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Pressemitteilung -

Praxiserprobt statt Pilotprojekt: Norwegische Digital-Health-Lösungen auf der DMEA 2026

Elektronische Patientenakte, E-Rezepte, digitale Behandlungspfade, sensorbasiertes Monitoring: Was deutsche Krankenhäuser derzeit einführen, ist in Norwegen seit Jahren Versorgungsalltag. Auf der DMEA 2026 (21.-23. April, Berlin) zeigen 26 norwegische Unternehmen und Einrichtungen ihre Lösungen aus dem Versorgungsalltag. Am norwegischen Pavillon (Halle 2.2, Stand B‑107) sind 14 Unternehmen vertreten. Weitere 12 sind Teil einer norwegischen Delegation und ebenfalls auf der DMEA ansprechbar.

„Viele der Digitalisierungsprojekte, die deutsche Kliniken jetzt starten, sind in Norwegen bereits gelebte Praxis", sagt Tone Varslot Stave, Leiterin der norwegischen Exportinitiative für Gesundheit und Life Science bei Innovation Norway. „Wir diskutieren auf der DMEA, wie sich diese Erfahrungen auf deutsche Strukturen übertragen lassen.“

Programm

21.04.2026

  • 11:25-12:10 Uhr:
    Nordic Session „Building Cyber-Resilient Health Systems: Nordic and German Strategies in Practice“, DMEA Stage, Halle 5.2.
  • 13:00 Uhr:
    Eröffnung des norwegischen Pavillons mit Kurzpitches und anschließendem Networking, Halle 2.2, Stand B‑107.
  • 17:00-17:45 Uhr:
    Nordic Session „Looking Across Borders: Pathways to Europe’s Health Markets“, Hub 1, Halle 1.2.

22.04.2026

  • 16:00-17:00 Uhr:
    German Trade & Invest „Introduction to the German Market + Q&A“, Nordic Pavilion, Halle 2.2, Stand B‑107.


Thematische Schwerpunkte:

Klinische Daten, Forschung und Register
Plattformen für Register, Studien und Real-World-Evidence helfen Kliniken und Forschungseinrichtungen, Daten strukturiert zu erfassen, auszuwerten und kollaborativ zu nutzen.

Monitoring, Pflege und Wohlfahrtstechnologie
Kontaktlose Sensorik, digitale Aufsicht und Assistenzlösungen unterstützen Pflege- und Behandlungsteams, Auffälligkeiten früher zu erkennen und Ressourcen gezielter einzusetzen.

Digitale Behandlungspfade, Therapie und Reha
Digitale Begleitung vor, während und nach Eingriffen - inklusive Reha-Unterstützung und strukturierter Patienteninteraktion - ist ein Schwerpunkt mehrerer Anbieter.

Klinikbetrieb, Administration und Kompetenzen
Lösungen für Patientenfluss, Kompetenzmanagement, Check-in und Bezahlung sowie sichere Dokumentation adressieren konkrete Engpässe im Klinikalltag.

Teilnehmende Unternehmen und Einrichtungen

Diese Firmen aus Norwegen sind auf der DMEA 2026 vertreten. Zum Teil am norwegischen Pavillon, zum Teil im Rahmen einer norwegischen Delegation:

Klinische Daten und Forschungsplattformen:
Ledidi bietet eine No-Code-Plattform für klinische Register, Studien und Real-World-Evidence-Projekte mit integrierter Auswertung und Kollaborationsfunktionen.

NorTrials stärkt als nationale öffentlich-private Partnerschaft die Infrastruktur für industriefinanzierte klinische Studien in Norwegen und bietet Zugang zu Feasibility-Daten sowie zu klinischen Netzwerken .

Anzyz Technologies erschließt mit KI-basierter Textanalyse große Mengen unstrukturierter medizinischer Daten, etwa für klinische Kodierung und Auswertung.

NordicDx stellt biotechnologische Diagnostik- und Testdienstleistungen im One-Health-Kontext bereit.

Patientenüberwachung und Wohlfahrtstechnologie:
Ably Medical ermöglicht kontaktloses Monitoring unter der Matratze und erkennt Anwesenheit, Bewegung sowie indikative Herz- und Atemparameter.

Vitalthings überwacht mit dem Guardian M10 kontinuierlich und berührungslos Atemfrequenz, Bewegung und Unruhe per Raumsensor.

Sensocure ermöglicht mit einem implantierbaren Mikrosensor die Früherkennung von Ischämien über die Messung des lokalen Gewebe-pCO₂.

Nattugla ermöglicht datenschutzkonforme Fernaufsicht in der Pflege: Sensorbasierte Erkennung löst bedarfsweise verschlüsselten Zugriff aus - ohne Dauerüberwachung oder permanente Videoaufzeichnung.

