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Lions-Vizepräsident Elmar Blasius überreicht Christophe Schoetter den Nauticus-Preis.

Pressemitteilung -

Nauticus-Preis für Trierer Studenten

Der Lions Club Trier verleiht Christophe Schoetter seine neue Auszeichnung für die beste Abschlussarbeit in der maritimen Forschung.

Maritime Forschung und der Einfluss des Meeres auf den kulturellen und wirtschaftlichen Austausch ist in Trier schon seit Jahren ein erfolgreicher Schwerpunkt. Das honoriert nun auch der ortsansässige Lions Club und verleiht seinen neuen mit 1.000 € dotierten Preis für herausragende Abschlussarbeiten im Bereich des Maritimen an Christophe Schoetter. Der Student der Alten Geschichte an der Universität Trier erhält den Nauticus-Preis für seine Masterarbeit über die maritime Außenpolitik Ptolemaios I.

Neubewertung eines Königs

Der General Alexanders des Großen war nach dessen Tod König Ägyptens geworden. Die Forschung hatte ihn in dieser Rolle bisher als eher defensiv denkenden, isolationistischen Herrscher eingestuft. Schoetter zeigte nun aber, dass der Vorfahre der großen Kleopatra ganz im Gegenteil eine sehr aggressive Seemachtspolitik verfolgte. Seine Strategie muss demnach neu bewertet werden. „Die gründliche Analyse der Maßnahmen Ptolemaios‘ I. vor dem Hintergrund der nautischen Rahmenbedingungen wirft ein neues Licht auf die Projektion von Seemacht in der Antike und im weiteren Sinn auf die Verhältnisse insgesamt im Reich Alexander des Großen nach dessen Tod im Jahr 323 v. Chr.“, erläutert Althistoriker Prof. Dr. Christoph Schäfer, der die Arbeit betreute.

Am 17.3.2026 wurde der Preis vom Vizepräsidenten des Lions Club Trier Elmar Blasius feierlich überreicht. In seinem Kurzvortrag anlässlich der Preisverleihung betonte Christophe Schoetter: „Dem tradierten Bild des defensiven Partikularisten, muss das Bild eines aggressiven und expansionistischen Ptolemaios entgegengesetzt werden – eines Ptolemaios, der mit einer gezielten und wohlüberlegten maritimen Strategie in die Fußstapfen Alexanders treten wollte.“

„Mit unserem neu geschaffenen Preis wollen wir mehr Forschung zu maritimen Prozessen und Dynamiken anregen und junge Forscherinnen und Forscher hierzu motivieren“, so Lions-Präsident Dr. Andreas Trenkamp. „Man sieht aktuell wieder an der Straße von Hormus, welche entscheidende Bedeutung maritime Konstellationen für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft haben.“ Gerade historische Perspektiven langer Dauer wie in der Arbeit von Christophe Schoetter würden zu einem besseren Verständnis dieser Zusammenhänge beitragen.

Kontakt

Prof. Dr. Christoph Schäfer
Mail: schaefch@uni-trier.de
Tel. +49 651 201-2437

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