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Wenn „La Famiglia“ mehr als nur ein Slogan ist

Blog-Eintrag -

Wenn „La Famiglia“ mehr als nur ein Slogan ist

Es ist beschlossene Sache: Der harte Lockdown ist da. Seit gestern wird es bis zum 10. Januar nur noch das absolute Minimum an öffentlichem Leben geben – mit der Möglichkeit auf Verlängerung. Eine Entscheidung, die ich auf Grund der aktuellen Fallzahlen bzw. Todesfälle voll und ganz nachvollziehen kann. Doch es schlagen auch zwei Herzen in meiner Brust, wenn es darum geht, was das mit mir macht. Als Vater und Ehemann, aber auch als CEO von L’Osteria, Chef und Kollege von so vielen Menschen, die davon ebenso betroffen sind.

Um es vorweg zu sagen: Der harte Lockdown ist nunmehr die richtige Entscheidung. Mit Blick auf die Zahl der COVID-19-Infektionen und noch viel eher mit Blick auf die Zahl der Verstorbenen. An ihnen allen hängen Einzelschicksale, Familien, Verwandte, Freunde, Kolleginnen und Kollegen, die sich um sie sorgen oder sie betrauern. Das Virus einzudämmen hat darum nach wie vor oberste Priorität. Die Inzidenzwerte und der R-Faktor müssen gesenkt werden. Mit allen Mitteln, die der Rechtsstaat hergibt. Selbst wenn es das Weihnachtsfest betrifft und das Leben vieler einschränkt. Und ja, die Maßnahmen hätten durchaus früher so hart greifen können, wenn nicht sogar müssen. Aber: Ich bin weder in der Lage, noch mit dem gesamten Wissen ausgestattet, um eine Entscheidung von solcher Tragweite völlig objektiv einordnen zu können. Geschweige denn, um zu wissen, ob ich an Stelle der Regierung nicht genauso oder doch anders gehandelt hätte.

Zwei Herzen in meiner Brust
Denn natürlich bin in den letzten Wochensehr oftauch lautstarkaufgetreten, wenn es um die Corona-Maßnahmen ging. Ich habe zusammen mit den anderen Mitgliedern unserer Gastro-Initiative die Verhältnismäßigkeit in Frage gestellt, war kritisch und habe im Namen der vielen auf Anordnung geschlossenen Restaurants, Bars, Hotels und Co. Forderungen geäußert, dass es so nicht weitergehen könne. So leide ich mit allen Gastronomen, gerade mit den kleinen Familienbetrieben. Auch meine Schwester betreibt selbst ein kleines Restaurant in Bonn und hat gerade eine sehr schwere Zeit. Ich fühle mit ihr und allen anderen.Die Kritik daran, wie mit der Gastronomie umgegangen wird, muss erlaubt bleiben. Und wir werden auch weiter für die von uns Vertretenen sprechen und uns einsetzen. Aber – und das meine ich mit den zwei Herzen in meiner Brust – es muss einen Punkt geben, an dem auch ich anerkenne, dass das Wohl aller wichtiger ist als die zeitweise Einschränkung der Vielen.

Als Ehemann und Vater bin ich sogar froh zu wissen, dass jetzt die Möglichkeit besteht, dass meine Frau, meine Töchter, mein Sohn und auch ich uns nun „zurückziehen“ können. Dass wir für uns bleiben, uns an die Vorgaben halten und mit noch stärker reduzierten Kontakten unseren Teil beitragen, um das Virus in den Griff zu kriegen. Zu wissen, dass wir das für uns tun, aber auch für alle anderen da draußen. Das ist keine Heldentat, sondern wichtig für das Gemeinwohl. Selbst wenn das Jahr 2020 uns schon so viel abverlangt hat. Zu sehen und zu hören, wie es meiner Familie geht, ob und wie ich ihnen helfen kann … das ist es, worum es die letzten Wochen und Monate ging und auch die kommende Zeit weiterhin gehen wird. Für sie da zu sein, das zählt.

Meine andere Familie
Und dann sehe ich trotz alledem auch meine andere Familie – La Famiglia. Natürlich, jedes Unternehmen behauptet von sich, dass es wie eine große Familie sei. Dass man aufeinander Acht gebe. Dass man beisammenstehe, wenn es hart auf hart geht. Aber wir bei L’Osteria, wir meinen das nicht nur so, wir leben das.

