer Ausbildungsbetrieb im Norden und engagiert sich in vielen Forschungs- und Innovationsprojekten zur Energiewende. Auf dem Weg zur Klimaneutralität stellt die HanseWerk-Gruppe ihre insgesamt 47 Standorte, die mehrere hundert Fahrzeuge umfassende Flotte, den Strom- und Gasnetzbetrieb sowie die Wärme- und Stromerzeugung in mehreren Stufen entsprechend um.
Über die Beteiligung der elf schleswig-holsteinischen Kreise sowie von fast 400 Kommunen sind die Unternehmen der HanseWerk-Gruppe regional sehr stark verwurzelt und unterstützen eine Vielzahl sozialer und kultureller Projekte, wie das Schleswig-Holstein Musik Festival, das Hamburger Straßenmagazin Hinz&Kunzt und den Schleswig-Holstein Netz Cup auf dem Nord-Ostsee-Kanal.
Schleswig-Holstein Netz
Schleswig-Holstein Netz (SH Netz) betreibt für rund 2,8 Millionen direkt oder indirekt angeschlossene Kunden Strom- und Gasleitungen in mehr als 900 Kommunen in Schleswig-Holstein. Rund 400 schleswig-holsteinische Kommunen halten Anteile an SH Netz. Sie haben umfangreiche Mitspracherechte und erhalten eine Garantiedividende. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 1.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an 30 Standorten in Schleswig-Holstein.
SH Netz hat als Partner der Energiewende bereits zehntausende Windräder und Solaranlagen an das Stromnetz angeschlossen. Darüber hinaus entwickelt das Unternehmen Energielösungen wie Smart-City-Anwendungen und unterstützt den Ausbau der Elektromobilität. SH Netz engagiert sich in Innovationsprojekten für mehr Klimaschutz. Dazu gehören beispielsweise Einspeiseanlagen, mit denen Biogas oder aus Windstrom produzierter Wasserstoff ins Erdgasnetz aufgenommen werden kann, oder staatlich geförderte Forschungsprojekte.
Auf dem Weg zur Klimaneutralität stellt SH Netz ihre sämtlichen Standorte, ihre mehrere hundert Fahrzeuge umfassende Flotte sowie den Strom- und Gasnetzbetrieb in mehreren Stufen entsprechend um. Außerdem unterstützt das Unternehmen seit vielen Jahren den regionalen Spitzen- und Breitensport in Schleswig-Holstein, zum Beispiel den SH Netz Cup in Rendsburg, das härteste Ruderrennen der Welt.