Pressemitteilung -
Bewegung, Musik und Mut: Tanzprojekt an der Hermann-Schuchard-Schule verbindet Schüler*innen
Musik erklingt, erste Schritte werden vorsichtig ausprobiert, dann immer sicherer. Zwei Tage lang stand an der Hermann-Schuchardt-Schule (HSS) der Hephata Diakonie alles im Zeichen von Bewegung, Ausdruck und Gemeinschaft. 16 Schüler*innen im Alter von elf bis 19 Jahren durften an einem klassenübergreifenden Tanzworkshop teilnehmen – einem Angebot, das für die Jugendlichen weit mehr bedeutet als nur Tanzen.
Geleitet wurde der Workshop von Mira Schimanski, Tänzerin und Tanzpädagogin sowie Inhaberin der Ballettschule in Treysa, die bereits zum zweiten Mal an der HSS zu Gast war. „Es ist wieder wunderschön zu sehen, was die Schüler*innen in nur zwei Tagen schaffen“, so Schimanski. „Mit wie viel Mühe sie sich die Schritte einprägen, immer wieder nachfragen und wirklich lernen wollen – das ist beeindruckend.“ Einstudiert wurden moderne Tänze zu Songs von Lady Gaga und Dua Lipa, deren Choreografien Schimanski im Vorfeld in enger Absprache mit den Lehrkräften zusammengestellt hatte.
Claudia Seiffert-Schwedhelm, Lehrerin an der HSS, begleitete das Projekt und unterrichtet selbst Tanz-AGs und Rhythmik an der HSS. Sie betonte den besonderen Wert solcher Angebote: „Viele unserer Schüler*innen haben außerhalb der Schule kaum Zugang zu Hobbys oder kulturellen Aktivitäten.“ Tanzen biete einen niedrigschwelligen Zugang, bei dem jeder auf seine Weise mitmachen könne. Dass sie mit einer professionellen Tänzerin arbeiten dürfen, sei eine große Wertschätzung für die Schüler*innen mit sonderpädagogischen Förderbedarf.
Tanzen fördere die Schüler und Schüler*innen nicht nur in ihrer Beweglichkeit und Koordination, sondern stärke auch ihre Konzentration, Körperwahrnehmung und Selbstvertrauen. „Sie erleben, dass sie etwas schaffen können“, erklärt Seiffert-Schwedhelm. An der HSS ist der Schulalltag darauf ausgerichtet, die Schülerinnen ganzheitlich zu fördern und sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu stärken. „Musische Angebote wie Tanz spielen dabei eine besondere Rolle: Sie ermöglichen Ausdruck jenseits von Sprache, fördern Motorik und Koordination und schaffen gemeinsame Erlebnisse, die verbinden.“
Auch Astrid Meyer-Breither, Standortleiterin der HSS, unterstreicht die Bedeutung des Projekts: „Neben motorischen Fähigkeiten wird hier vor allem die Persönlichkeitsentwicklung gefördert. Schüler*innen, die sonst keine Möglichkeit haben, einen Tanzkurs zu besuchen, erleben Selbstwirksamkeit und Motivation. Das ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem möglichst selbstständigen Leben.“
Zum krönenden Abschluss des zweitägigen Workshops präsentierten die Schüler*innen ihre erarbeiteten Choreografien stolz vor der Schulgemeinde. Auch das sei etwas, was nicht üblich sei. „Denn dafür benötigen die Schüler*innen Mut. Und dieses Erfolgserlebnis wirkt weit über den Workshop hinaus.“ Auch Eltern hatten die Möglichkeit, dabei zu sein.
Ermöglicht hat den Workshop eine Spende der Sparkasse Schwalmstadt-Borken, ergänzt durch eine Zugabe Hephatas als Träger der Schule. In den vergangenen Jahren konnten an der HSS dank der Unterstützung der Kreissparkasse Schwalm-Eder bereits zahlreiche inklusive Workshops realisiert werden. „Solche Projekte gelingen nur durch gute Zusammenarbeit – sowohl mit externen Partner*innen als auch innerhalb des Kollegiums“, betont Seiffert-Schwedhelm. Denn auch an der Schule müsste die Kapazitäten einen solchen Workshop hergeben.
Die Resonanz der Schüler*innen war durchweg positiv. Sätze wie „Das hat sehr viel Spaß gemacht“ oder „Schade, dass wir nur zwei Tage hatten“ waren häufig zu hören. Der Tanzworkshop reiht sich ein in eine Reihe musischer Angebote an der HSS, darunter auch frühere Trommel-Workshops. Sie alle verfolgen ein gemeinsames Ziel: Lebensfreude erlebbar machen, Gemeinschaft stärken und den Schüler*innen neue Erfahrungsräume eröffnen.
Bildunterschrift:
Ein Erlebnis, viele Schritte: Die Schüler*innen der Hermann-Schuchard-Schule durften an einem Tanz-Workshop teilnehmen, der durch eine Spende der Sparkasse Schwalmstadt-Borken ermöglicht wurde. Von links: Miriam George, Lea Stark (FSJlerin), Ida Becker, Nico Amtauer, Elisabeth Ngo, Claudia Seiffert-Schwedhelm (Lehrkraft), Mira Schimanski (Tanzpädagogin und Workshopleiterin), Chantal Fahlbusch, Michell Kölsch. 2.Reihe sitzend: Lisa Kohl, Romy Schulz, Feikje Poser. Daneben stehend: Jaqueline Spohr, Amelie Stumpf, Aura Lampp. Vorne sitzend: Liam schon, Nina Gehrke, Romella Lindemann.
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