Die letzten Monate waren für uns alle ausgesprochen hart. Meine Kolleginnen und Kollegen haben an all unseren Standorten Herausragendes geleistet. Sie haben den Laden am Laufen gehalten, sich gefühlt täglich neuen, geänderten Bedingungen gestellt und alles so genommen, wie es kam. Ich kann ihnen dafür kaum genug danken. Ich kann nur versuchen ihnen der Chef und Orientierungspunkt zu sein, den sie gerade brauchen, um sich sicher zu fühlen und dem, was noch kommt, mit einer gewissen Zuversicht entgegenblicken zu können.

Doch dann gibt es noch die Franchisenehmer bei L’Osteria. Auch für sie will ich ein starker, verlässlicher Partner sein. Sie wenden sich bei Fragen und Problemen genauso an mich und meinen Vorstandskollegen @Clive Scheibe. Denn an wen soll man sich sonst wenden? Erst recht in einer so außergewöhnlichen Situation wie einer Pandemie.

Darum erreichen uns in letzter Zeit immer mehr Briefe, Mails und Anrufe unserer Partner, die um Rückhalt suchen, die Fragen haben, wie es weitergeht, oder einfach nur ein offenes Ohr benötigen, um ihre eigene angespannte Lage zu schildern.

Einen dieser Briefe darf ich mit Erlaubnis des Absenders anonymisiert veröffentlichen. Denn nicht nur ich sehe L’Osteria als „La Famiglia“, sondern auch jene, die Teil unserer Familie geworden sind:

„[…] In meinen beiden Standorten […] beschäftige ich zurzeit [über 50 Personen] – vom jungen Alleinstehenden über Familienväter und -mütter bis hin zu Alleinerziehenden. Menschen aus dem direkten Umkreis, aber auch Menschen mit Migrationshintergrund, die alles in ihrer Heimat aufgegeben haben oder auf Arbeitssuche nach Deutschland gekommen sind, um ihre Familien in ihrem Heimatland zu unterstützen. Für all diese Menschen ist die Anstellung in meinen Restaurants, nicht nur ein fester, sicherer und flexibler Arbeitsplatz, sondern vielmehr die Grundlage ihrer Existenz.

Zu Beginn der Pandemie waren die Angst und Unsicherheit meiner Mitarbeiter enorm sowie deutlich spürbar und hat mich als Geschäftsführer und Inhaber vor eine wirklich schwierige Entscheidung gestellt. Ich wollte MEINE Leute nicht kündigen, auch wenn es aus wirtschaftlicher / betrieblicher Sicht für mich höchst wahrscheinlich einfacher gewesen wäre. Ich konnte meine Mitarbeiter nicht allein lassen! Deswegen habe ich mich, trotz „Schwierigkeiten“, bewusst dafür entschieden, alle Arbeitsplätze zu halten. Denn wir sind wie eine Familie. Bis dato ist mir das auch gelungen und ich konnte meine beiden Teams komplett halten – doch was die Zukunft bringt, ist ungewiss.

Die Pandemie und die sich ständig ändernden Vorgaben und Anordnungen haben von uns Gastronomen einiges abverlangt. Wer überleben möchte muss kämpfen. Den Kopf in den Sand zu stecken, ist keine Lösung und war auch nie eine Option für mich. Ich bin ein Kämpfer. Für mein Unternehmen, für meine Leute, für meine La Famiglia tue ich alles […]“.

Ich muss ehrlich sagen: Solche Zeilen lassen mich nicht kalt. Sondern – ganz im Gegenteil – machen sie mich stolz und es ist mir eine Ehre mit und für solche mittelständigen Familienunternehmen Verantwortung tragen zu dürfen.

Selbstverständlich wusste ich auch zu Beginn meines Jobs als CEO der FR L’Osteria SE, dass es auch zu meinen Aufgaben gehört Entscheidungen zu treffen, die hart sind und Auswirkungen auf das Leben von Menschen haben. Aber jetzt? In einer solchen Krise, die es in dieser Form für uns noch nie gab? Da will man helfen! Man will eine Hand reichen, ein gutes Wort sprechen, da sein. Wir tun das alle so gut wir gerade können. Schon seit Monaten. Alle für einen, einer für alle. Damit wir auch im nächsten Jahr füreinander da sein können. Für unsere Kolleginnen und Kollegen. Für alle Partner. Für unsere Gäste, die uns so fehlen und die engsten Freunde unserer Familie sind.