Hepro bietet Hilfsmittel und Welfare-Tech-Lösungen für mehr Selbstständigkeit und Sicherheit im Pflege- und Kommunalbereich.

Oslo Kommune erprobt digitale Heimbegleitung im kommunalen Maßstab: Videokonsultationen ersetzen physische Pflegebesuche für ausgewählte Leistungen.

Mundu Dementiacare verbessert die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Bewohnerinnen und Bewohnern, Angehörigen und Pflegenden in Einrichtungen.

Aible stellt speziell für Menschen mit Demenz und kognitiven Einschränkungen ein digitales Aktivitätsprogramm mit Spielen, Musik und angeleiteter Bewegung bereit.

Digitale Behandlungspfade und Therapieunterstützung:
Flow Technologies (Flowzone) begleitet Patientinnen und Patienten sicher durch Behandlung und Nachsorge mit Aufgaben, Plänen und geschützter Kommunikation.

Kinetech unterstützt die Rehabilitation zwischen Therapieterminen mit KI-gestütztem Bewegungsfeedback über die eigene Plattform.

Sunnaas Rehabilitation Hospital hat als Norwegens führende Reha-Spezialklinik ein etabliertes Telerehabilitation-Modell für Patientinnen und Patienten nach Schlaganfall, Hirnverletzung und Rückenmarksverletzung entwickelt und erprobt.

Myworkout liefert als Software als Medical Device diagnostik-spezifische Bewegungsprogramme direkt aufs Smartphone.

Youwell ermöglicht Gesundheitsorganisationen, digitale Dienste für Prävention, Behandlung und Nachsorge selbst zu erstellen, zuzuweisen und auszuwerten.

Medicue unterstützt mit einer Patient-Engagement-Plattform strukturierte Vorab-Erhebung, Verlaufsdokumentation und Follow-up in verschiedenen Fachbereichen.

Aidency vernetzt Ersthelfende über ein CE-zertifiziertes Notfall-Kit mit Medizinprodukten und Medikamenten, das von der Leitstelle freigeschaltet wird, und bietet eine telefonische Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Klinikbetrieb, Administration und Kompetenzen:
Nordlys AI unterstützt Ärztinnen und Ärzte mit einem KI-integrierten elektronischen Patientenjournalsystem bei Dokumentation und klinischer Entscheidungsfindung.

Vidd Medical transkribiert und strukturiert klinische Dokumentation automatisch per On-Premise-KI; ohne Cloud-Anbindung und damit ohne externe Datenweitergabe.

DNV Imatis koordiniert in Echtzeit Aufgaben, Alarme, Bettenbelegung und den ambulanten Patientenfluss auf einer einzigen Plattform.

Convene automatisiert Check-in und Bezahlung über Self-Service-Terminals, die auch im Gesundheitswesen eingesetzt werden.

Sonitor bietet Echtzeit-Lokalisierung (RTLS) für Krankenhäuser und Kliniken, um Assets, Personal und Patientenflüsse transparenter zu machen und Abläufe sicherer und effizienter zu steuern.

Yallow Life Science begleitet MedTech-Unternehmen als ISO-13485-zertifizierte Beratung in Design, Entwicklung, Qualitätsmanagement und Zulassung.

Dossier unterstützt Gesundheitsorganisationen mit einem digitalen Kompetenzmanagement-System bei der Steuerung von Qualifikationen, Schulungen und Compliance-Anforderungen.

Der norwegische DMEA-Pavillon wird organisiert von Norway Health Tech, der Deutsch-Norwegischen Handelskammer und Stiftelsen Teknologiformidling (Stiftung für Technologievermittlung).

Ansprechpartner bei Innovation Norway zum Thema Gesundheitslösungen aus Norwegen: Martin Nietz, martin.nietz@innovationnorway.no

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INNOVATION NORWAY - The official Norwegian trade and investment promotion organisation

Innovation Norway ist die nationale und internationale Handels- und Wirtschaftsrepräsentanz der norwegischen Regierung.

Die Organisation betreut norwegische Unternehmen und Start-ups bei der Erschließung neuer Märkte und fördert die Entwicklung einer nachhaltigen und zukunftsorientierten Wirtschaft.

Überdies begleitet die Organisation internationale Unternehmen bei einem Engagement in Norwegen. Für deutsche Unternehmen ist der Wirtschaftsinkubator eine direkte Brücke zur norwegischen Regierung.

Innovation Norway betreibt Standorte zur Förderung der lokalen Wirtschaft in ganz Norwegen und beschäftigt in 22 Ländern mehr als 700 Mitarbeiterinnenn und Mitarbeiter.

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