Pressemitteilung —
Ein Ort für alle | Kinderuni Vechta 2026 macht Wissenschaft für Kinder und Jugendliche frühzeitig erlebbar
Ob es ums Sehen bei Menschen und Tieren geht, darum, wie Körper und Geist im Rhythmus zusammenwirken, was 3D-Druck mit echten Ideen verbindet oder wie Sport fit und geschickt macht: Bei der restlos ausgebuchten Kinderuni Vechta haben Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis zwölf Jahren die Seminarräume der Universität Vechta erobert.
Von Ende August bis Mitte September verwandelte sich der Campus in ein Forschungslabor für den Nachwuchs. In interaktiven Workshops führten Lehrende die Teilnehmenden an Zukunftsfragen heran. Statt trockener Theorie standen eigene Experimente und Mitmach-Aktionen auf dem Programm: Im MINT-Bereich (Biologie, Chemie, Physik) erforschten die Kinder und Jugendlichen das Sehen von Mensch und Tier, zauberten Geheimschriften im Labor und testeten Lichtbrechungen mit Lasern. Die Pädagogische Psychologie zeigte durch Tanz, wie Synchronität, Rhythmus und Bewegung ein Gemeinschaftsgefühl schaffen und Freundschaften stärken können. In einem weiteren Workshop des Fachs erforschten die Kinder und Jugendlichen durch Spiele und Geschichten, wie Vorurteile entstehen und warum wir Menschen oft in „Schubladen“ stecken.
Ihre Superkräfte Schnelligkeit, Ausdauer, Kraft, Koordination und Beweglichkeit testeten die Teilnehmenden in der Sportwissenschaft,und wie sich ihre Gedanken durch 3D-Druck manifestieren können, bewies das Medienkompetenzzentrum Vechta. Rätsel zu lösen galt es in der Mathematik: Die Kinder und Jugendlichen gingen der Logik von unendlichen Mustern auf die Spur und lernten, wie man mathematische Vorhersagen trifft.
In der Universitätsbibliothek (UB) wurden die Teilnehmenden selbst zu Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern: Sie folgten der Lebensgeschichte des in Vechta geborenen Schriftstellers Rolf Dieter Brinkmann und hielten am Ende selbst eine kleine wissenschaftliche Konferenz zu ihren Ergebnissen.
„Nicht nur die Kinder und Jugendlichen können durch das Angebot profitieren“, unterstreicht Dr. Karolin Bubke, Leiterin der UB. „Wenn beispielsweise die Universitätsbibliothek an der Kinderuni teilnimmt, öffnen wir ganz gezielt den Raum für weitere Gruppen. Was wir mit der Umgestaltung der UB angestoßen haben, fasst bereits jetzt Fuß – das freut uns alle riesig.“ „Die Begeisterung der Kinder zeigt, wie wichtig es ist, Wissenschaft frühzeitig erlebbar zu machen“, resümiert Katharina Genn-Blümlein. „Wir möchten Neugier fördern und zeigen, dass die Universität Vechta ein Ort für alle ist“, so die Leiterin des Teams Marketing und Kommunikation.
Die Universität Vechta zieht damit eine positive Bilanz der Veranstaltungsreihe, die die Verbindung zwischen Campus und Region nachhaltig stärkt. Der Workshop der Katholischen Theologie musste aufgrund des Wetters leider verschoben werden. Doch die Pflanzenwelt biblischer Erzählungen freut sich schon jetzt: Die Teilnehmenden werden bei einem Ersatztermin noch einen eigenen kleinen Garten anlegen.
Weitere Impressionen aus den Workshops stehen unter www.uni-vechta.de/kinderuni zur Verfügung.