Direkt zum Inhalt springen
Unter anderem Laura Bischoff (l.), Nils Freye und Carolin Block gehören zu den ausgezeichneten Studierenden.
Unter anderem Laura Bischoff (l.), Nils Freye und Carolin Block gehören zu den ausgezeichneten Studierenden.

Pressemitteilung -

Universität Vechta vergibt Stipendien des Landes Niedersachsen - 56 Studierende ausgezeichnet

Gute Noten, soziale Kriterien und gesellschaftliches Engagement von Studierenden berücksichtigt die Förderung – das Land Niedersachsen hatte der Universität Vechta für das zurückliegende Jahr Finanzmittel für 56 Landesstipendien in Höhe von jeweils 500 Euro zur Verfügung gestellt.

Die Arbeit der Auswahlkommission unter der Leitung von Prof. Dr. Kim-Patrick Sabla-Dimitrov konnte noch Ende vergangenen Jahres abgeschlossen werden. „Die Fülle und die Qualität der eingegangenen Bewerbungen hat uns erneut sehr beeindruckt“, sagt der Vizepräsident für Lehre und Studium. Da in diesem Frühjahr auf die feierliche Urkundenübergabe pandemiebedingt leider verzichtet werden musste, freut er sich, dass die öffentliche Würdigung der Stipendiatinnen und Stipendiaten nun hoffentlich im Herbst bei der Eröffnung des akademischen Jahres nachgeholt werden kann. Zu diesen gehören beispielsweise Nils Freye, Laura Bischoff und Carolin Block. Sie erhielten die Einmalzahlung und die entsprechende Urkunde. „Ihr Beispiel zeigt die vielfältigen Möglichkeiten, sich hier in der Region und darüber hinaus mit kreativen Ideen einzubringen, anderen Menschen zu helfen oder ihnen neue Erfahrungen zu ermöglichen“, sagt Gerold Memmen, Koordinator des Stipendienprogramms.

Nils Freye studiert Soziale Arbeit und schreibt gerade seine Masterarbeit. Vor der Pandemie engagierte er sich neben der politischen Bildungsarbeit bei kreativen Aktionen (Graffitikunst) sowie als Veranstalter alternativer Musikevents. Nun fließt seine ehrenamtliche Arbeit vor allem in das Projekt „Lebendige Schule e.V.“ „Wir gründen eine freie Alternativschule in Vechta und gehen, wenn alles klappt, dieses Jahr noch an den Start.“ Dafür würden die Mitglieder derzeit nach Lehrkräften suchen. „Das Landesstipendium gibt mir etwas Raum, um eine Form der Gelassenheit in gewisse Projekte hineinzulassen. Auch schwingt hier die offizielle Anerkennung als positives Element mit“, sagt Nils Freye. Solch direkte, äußere Anerkennung bekomme man in projektorientierten und freiwilligen Tätigkeiten nicht immer. Für sein Ehrenamt sei ihm wichtig, dass er seine Interessensgebiete mit öffentlichem Engagement, sozialem Miteinander und seinen gesellschaftspolitischen Vorstellungen verbinden kann.

Die Möglichkeit eines positiven Einflusses auf die Entwicklung der Region sieht auch Laura Bischoff in ihrem Engagement. „Seit Beginn der Corona-Pandemie bin ich als Einkaufshilfe für Risikopersonen tätig“, sagt die Bachelorstudierende der Fächer Erziehungs- und Sozialwissenschaften. Je nach Bedarf seien hier mehrmalige Einkäufe oder anderweitige Besorgungen pro Woche notwendig. „Zudem bin ich seit eineinhalb Jahren aktives Mitglied der studentischen Initiative ,gemueserausch‘ an der Universität Vechta. Deren Ziel sei es, regionale und biologisch erzeugte Lebensmittel für Studierende zugänglicher zu machen. „Das gelingt uns unter anderem über eine Kooperation mit dem Arche Wilhelminenhof aus Bakum. Dabei haben wir ein Depot zur Verteilung von Lebensmitteln aus der solidarischen Landwirtschaft für alle Angehörigen der Uni organisiert.“ Im Herbst 2020 habe sie zudem die studentische Initiative „ruhepunkt“ gegründet. „Diese hat sich zum Ziel gesetzt, Angebote im Bereich Mediation und Achtsamkeit für Studierende anzubieten.“ „Das Landesstipendium ermöglicht mir, mich meinen weiteren Ideen in Hinblick auf soziale Projekte zu widmen und mich entsprechend auch weiterhin zu engagieren.“

Dass das ehrenamtliche Engagement durch das Landesstipendium gewürdigt wird, hebt Carolin Block hervor. Erst durch solche Auszeichnungen werde ersichtlich, was Studierende der Universität Vechta über ihr Studium hinaus leisten. Sie selbst ist neben der Lokalpolitik stark hochschulpolitisch engagiert. Die Lehramtsstudentin der Fächer Deutsch und Geschichte ist im Fakultätsrat der Fakultät für Geistes- und Naturwissenschaften sowie in der Zentralen Studienkommission aktiv, nimmt an der Arbeitsgemeinschaft zur Lehrveranstaltungsbewertung sowie der Kommission für Forschung und Nachwuchsförderung teil und steht im regelmäßigen Austausch mit dem Dekanat der Fakultät. Sie engagiere sich in den Gremien, weil sie die Kommunikation zwischen einzelnen Mitgliedergruppen der Uni unterstützen möchte und um „Sorgen und Nöten der Studierenden weiteres Gehör zu schenken“. Auch deshalb habe sie im April begonnen, ehrenamtlich im Team der Zentralen Studienberatung zu arbeiten. Über die Gremienarbeit hinaus habe sie vor Corona im „Kleinen Kaufhaus“ in Vechta ausgeholfen. Sie hoffe sehr, dass sie „das tolle Team nach der Pandemie noch weiter unterstützen kann“. Das Landesstipendium würde dabei helfen.

Tags

Regions


Zukunftsfragen der Gesellschaft stehen als Transformationsprozesse in ländlichen Räumen im Mittelpunkt des wissenschaftlichen Diskurses. Durch die engmaschige Verbindung von Forschung, Lehre und Transfer und die gezielte Profilierung in den Bereichen Lehrer*innenbildung, Soziale Dienstleistungen, Agrar und Ernährung sowie Kulturwissenschaften befähigt die Universität Vechta künftige Generationen, komplexe Herausforderungen in ländlichen Räumen einer globalisierten Welt zu bewältigen.

Pressekontakte

Friedrich Schmidt

Friedrich Schmidt

Pressekontakt Presse- und Öffentlichkeitsarbeit +49 4441 15577
Katharina Genn-Blümlein

Katharina Genn-Blümlein

Pressekontakt Leitung Marketing & Kommunikation +49. (0) 4441.15 488
Timo Fuchs

Timo Fuchs

Pressekontakt Wissenschaftskommunikation
Philip Kreimer

Philip Kreimer

Pressekontakt Social-Media +49. (0) 4441.15 279

Zugehöriger Content