Pressemitteilung —
Erstaunlich: Dauerstress vor einer Operation mindern
Warum moderne Medizin mehr als den Eingriff betrachten darf
Soest – Anhaltende Belastung kann Schmerzempfinden, Stoffwechsel und Heilungsprozesse beeinflussen. In der Soester Privatklinik revitCells® bezieht man sich deshalb nicht nur auf den Eingriff selbst, sondern auch auf die körperliche Ausgangslage der Betroffenen.
Für den Erfolg einer Operation sind nicht allein die Erfahrung des Operateurs und die gewählte Methode entscheidend. Auch der Zustand, in dem ein Patient in den Eingriff geht, kann die anschließende Genesung beeinflussen. Dabei rückt zunehmend ein Faktor in den Blick, der lange vorwiegend psychologisch betrachtet wurde: chronischer Stress.
Unter anhaltender Belastung bleiben Stresssysteme des Körpers immer wieder aktiviert. Dazu gehören unter anderem das autonome Nervensystem und die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse, kurz HPA-Achse. Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol helfen kurzfristig, Energie bereitzustellen und auf Belastungen zu reagieren. Bleibt dieser Zustand jedoch bestehen, können Schlaf, Stoffwechsel, Schmerzverarbeitung und Immunregulation beeinträchtigt werden. Häufig wird in diesem Zusammenhang auch von „Neurostress“ gesprochen. Damit ist keine eigenständige Diagnose gemeint, sondern eine Belastungslage, bei der Anspannung, hormonelle Regulation, Nervensystem und körperliche Reaktionen ineinandergreifen.
Stress entscheidet nicht allein über den Operationserfolg
Studien weisen darauf hin, dass psychische Belastung und ausgeprägte Ängste vor einem Eingriff mit stärkeren postoperativen Schmerzen, einem höheren Bedarf an Schmerzmitteln und ungünstigeren Heilungsverläufen verbunden sein können.*1 Auch die Wundheilung kann durch länger anhaltenden Stress beeinträchtigt werden.*2
Daraus folgt jedoch nicht, dass gestresste Patienten zwangsläufig schlechtere Operationsergebnisse erwarten müssen. Alter, Vorerkrankungen, Ernährung, Nikotinkonsum, Medikamente, Art und Umfang des Eingriffs sowie die postoperative Versorgung bleiben ebenfalls entscheidend. Stress ist daher kein isolierter Risikofaktor, sondern ein möglicher Einfluss innerhalb eines komplexen Gesamtbildes.
„Eine erfolgreiche Behandlung endet bei uns nicht mit der Korrektur einer Körperform“, sagt Dr. med. Denis Simunec, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie sowie ärztlicher Leiter bei Revitcells. Moderne operative Medizin müsse deshalb genauer hinschauen: Unter welchen körperlichen Voraussetzungen wird eine Patientin oder ein Patient operiert – und wie lässt sich diese Ausgangslage verbessern?
Stress messbar machen
Bei Revitcells wird dieser Ansatz besonders bei Lipödem-Patientinnen konsequent umgesetzt. Der individuelle Stressstatus wird hier regelhaft mit NILAS erfasst. Dabei geht es nicht darum, Stress nur als subjektives Gefühl zu beschreiben, sondern körperliche Regulationsmuster besser einzuordnen und daraus konkrete Maßnahmen abzuleiten.
Auf dieser Grundlage entwickelt das ärztliche Team dann individuelle Konzepte, um den sogenannten Stressindex nachhaltig zu reduzieren. Ein Beispiel dafür ist revitResQ®: ein viertägiges Intensivprogramm zur Vorbereitung auf körperliche und mentale Belastungen sowie zur Unterstützung der Nachsorge. Es kombiniert regenerative Therapien, Ernährungsmedizin und begleitende Verfahren wie Alpha Cooling® oder intermittierendes Höhentraining (IHHT). Ziel ist es, Patientinnen und Patienten nicht nur operativ zu behandeln, sondern den Organismus gezielt auf den Eingriff und die anschließende Regenerationsphase vorzubereiten.