So, wie es der Verfasser des Briefs schreibt, sehe ich es auch: Wir werden weiterkämpfen. Mit allem, was wir haben. Wir passen uns an, wo wir können. Mehr Delivery, mehr Take Away. Das ist das, was wir tun können. Im Kleinen und Speziellen. Aber das sind nur erste Schritte. Es ist ein Freistrampeln. Erst recht für unsere Franchisepartner, die dazu auch ihre eigenen Wege und Möglichkeiten nutzen. Wo wir können, wird unterstützt. Doch was es wirklich braucht, sind die offiziellen Hilfen. Denn so gut und solide man auch gewirtschaftet hat, den Laden über mehrere Monate nicht wie gewohnt öffnen zu können, keine Gäste begrüßen zu dürfen, trotzdem aber noch für sein Team zu sorgen und ihnen den Job zu erhalten … das sind allesamt Punkte, die unser aller Reserven ausschöpfen.

Nein, niemand hat gesagt, dass es leicht sei als CEO. Aber im Moment sehe ich mich auch nicht nur in dieser Rolle. Im Moment bin ich ein Familienoberhaupt, das sich um die Seinen sorgt und kümmert. Denn das ist es, was man von mir erwartet. Ob ich dem am Ende der Pandemie gerecht geworden sein werde? Wir werden sehen. Doch für den Augenblick kann ich meiner „La Famiglia“ sagen: Ich bin für euch da. Ich höre euch. Ich sehe, was ihr leistet und wie ihr kämpft. Und ihr seid nicht allein. Wir sind für euch da und stehen das zusammen durch. Weil es das ist, was eine Familie tut.

Ihr könnt Euch auf mich verlassen!


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Samanta Dörfler

Samanta Dörfler

Pressekontakt Senior PR & Corporate Communication Manager 089-3898989-0

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L’OSTERIA. GRANDE AMORE. Die beste beste Pizza, Pasta d’amore und eine einzigartige Atmosphäre – ein unschlagbares Rezept.

In Nürnberg eröffnete im Jahr 1999 die erste L’Osteria, die schnell zum Geheimtipp wurde. Der Erfolg des „netten Italieners von nebenan“ bestärkte die Gründer, Friedemann Findeis und Klaus Rader, das Konzept weiterzuverbreiten. Es folgten Restaurants in Rosenheim, Regensburg und München. 2009 eröffnete Matthias Seliger als erster Franchisepartner eine L’Osteria in Neumarkt in der Oberpfalz. Zudem entstandt 2009 in Augsburg der erste „Freestander“: ein eigens für L'Osteria entworfenes, freistehendes Gebäude mit viel Platz – sowohl innen als auch außen. Schon bald ging es von Bayern nach ganz Deutschland, bis 2011 schließlich das erste Mal Auslandsluft geschnuppert wurde: Maria Klara Heinritzi wurde Franchisepartnerin für Österreich. Mit der Schweiz, England, Tschechien, den Niederlanden,Frankreich und Luxemburg kamen sechs weitere europäische Länder hinzu. Seit 2016 ist zudem Mirko Silz als CEO und seit 2020 Clive Patrick Scheibe als COO mit an Bord. Aktuell ist L’Osteria an über 130 Standorten in acht Ländern vertreten. Das Unternehmen setzt auf ein kooperatives Miteinander von Lieferanten, Partnern und Mitarbeitern sowie auf Mitarbeiter-Förderung. Auch der Gast profitiert vom gelebten „La Famiglia“-Gefühl: Service und Gastfreundschaft werden bei L’Osteria großgeschrieben. Die zuverlässige Qualität der Produktpalette rund um die „beste beste Pizza & Pasta d’amore“ und ein ansprechendes Ambiente im Restaurant sowie das gute Preis-Leistungs-Verhältnis runden das Konzept ab. Seit April 2020 können die Gäste das L’Osteria Erlebnis nicht mehr nur im Restaurant genießen, sondern es sich dank dem eigenen Lieferdienst „L’Osteria Delivery" auch einfach und bequem nach Hause bestellen.

L'Osteria
Otl-Aicher-Straße 60
80807 München
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