Pressemitteilung —
Leiter der Hephata-Schulen Rolf Muster geht in den Ruhestand
„Herausforderungen waren immer mein Ansporn, um innovative Lösungen zu finden“, sagt Rolf Muster, Geschäftsbereichs- und Schulleiter des Geschäftsbereichs Schulen, mit Blick auf seine Zeit bei der Hephata Diakonie. Nach mehr als 30 Jahren bei Hephata verabschiedet sich der 66-Jährige zum 1. September 2026 in den Ruhestand. Mit Michael Gräser ist sein Nachfolger ist bereits gefunden.
Ob Digitalisierung, Umstrukturierungen oder Corona-Pandemie: Rolf Musters Zeit im Geschäftsbereich Schulen war durch viele Veränderungen geprägt. Doch eines habe sich auch bis kurz vor seinem Ruhestand nicht verändert. „Mein Terminkalender ist so voll wie immer“, sagt er lachend mit Blick auf sein Smartphone. Auch das letzte Jahr ruhiger anzugehen, sei ihm nicht ganz gelungen. Rolf Muster ist nach wie vor in seinem Element, füllt seine Rolle als Geschäftsbereichs- und Schulleiter voll aus. Doch an einzelnen Stellen merkt er: Der Ruhestand rückt näher. Hier die letzte Gesamtkonferenz, dort die letzte dienstliche Beurteilung.
Begonnen hat seine Laufbahn mit dem gymnasialen Lehramtsstudium für Deutsch, Sport und Erdkunde in Marburg. Danach absolvierte Rolf Muster seinen Zivildienst in einer Wohngruppe der Blindenstudienanstalt (Blista) in Marburg und schloss sein Referendariat an der Elisabethschule und parallel der Carl-Strehl-Schule der Blista an. „Doch nach meinem Abschluss merkte ich schnell, dass es schwierig wird, eine Stelle als Lehrer zu finden“, erinnert er sich. Er bildete sich unter anderem im EDV-Bereich weiter, begleite Ferienfreizeiten, arbeitete im Berufsbildungszentrum Marburg, bevor er im September 1992 als Lehrkraft bei Hephata begann.
„Ich fand es schon immer spannend, Kinder mit herausforderndem Verhalten zu unterstützen und mit ihnen zu arbeiten. Ich bin Herzblutlehrer“, sagt Muster. Seit 1996 geht er dieser Aufgabe erst als kommissarischer Leiter, dann als Schulleiter der Ludwig-Braun-Schule (LBS) nach. Von 2001 bis 2007 folgte sukzessive die Fusion aller drei Schulen (LBS, Hermann-Schuchard-Schule, Berufsschule Hephata) zu einem Geschäftsbereich, den Muster als Schulleiter bis heute verantwortet.
„Heute haben wir im Geschäftsbereich Schulen ein homogeneres Bildungsangebot als früher. Wir profitieren voneinander, nutzen Synergien und gestalten gemeinsam. Zusammen haben wir auch die Digitalisierung an unseren Schulen gut vorangebracht. Gleichzeitig wurde uns bei Veränderungen großer Rückhalt vom Vorstand gegeben“, sagt der 66-Jährige. Besonders während der Corona-Pandemie, für den Distanz-Unterricht und auch heute sei die digitale Ausrichtung der Schulen von großem Vorteil.
Den „unfassbar hohen Einsatzwillen der Kolleginnen und Kollegen, ihre vielfältigen Kompetenzen“ schätze Muster sehr. „Wenn man sieht, mit wie viel Engagement und Herzblut sie ihre Arbeit angehen, sich den vielfältigen Themen widmen, das macht einfach unfassbar viel Spaß.“ Und genau das werde ihm in seinem Ruhestand fehlen. Doch einen harten Bruch zwischen Arbeit und Ruhestand werde es nicht geben. „Bis Ende des Jahres werde ich meinem Nachfolger Michael Gräser beratend zur Seite stehen “, sagt Rolf Muster. Hierbei sei unter anderem die neue Grundschule ein wichtiges Thema.
In seiner Tätigkeit als Geschäftsbereichs- und Schulleiter hat Muster außerdem den Blick über Hephata hinaus geworfen und sowohl den Arbeitskreis privater Förderschulen in Hessen als auch den Arbeitskreis nordhessischer Schulen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung sowie körperlich-motorische Entwicklung ins Leben gerufen. „Das sind beides Gremien, die sich etabliert haben und erwachsen geworden sind.“
Es wird deutlich, dass ihm die Lust an seiner Arbeit auch nach mehr als 30 Jahren nicht verloren gegangen ist. Dabei geholfen habe ihm „professionelle Distanz und der Blick auch für die Dinge außerhalb der Schule. Wenn ich Ende August mein Büro verlasse, passt alles in einen Rucksack“, sagt er.
Denn ab dann heißt es für ihn: Der Sport rückt wieder deutlicher in den Vordergrund und mehr Zeit für private Termine steht dann auf der Tagesplanung. „Es wird ein gleitender Übergang. Der erste Monat wird ohne Plan sein und danach wird sich eine Struktur ergeben“, sagt er. Und was nicht fehlen darf, sind gemeinsam mit Ehefrau Regina die „Oma- und Opa-Tage“ mit den Enkelkindern.
Neuer Leiter der Hephata-Schulen wird Michael Gräser. Als bisheriger stellvertretender Schulleiter der Frankenberger Ortenbergschule hat er Leitungserfahrung an einer staatlichen Regelschule, durch seine vorherigen beruflichen Stationen ist er auch mit förderschulischen Zusammenhängen bestens vertraut und bringt zudem Erfahrungen aus akademischer Lehre, Erziehungshilfe und Erwachsenenbildung mit: Michael Gräser (56) wird zum Schuljahreswechsel im Sommer neuer Geschäftsbereichsleiter der Hephata-Schulen in Treysa.
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Hephata engagiert sich als diakonisches Unternehmen seit 1901 in der Rechtsform eines gemeinnützigen Vereins für Menschen, die Unterstützung brauchen, gleich welchen Alters, Glaubens oder welcher Nationalität. Wir sind Mitglied im Diakonischen Werk. Hinter unserem Unternehmensnamen steht ein biblisches Hoffnungsbild: während Jesus einen Mann heilt, der taub und stumm ist, spricht er das Wort „Hephata“. (Markus 7, 32-37)
In evangelischer Tradition arbeiten wir in der Jugendhilfe und der Behindertenhilfe, in der Rehabilitation Suchtkranker, in Psychiatrie und Neurologie, in der Heilpädagogik, der Wohnungslosenhilfe, in Förderschulen und der beruflichen Bildung. In unserer Tochtergesellschaft Hephata soziale Dienste und Einrichtungen gGmbH (hsde) bieten wir zudem an mehreren Standorten ambulante und stationäre Hilfen für Seniorinnen und Senioren an.
Wir bilden Mitarbeitende für verschiedene Berufe der sozialen und pflegerischen Arbeit, auch in Kooperation mit der Evangelischen Fachhochschule Darmstadt, aus. Wir legen Wert auf eine theologisch-diakonische Qualifikation.
Hephata Diakonie beschäftigt aktuell mehr als 3.000 Mitarbeitende. Sie arbeiten in unterschiedlichen Berufsfeldern, sind gut qualifiziert und entwickeln die Leistungsangebote zukunftsorientiert weiter. Diakone und Diakoninnen und Interessierte organisieren sich in der Diakonischen Gemeinschaft Hephata.
Hephata Diakonie ist in Hessen und angrenzenden Bundesländern tätig. Der Sitz unseres Unternehmens ist seit Beginn in Schwalmstadt-Treysa.