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Professorin Dr.in Walburga Hoff
Professorin Dr.in Walburga Hoff

Pressemitteilung -

Neue Professorin für „Soziale Arbeit und Ethik“

Dr.in Walburga Hoff hat den Ruf auf die Professur „Soziale Arbeit und Ethik“ an der Universität Vechta  zum Sommersemester 2021 angenommen. Bei der wiederbesetzten Stelle handelt es sich um eine von der Katholischen Kirche finanzierten Stiftungsprofessur, die auf die 2005 zwischen der Kirche, der Universität und dem Land Niedersachsen vertraglich geregelte Überleitung der früheren Katholischen Fachhochschule in die Universität zurückgeht. Dr.in Walburga Hoff forscht und lehrt zu einem Wissensbereich, der sich an der Schnittstelle zwischen Sozialer Arbeit, Philosophie und Theologie befindet. Denn als praktischer Philosophie obliegt Ethik in der Sozialen Arbeit die Aufgabe, die professionelle Handlungspraxis, das theoretische Erklärungswissen sowie die gesellschaftlichen Entwicklungen im Hinblick auf Gerechtigkeit und gutes Lebens zu reflektieren.

„Im Vordergrund meiner Lehre und Forschung steht das Ethische, wie es sich in der Wirklichkeit konkreter Lebenswelten in der Sozialen Arbeit und in der gesellschaftlichen Praxis zeigt,“ erklärt Dr.in Walburga Hoff. Dementsprechend konzentrieren sich ihre Forschungsarbeiten darauf, die ethische Tiefenstruktur sozialpädagogischen bzw. sozialarbeiterischen Denkens und Handelns als einer fallbezogenen Praxis zum Sprechen zu bringen. Ein weiterer Schwerpunkt widmet sich der Frage nach der Bedeutung des religiösen Faktors für die Integration religiös und kulturell pluralistischer Gesellschaften und für die professionelle Praxis Sozialer Arbeit.

„Es ist mir ein besonderes Anliegen, eine christlich fundierte Sozialethik mit dem Bereich der Sozialen Arbeit zu verknüpfen“ bemerkt Dr.in Walburga Hoff. „Zudem richtet sich mein Interesse auf den interdisziplinären Dialog mit den anderen Fachdisziplinen. Und nicht zuletzt freue ich mich auf die Zusammenarbeit mit den Studierenden, den neuen Kolleg*innen und auf die Kooperation mit den Einrichtungen der Sozialen Arbeit sowie mit den Vertreter*innen der christlichen Kirchen in der Region.“

Beruflicher und wissenschaftlicher Werdegang

  • 1977-1983 Studium der Philosophie und Theologie im Diplomstudiengang Katholische Theologie an der Theologischen Fakultät Trier
  • 1983-1991 Gemeindereferentin im Bistum Trier
  • 1991-1992 Studium der Sozialpädagogik an der Fachhochschule Koblenz
  • 1992-1996 Studium der Diplompädagogik an der Universität Koblenz-Landau, Abt. Koblenz
  • 1996-2002 Dozentin für Gerontologie
  • 1998-2002 Wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Forschungsprojekt: „Schulleiterinne an Gymnasien“ am Fachbereich Erziehungswissenschaft an der Universität Koblenz-Landau, Abt. Koblenz
  • 2002-2006 Hochschulassistentin am Institut für Pädagogik am Fachbereich Erziehungswissenschaft der Universität Halle-Wittenberg; Arbeitsbereich: Historische Erziehungswissenschaft und Gender Studies
  • 2004 Promotion (Dr. disc. pol.) an der Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Georgs-August-Universität Göttingen
  • 2006-2009 Professorin für Sozialwissenschaften an der Kath. Stiftungsfachhochschule München, Abt. Benediktbeuern
  • 2009-2012 Professorin für Theorien, Methoden und Forschung der Sozialen Arbeit an der Fachhochschule Erfurt
  • 2012-2021 Professorin für Theorien und Konzepte der Sozialen Arbeit an der Kath. Hochschule NRW, Abt. Münster
  • 2015-2019 Psychoanalytisch und gruppendynamisch orientierte Ausbildung zur Supervisorin am Fortbildungsinstitut für Supervision (FIS) in Wiesbaden (von der Deutschen Gesellschaft für Supervision zertifiziert)
  • Seit 2016 nebenamtliche Tätigkeit als Supervisorin in eigener Praxis
  • Seit 2018 Ausbildung zur Gruppenanalytikerin am Institut für therapeutische und angewandte Gruppenanalyse in Münster

Themenschwerpunkte

Professionalisierung und Professionalität Sozialer Arbeit, Geschichte Sozialer Arbeit, Historische Frauen- und Geschlechterforschung, Religiosität und Habitusentwicklung, Biografieforschung, Rekonstruktive Sozialforschung

Tags

Regions


Zukunftsfragen der Gesellschaft stehen als Transformationsprozesse in ländlichen Räumen im Mittelpunkt des wissenschaftlichen Diskurses. Durch die engmaschige Verbindung von Forschung, Lehre und Transfer und die gezielte Profilierung in den Bereichen Lehrer*innenbildung, Soziale Dienstleistungen, Agrar und Ernährung sowie Kulturwissenschaften befähigt die Universität Vechta künftige Generationen, komplexe Herausforderungen in ländlichen Räumen einer globalisierten Welt zu bewältigen.

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