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Pressemitteilung

Jedes vierte neue Auto weltweit fährt elektrisch: Das neue Rennen in der Elektromobilität heißt Schnellladen

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  • Neue Ausgabe des Roland Berger EV Charging Index: In 2025 war weltweit jeder vierte verkaufte Neuwagen ein Elektrofahrzeug.
  • Mit einem Anteil von knapp über 20 % an Schnellladepunkten im öffentlichen Raum liegt Europa hinter China und Südostasien zurück.
  • China bestimmt die globale Wettbewerbsdynamik und erreicht 50% beim Marktanteil von neuen Elektrofahrzeugen.

München, Juli 2026: Die Elektromobilität erreicht weltweit einen neuen Meilenstein: Im Jahr 2025 war jedes vierte neu verkaufte Fahrzeug ein Elektroauto. Die Transformation des globalen Automobilmarktes schreitet damit schneller voran als je zuvor. Zu diesem Ergebnis kommt die siebte Ausgabe des EV Charging Index von Roland Berger.

In 2025 stiegen die weltweiten Verkäufe von Elektrofahrzeugen um mehr als 20%. Besonders Europa verzeichnete nach einem schwachen Vorjahr eine deutliche Erholung: Die Verkäufe legten um rund ein Drittel auf 3,7 Millionen Fahrzeuge zu. Damit erreichte die Elektromobilität in Europa einen Anteil von nahezu 30% an allen Neuwagenverkäufen. In Nordamerika dagegen führten politische Unsicherheiten und eine schwächere Konsumentenstimmung zu einer rückläufigen Marktentwicklung.

„Die nächste Phase der Elektromobilität entscheidet sich nicht mehr allein durch Fahrzeuge, sondern an der Ladesäule. Europas und Deutschlands Aufgabe ist klar: Das rasante Wachstum der E-Mobilität muss mit einem Ladeangebot einhergehen, das den Bedürfnissen der E-Auto-Fahrer von morgen gerecht wird,“sagt Martin Weissbart, Partner bei Roland Berger.

Weltweit wurden 2025 rund 1,1 Millionen neue öffentliche Ladepunkte installiert; ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Dies ist kein Zeichen nachlassender Investitionen, sondern Ausdruck eines reifenden Marktes: Der Fokus verschiebt sich vom reinen Netzausbau hin zur Leistungsfähigkeit der Infrastruktur sowie schellem und ultraschnellem (150 kW+) Laden. Dafür sorgt die steigende Nachfrage nach kurzen Ladezeiten und die zunehmende wirtschaftliche Attraktivität der Schnellladesäulen.

China bleibt Taktgeber der Elektromobilität. Das Land hat nicht nur die Marke von 50 Prozent Elektrofahrzeuganteil bei den Neuzulassungen überschritten, sondern prägt die globale Branche zunehmend durch seine technologische Führungsrolle und Kostenvorteile. Dieser Vorsprung zeigt sich auch beim Ausbau der Ladeinfrastruktur: In China ist bereits fast jeder zweite öffentliche Ladepunkt ein Schnell- oder Ultraschnelllader, in Europa dagegen nur gut jeder fünfte.

Gleichzeitig tritt die Ladeinfrastruktur in eine neue Entwicklungsphase ein. In den vergangenen Jahren haben Betreiber massiv in Schnellladenetze investiert und damit Engpässe beseitigt, die viele E-Autofahrer in der frühen Marktphase noch als Hindernis wahrgenommen haben. Mit dem weiteren Hochlauf der Elektromobilität wächst die Zahl der Elektrofahrzeuge inzwischen wieder schneller als die Schnellladeinfrastruktur. In Westeuropa kommen derzeit durchschnittlich rund 45 batterieelektrische Fahrzeuge auf einen Schnellladepunkt. Dieses vergleichsweise niedrige Verhältnis zeigt, dass die Ladeinfrastruktur bislang mit der steigenden Nachfrage Schritt hält. Gleichzeitig eröffnet es Potenzial für eine höhere Auslastung der bestehenden Netze und damit für eine verbesserte Wirtschaftlichkeit der Infrastruktur in den kommenden Jahren.

Anteil von Elektrofahrzeugen an Neuwagenverkäufen in 2025 [%]

Rang

Land

BEV*

PHEV**

Gesamt

1

Norwegen

87,3%

1,4%

88,6%

2

Niederlande

42,2%

18,2%

60,4%

3

Schweden

35,0%

24,2%

59,2%

4

China

31,3%

18,6%

49,9%

5

Singapur

42,3%

1,2%

43,5%

6

Belgien

29,9%

8,1%

38,0%

7

Portugal

21,6%

13,3%

34,9%

8

Vietnam

33,1%

0,0%

33,2%

9

Schweiz

21,3%

10,0%

31,3%

10

UK

21,2%

9,5%

30,7%

11

Österreich

20,2%

8,9%

29,1%

12

Deutschland

18,3%

10,0%

28,3%

13

Frankreich

18,1%

5,7%

23,8%

14

Thailand

19,7%

2,9%

22,7%

15

Spanien

8,4%

9,7%

18,1%

16

Türkei

14,1%

3,4%

17,5%

17

Indonesien

7,4%

7,6%

15,0%

18

Katar

14,2%

0,7%

14,9%

19

Rumänien

13,2%

1,0%

14,2%

20

Südkorea

7,9%

5,8%

13,7%

21

Australien

8,5%

4,7%

13,1%

22

Ungarn

8,5%

4,4%

12,9%

23

Italien

6,0%

5,7%

11,7%

24

Polen

6,2%

4,9%

11,1%

25

USA

7,6%

2,0%

9,6%

26

Kanada

5,7%

3,7%

9,4%

27

UAE

6,1%

3,3%

9,3%

28

Brasilien

3,1%

4,0%

7,1%

29

Malaysia

5,9%

0,7%

6,6%

30

Mexiko

2,4%

3,2%

5,6%

31

Indien

3,4%

0,0%

3,4%

32

Marokko

2,1%

0,8%

2,9%

33

Saudi Arabien

1,7%

0,9%

2,6%

34

Japan

1,4%

0,9%

2,3%

Source: EV-Volumes.com, EAFO, S&P Global Mobility, National statistics offices

* BEV: Batterieelektrisches Fahrzeug
** PHEV: Plug-in-Hybrid-Elektrofahrzeug



Über die Studie
Für den EV Charging Index 2026 analysierte Roland Berger Daten führender internationaler Markt- und Forschungsinstitute, darunter Ecomovement, S&P Global Mobility, EV-Volumes, Euromonitor, EAFO und die IEA. Ergänzt wurde die Analyse durch nationale Statistiken, Experteninterviews sowie Erkenntnisse aus Projekten von Roland Berger. Zudem fließen Ergebnisse der für die sechste Ausgabe des Index durchgeführten „EV Charging Index Survey 2025“ ein.

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Roland Berger ist die einzige führende Strategieberatung mit europäischen Wurzeln. Das Unternehmen vereint tiefe Industrie- und Branchenkenntnis mit umfassender Erfahrung in zentralen Managementfunktionen und Transformationsprojekten. 1967 gegründet und mit Hauptsitz in München, unterstützt Roland Berger Unternehmen weltweit bei der Gestaltung und Umsetzung komplexer Transformationen – von strategischer Neuausrichtung über Performance-Steigerung bis hin zur Entwicklung und Anwendung datenbasierter, KI-gestützter Lösungen. Roland Berger hat es sich zum Ziel gesetzt, Nachhaltigkeit in allen Projekten zu verankern. Im Jahr 2025 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von über einer Milliarde Euro.

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