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Scandlines und COOL4SEA entwickeln innovatives Kühlsystem

Pressemitteilung   •   Feb 19, 2018 08:00 CET

Scandlines' Hybridfähre "Prinsesse Benedikte"

Auf der Scandlines-Hybridfähre Prinsesse Benedikte” wird überschüssige Energie der Motoren für die Kühlung der Batterien verwendet. Hinter dem innovativen System steckt die junge Firma COOL4SEA, die die Anlage schon bald breit vermarkten will.

Bereits 2016 installierte die Firma COOL4SEA ihr innovatives Kühlsystem auf der Scandlines-Hybridfähre „Prinsesse Benedikte“, die auf der hochfrequenten Route Puttgarden-Rødby pendelt. Das Schiff der deutsch-dänischen Reederei diente seitdem als eine Art Showroom und gleichzeitig als Pilotprojekt für die neuartige Anlage. COOL4SEA bekam so die Möglichkeit, das System gründlich zu testen und weiterzuentwickeln.

Die Idee hinter dem System ist als solche nicht neu: Abwärme wird verwendet, um Kälte zu produzieren. „Eine besondere Herausforderung für den Einsatz auf See liegt jedoch darin, dass der Prozess normalerweise keinen Bewegungen und Vibrationen ausgesetzt werden darf“, so Christian Fonnesbæk Jensen, Technischer Offizier und Miteigentümer von COOL4SEA. „Unser einzigartiges System toleriert Bewegungen bis 45 Grad – damit kann es auch auf Schiffen zum Einsatz kommen“.

Für Scandlines liegen die Vorteile auf der Hand: Da das System mit Abwärme der Motoren betrieben wird, spart die Reederei teuren Treibstoff. „Die Kühlanlage steht sehr gut im Einklang mit Scandlines’ grüner Vision, da wir eine Menge Öl sparen, das sonst für die Stromproduktion der Klimaanlage genutzt würde. Gleichzeitig entstehen keine weiteren Betriebs- und Wartungskosten für die neue Anlage“, so Carsten Johansen, LTO bei Scandlines.

Mit dem Testbetrieb der Anlage auf der „Prinsesse Benedikte“ ist Christian Fonnesbæk Jensen von COOL4SEA überaus zufrieden. „Die Zusammenarbeit mit Scandlines war unkompliziert und fruchtbar. Und der Einsatz auf einer Fähre, die so gut wie nie stillsteht, hat uns davon überzeugt, dass unser Produkt zukunftsfähig ist“.

COOL4SEA rechnet damit, die Anlage ab etwa 2020 regulär vermarkten zu können.

Das dänische Fachmagazin „Maskinmesteren“ hat in der Februar-Ausgabe über die Zusammenarbeit zwischen COOL4SEA und Scandlines auf der „Prinsesse Benedikte“ berichtet.

Weiterlesen (auf Dänisch): ”Overskudsvarme anvendes til køling hos Scandlines“ (externer Link). Hier gibt es auch einen kurzen Film über das Kühlsystem (deutsche Untertitel verfügbar).

Über Scandlines

Scandlines steht als Symbol für eine historische und enge Zusammenarbeit zwischen Deutschland, Dänemark und Schweden seit 1872. Unter den Namen Scandlines und Scandlines Helsingør-Helsingborg werden heute drei Fährrouten mit hoher Frequenz und Kapazität und mit einer grünen Vision für die Zukunft vermarktet.

Das Kerngeschäft sind effiziente und zuverlässige Transportdienstleistungen für sowohl Passagiere als auch für Frachtkunden. Im Fokus steht dabei, Mehrwert für die Kunden an Bord der Fähren sowie in den Scandlines-Shops an Land zu schaffen.

Mit mehr als 90.000 Abfahrten verteilt auf 12 Fähren transportierte Scandlines 2016 insgesamt 15 Millionen Passagiere, 3,2 Millionen Pkw, 1 Million Frachteinheiten sowie 64.000 Busse auf den Routen Puttgarden-Rødby, Rostock-Gedser und Helsingør-Helsingborg.

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