Stoffwechsel als weiterer Teil der Ausgangslage
Ein zusätzlicher Baustein dieser erweiterten Betrachtung ist die uVida-Atemgasanalyse, die bei Revitcells jetzt im Einsatz ist. Dabei werden Sauerstoffaufnahme und Kohlendioxidabgabe unter definierten Bedingungen gemessen. Daraus lassen sich Rückschlüsse auf Energieumsatz, Stoffwechselaktivität sowie die Nutzung von Fetten und Kohlenhydraten gewinnen. Untersuchungen in Ruhe und unter Belastung können zusätzlich Hinweise auf die individuelle Leistungsfähigkeit geben.
Die Atemgasanalyse misst weder Stress noch Cortisol und ersetzt keine psychologische, internistische oder endokrinologische Diagnostik. Sie ergänzt jedoch die funktionelle Betrachtung: Während NILAS Hinweise auf Stress- und Regulationsmuster liefert, zeigt die Atemgasanalyse, wie der Körper zum Untersuchungszeitpunkt Energie bereitstellt und verwertet. Gemeinsam mit Anamnese, Laborwerten, körperlicher Untersuchung und weiteren Befunden entsteht so ein differenzierteres Bild der individuellen Ausgangssituation.
Gerade vor planbaren Operationen können solche Informationen dazu beitragen, Bewegung, Ernährung und Regeneration gezielter auf den Patienten abzustimmen. Zugleich müssen vor einer Messung standardisierte Bedingungen berücksichtigt werden: Akuter Stress, Schlafmangel, körperliche Aktivität, Koffein, eine kurz zuvor eingenommene Mahlzeit oder verabreichte Medikamente können die Ergebnisse beeinflussen.
Den Körper vor und nach der Operation begleiten
Das Vorgehen in Soest knüpft an das integrative Behandlungskonzept von Revitcells an: gewebeschonende Operationsverfahren, individuelle Vorbereitung, verantwortliche Nachsorge und – abhängig vom Befund – regenerative Maßnahmen. Im Mittelpunkt stehe dabei nicht das Versprechen, sämtliche Risiken kontrollieren zu können, erklärt Dr. Simunec. Vielmehr gehe es darum, vermeidbare Belastungen zu erkennen, den Stressindex zu senken und den Organismus gezielt auf Eingriff und Heilungsphase vorzubereiten.
Fazit: Das Ergebnis einer Operation entsteht nicht ausschließlich im Operationssaal. Es hängt auch davon ab, welches Stresslevel und welche körperlichen Reserven ein Patient mitbringt und wie konsequent die Regeneration begleitet wird.
*1 Kain ZN et al., Journal of Psychosomatic Research, 2000: Präoperative Angst war mit stärkeren postoperativen Schmerzen und erhöhtem Analgetikabedarf assoziiert.
*2 Broadbent E et al., Psychosomatic Medicine, 2003: Psychologischer Stress war mit verzögerter früher Wundheilung nach chirurgischen Eingriffen assoziiert.
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In der revitCells® Privatklinik in Soest werden moderne Verfahren der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie sowie der Handchirurgie mit Verfahren zur Regenerierung von körpereigenen Zellen kombiniert. Diese Art der Hybridbehandlung ist einzigartig. Die revitCells® - Technik erlaubt außerdem die Behandlung von Arthrose kleiner und großer Gelenke, die Behandlung von Haarausfall oder Erektionsstörungen, etwa nach einer Prostata-Operation. Die Philosophie von Dr. Denis Simunec – Inhaber und Chefarzt der Praxisklinik – sowie die seines medizinischen Fachteams lautet: „Sämtliche Behandlungspfade, egal ob ästhetische oder medizinisch notwendige Therapien, werden ganzheitlich betrachtet. Erst dieses Zusammenwirken verschiedenster Therapietechniken bewirkt eine nachhaltige Besserung für die Patientinnen und Patienten.“ Link: https://revitcells.com/
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Das Team von Pressebüro LAAKS beliefert seit mehr als 20 Jahren Redaktionen und Medien mit redaktionellen Inhalten und betreut KMU im Bereich der PR & Pressearbeit. Seit 2015 liegt der Fokus dabei auf Themen des Gesundheitswesens. Inhaber Peter Laaks ist seit 1991 Mitglied im Deutschen Journalistenverband (DJV). Link: https://www.pressebuero-laaks.de