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Pressemitteilung -

Europäischer Austausch, europäische Werte: Norwegen, Belgien und Finnland in Vechta

Studierende und Dozierende von drei Partnerhochschulen der Universität Vechta waren Ende April zu Besuch in Vechta. Anlass war ein Erasmus+-gefördertes Blended Intensive Programme im Bereich Soziale Dienstleistungen mit der Thomas More Hochschule (Belgien), der Universität Stavanger (Norwegen) sowie der Hochschule VAMK (Finnland). Verglichen wurden dabei die vier Systeme der Kinder- und Jugendhilfe sowie Methoden der Sozialen Arbeit. Eine Gemeinsamkeit sind Werte der Sozialen Arbeit wie Menschenrechte und Soziale Gerechtigkeit, die länderübergreifend eine Orientierung bieten.

Die Studierenden besuchten Einrichtungen in Vechta, um internationale „Best Practice“-Erfahrungen zu machen: Im Johannesstift Vechta konnten sie dabei das deutsche Fremdunterbringungssystem reflektieren und im Mutter-Kind-Haus der JVA für Frauen in Vechta setzten sie sich mit der optimalen Förderung der Mutter-Kind-Beziehung in Haftverhältnissen auseinander. Workshops vermittelten darüber hinaus Einsichten und Praxiserfahrungen zu deutschen Ansätzen bei der Arbeit mit Familien. Professor Dr. Oliver Schöndube (Musik) referierte zu seiner Musiktherapie in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Traugott Haas und Svenja Wetzenstein (Designpädagogik) ließen die Studierenden kreative biografische Ansätze für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen erfahren. Auch außereuropäische Konzepte kamen während der internationalen Veranstaltung zur Geltung. So stellte beispielsweise Jurgen Basstanie (Thomas More Hochschule, Belgien) die Tree of Life-Methode aus Simbabwe vor.

Das Konzept des BIP überzeugte die teilnehmenden Studierenden. Jonas Haveneers (Thomas More, Belgien, BA Soziale Arbeit): „Die Woche war sehr wertvoll für mich. Sie hat meinen fachlichen Horizont erweitert und dies wird bei mir zu einem neuen Praxisblick führen. Ich werde jetzt sensibler, was Lebenswelt sowie kulturelle und religiöse Vielfalt betrifft.“ Seine Kommilitonin Malou Derycker (Thomas More, Belgien, BA Heilpädagogik) fand die vergleichenden Aspekte der Woche interessant: „Es war spannend, verschiedene Werte und Normen zu vergleichen.“ Jarmo Toivonen (VAMK, Finnland, BA Soziale Arbeit): „Die Teilnahme an einem Blended Intensive Programme ermöglicht es, Kulturen kennenzulernen, und dabei lernt man etwas über sich selbst. Die Erfahrungen haben meine Augen geöffnet, und jetzt bin ich aufgeschlossener.“ Melissa Obbers (Thomas More, Belgien, BA Heilpädagogik) fasste die Woche so zusammen: „Studierende und Dozierende sind zusammengekommen, um ihr Wissen und fachliche Vorstellungen auszutauschen, damit eine bessere Zukunft für Adressat*innen in den vier Ländern geschaffen werden können.“

Die fachliche Koordination des BIPs lag bei Magnus Frampton (Soziale Dienstleistungen, Universität Vechta), der Wert darauf legt, dass so viele Studierende wie möglich an solchen europäischen Austauschformaten teilnehmen. Aktuell ist ein weiteres Blended Intensive Programme in Schweden ausgeschrieben: https://www.uni-vechta.de/international-office/aktuelles-veranstaltungen/aktuelles/details/ausschreibung-erasmus-bip-malmoe








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