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Bei der Urkundenübergabe: Vizepräsidentin Dr.in Marion Rieken, Uwe Krautwurst, und Andreas Försterman, Vorsitzender des Personalrats an der Universität Vechta.
Bei der Urkundenübergabe: Vizepräsidentin Dr.in Marion Rieken, Uwe Krautwurst, und Andreas Försterman, Vorsitzender des Personalrats an der Universität Vechta.

Pressemitteilung -

„Ich liebe Bücher!“ | Uwe Krautwurst begeht 40-Jähriges Dienstjubiläum

„Ich hätte nichts Besseres machen können!“, ist sich Uwe Krautwurst in Bezug auf sein Arbeitsleben an der Universität Vechta sicher. Nun konnte der Mitarbeiter der Universitätsbibliothek Vechta sein 40-jähriges Jubiläum im öffentlichen Dienst begehen und dabei auf sein Leben als Zeitsoldat in der Bundeswehr, die Umschulung zum Bibliotheksassistenten, gelungene Digitalisierung im Beruf, einen vielleicht verpassten Schritt und auf viele tolle Momente mit Kolleginnen und Kollegen zurückschauen.

Nach der Schule, habe er eine kaufmännische Ausbildung im Einzelhandel abgeschlossen, erzählt der 60-Jährige; das Handwerk mit Gartengeräten wie Rasenmähern und Elektrowerkzeugen stand damals im Fokus. „Anschließend war ich von 1984 bis 1993 bei der Bundeswehr; zuerst als Wehrpflichtiger, dann als Zeitsoldat“, führt Krautwurst aus. Sein Weg führte ihn hier bis zum Dienstgrad Oberfeldwebel. Darüber hinaus wurde er zum Flakmechaniker und Flakfeldwebel-Meister ausgebildet und während des ersten Golfkriegs im Hafen von Nordenham als Offizier vom Wachdienst der amerikanischen und britischen Truppenverlegungen stationiert. „24/7 Dienst und für 60 Soldaten Verantwortung zu haben, das vermisse ich auf gar keinen Fall“, führt Krautwurst aus. Auch das Waffensystem, der Flugabwehrkanone 20mm-Zwilling, an welchem er ausgebildet war, wurde durch modernere Technik ersetzt, sodass er hätte umschulen müssen. Und so begrüßte er die mit der Wiedervereinigung verbundene Reduzierung der Streitkräfte und die damit einhergehende außermilitärischen Berufsfindung.

„Wir hatten damals die Möglichkeit in unterschiedlichen Jobs Praktika zu absolvieren“, erinnert sich der 60-Jährige. Bankwesen habe er ausprobiert, aber dies sei nichts für ihn gewesen. Im April 1993 ging er dann ein Praktikum in Vechta an. Froh, eine Stelle in der Hochschulbibliothek bekommen zu haben – „Damals kamen mehrere Dutzend Bewerbende auf eine Stelle, was sich heute umgekehrt hat“ – begeisterte er sich für das Berufsfeld. „Ausbildung zum Bibliotheksassistenten und zum Bibliothekstechniker an der Universitätsbibliothek Osnabrück und an der Niedersächsischen Bibliotheksschule in Hannover“, fasst es Krautwurst zusammen, „seit dem 01.01.1996 als Bibliotheksbeamter an unserer Bibliothek tätig. Damals konnte ich mich entscheiden, ob ich den mittleren Dienst mit sicherer Anstellung in Vechta oder den Weg in den gehobenen Dienst einschlagen wollte.“ Auch wenn er sich heute fragt, welche Möglichkeiten er mit Letztgenannten gehabt hätte, entschied er sich mit Kindern und Haus für den sichern Weg. „Ich hätte nichts besser machen können“, sagt Krautwurst. So war er die ersten Jahre zuständig für die Katalogisierung neu angeschaffter Medien. Computer fanden dabei Einsatz. Die benötigten Karteikarten wurden eingegeben, somit nach Göttingen übermittelt, dort ausgedruckt und wiederum nach Vechta zur Katalogisierung geschickt. Später wechselte er in die Benutzungsabteilung, vor allem in der Fernleihe. „Hier wird benötigte und in unserer Bibliothek nicht vorhandene Literatur aus anderen Bibliotheken im In- und Ausland beschafft“, erklärt Krautwurst, „außerdem versenden wir über die Staats- und Universitätsbibliothek in Göttingen an andere Verbundstandorte benötigte Werke“. Was in den 90er-Jahren noch mit einem Lieferschein bestellt und eventuell Wochen gedauert hatte, funktioniert heute in Stunden via Scan oder auch direkten Postversand. „Je schwieriger ein Bestellauftrag, umso mehr Spaß macht es, diesen erfolgreich zu bearbeiten. Dort kann man das über Jahrzehnte Gelernte einfließen lassen“, sagt Krautwurst. Die Fernleihe mache ihm darüber hinaus Spaß, da er hier mehr Kontakt zu Menschen habe, als in der Katalogisierung. Sehr berührt habe ihn die Coronazeit, in welcher die Bibliothek zum Lockdown leer geblieben ist. Schließlich sei dies nicht nur ein Ort zum Bücherausleihen, sondern auch zum Lernen und der Begegnung. Auf die noch restlichen Monate bis zum Ruhestand Mitte 2026 zusammen mit dem sehr kollegialen Team der Bibliothek und den Austausch mit den anderen Abteilungen freue er sich. Doch dann plant er mit seiner Frau „in den kalten Monaten im Süden einen längeren Urlaub zu machen“. Sie wird wahrscheinlich einen E-Book-Reader dabeihaben. „Ich liebe Bücher!“, sagt Krautwurst und überlegt schon jetzt, welche Titel er einpacken wird.

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