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Regionale Produkte aus dem Fichtelgebirge mit Potential für Gemeinschaftsverpflegung
Regionale Produkte aus dem Fichtelgebirge mit Potential für Gemeinschaftsverpflegung

Pressemitteilung -

Regionale Produkte in der Gemeinschaftsverpflegung | Studierende untersuchen Potentiale der Lebensmittelversorgung

Von Selbitz bis nach Mehlmeisel – Studierende des Studienganges „Transformationsmanagement in ländlichen Räumen“ der Universität Vechta sind in das Fichtelgebirge gereist, um Gespräche mit Landwirten, regionalen Produzenten und Genusshandwerkern sowie Verantwortlichen aus der Ernährungsbranche zu führen. Im Rahmen ihrer Projektarbeit haben sie die Potentiale der regionalen Lebensmittelversorgung im Fichtelgebirge analysiert und aufgezeigt. Im Fokus stand dabei die Gemeinschaftsverpflegung, also die regelmäßige Verpflegung von Menschengruppen in Betrieben, Gesundheits- und Pflegeinstitutionen sowie Bildungseinrichtungen.

Wie kann man die Herausforderung von regionaler und nachhaltige Lebensmittelproduktion gemeinsam vor Ort meistern? Dieser Frage ging Kathrin Reichel, Bäuerin aus Grub nach und hatte an eine Befragung gedacht. Durch Recherchen in wissenschaftlichen und sozialen Netzwerken ist sie auf den Studiengang „Transformationsmanagement in ländlichen Räumen“ und apl. Prof. Dr. Born (Uni Vechta/VISTRA) aufmerksam geworden, der sich von der Projektidee begeistert zeigte.

Gut gerüstet mit einem entsprechenden Fragebogen interviewten Studierende des Studiengangs „Transformationsmanagement in ländlichen Räumen“ gemeinsam mit apl. Prof. Dr. Karl Martin Born drei Tage lang zahlreiche Interessenten in der Region. „Für die Studierenden ist es im Rahmen ihres Studiengangs ein wichtiger Prozess, mit den Akteuren vor Ort zu sprechen“, erklärt Born.

Die Ergebnisse fließen als erste Marktanalyse in das umfangreiche Projekt „Regionale Lebensmittelversorgung im Fichtelgebirge“ des Diakonievereins Wunsiedel e.V. ein. „Landwirte, Produzenten der Region und Verbraucher miteinander zu vernetzen, wird das Ziel unserer neuen Online-Plattform sein, welche regionale Erzeugnisse bündelt, präsentiert und darüber hinaus verkauft“, beschreibt Sabine Reichel-Fröhlich, Projektleiterin „Regionale Lebensmittelversorgung Fichtelgebirge“: „Im ersten Schritt wollen wir Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung und die Gastronomiebetriebe mit regionalen Produkten gewinnen. Gerade in den Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung gibt es großes Potential, regionales Obst und Gemüse, Milchprodukte oder Nudeln auch in Bioqualität einzusetzen. Denn auch hier macht der wachsende Trend nach Bioprodukten keinen Halt. Allerdings gilt es noch an vielen Stellschrauben zu drehen: so sind in Großküchen meist ein höherer Verarbeitungsgrad und deutlich größere Abnahmemengen von Bedeutung“.

„Sicherlich ist es ein längerer Prozess diesen Bedarf aus der Region decken zu können, denn diese Strukturen und Wertschöpfungsketten werden nicht von heute auf morgen aufgebaut, sondern müssen sich entwickeln“, erklärt Lisa Hertel, Öko-Modellregion Fichtelgebirge. „Eine erhöhte Nachfrage von Seiten der Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung kann eine solche Entwicklung definitiv anstoßen und bietet landwirtschaftlichen Betrieben und Verarbeitern aus der Region eine Perspektive. Vorteile haben alle Seiten: Planungssicherheiten, Qualität, Frische und Flexibilität“.

Bei der Kontaktsuche zu den Landwirten und Produzenten unterstützte Thomas Lippert, Geschäftsführer vom Bayerischen Bauernverband Wunsiedel, die Studierenden. „Unser Ziel ist es für Landwirte entweder eine gesicherte Abnahme ihrer Produkte oder einen zukunftsfähigen Betriebszweig aufzubauen“, erklärt er.

„Sehr positiv überrascht bin ich von dem Enthusiasmus, wie die Interviewpartner dem Thema Regionalität und Qualität von Nahrungsmitteln gegenüberstehen“, so Professor Born über die ersten Ergebnisse. Er ist sich sicher: „Regionale Produkte leben von regionaler Identität und regionale Identität ist im Fichtelgebirge vorhanden“.

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Zukunftsfragen der Gesellschaft stehen als Transformationsprozesse in ländlichen Räumen im Mittelpunkt des wissenschaftlichen Diskurses. Durch die engmaschige Verbindung von Forschung, Lehre und Transfer und die gezielte Profilierung in den Bereichen Lehrer*innenbildung, Soziale Dienstleistungen, Agrar und Ernährung sowie Kulturwissenschaften befähigt die Universität Vechta künftige Generationen, komplexe Herausforderungen in ländlichen Räumen einer globalisierten Welt zu bewältigen.

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