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Klimawandel ist auch ein persönliches Phänomen, das jeder auf eigene Weise erlebt. © AdobeStock_366551483
Klimawandel ist auch ein persönliches Phänomen, das jeder auf eigene Weise erlebt. © AdobeStock_366551483

Pressemitteilung -

Wie erleben Sie den Klimawandel? | Universität Vechta sammelt persönliche Erfahrungen in Niedersachsen

Der Klimawandel ist längst sichtbar für uns in der Natur: In Niedersachsen leiden etwa der Harz oder das UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer unter seinen Auswirkungen. Aber auch die vom Menschen gestalteten Kulturlandschaften in Städten und ländlichen Räumen, unsere Wirtschaft und letztlich alle anderen Bereiche unserer Gesellschaft sind immer stärker betroffen.

Im Moment klafft allerdings eine Lücke zwischen dieser allgemeinen Wahrnehmung unserer Umwelt und der Tatsache, dass die meisten Menschen den Klimawandel auch auf persönliche, individuelle Weise in ihrem Alltag erleben. Dieses persönliche Erleben will nun ein Projekt der Universität Vechta stärker sichtbar machen.

Denn für die Menschen stehen individuelle Lebensstile auf dem Prüfstand, vom Essen über das Arbeiten bis zum Reisen. Genauso durchlaufen unsere Beziehungen zur Natur einen Wandel. Moore etwa erscheinen nicht mehr als ungenutztes, unwirtliches Land, sondern als möglicher Partner im Kampf gegen den Klimawandel. Auch bei den Wäldern genau wie bei den Bäumen in den Städten stellt sich immer mehr die Frage, wie wir mit Ihnen eine neue Verbindung eingehen können.

Um diese Lücke zwischen allgemeiner und persönlicher Betrachtung zu schließen, ist es wichtig, dass wir als Gesellschaft aufmerksamer für persönliche Erfahrungen des Klimawandels werden. Um diese Erfahrungen in unseren Debatten angemessen zu repräsentieren, brauchen wir neue Geschichten vom Klimawandel – Geschichten, in denen die Lebenswirklichkeiten und die Ideen von Menschen Gehör finden.

Das Forschungsprojekt Naturkulturelle Transformation in Niedersachsen. Gesellschaftliche Narrative und Bürger:innengeschichten im Dialog (NaTaN) sammelt deshalb individuelle und lokale Erfahrungen von Klimaveränderungen in Niedersachsen. Die Forschung stützt sich dabei auf zwei Säulen. Zum einen geht es in der Analyse von Klimageschichten in lokalen Zeitungen, Fernsehsendungen und Umweltdokumentarfilmen darum, welche Veränderungen in Niedersachsen eine besondere Rolle spielen und die Menschen bewegen.

Die zweite Säule bezieht Bürger*innen Niedersachsens direkt mit ein. NaTaN lädt in zwei Workshops Bürger*innen aus Niedersachsen dazu ein, ihre eigenen Geschichten vom Wandel und ihrem Verhältnis zur Umwelt zu erzählen. Unter professioneller Anleitung entstehen gemeinsam mit den Kooperationspartnern, dem Landesmuseum für Natur und Mensch Oldenburg und dem Wattenmeer Besucherzentrum Wilhelmshaven Geschichten, Fotografien, Audiobotschaften oder kleine Filme, die (bei Zustimmung) in einer Ausstellung und online gezeigt werden. Als erstes Projekt dieser Art bringt NaTaN so den Ansatz der citizen humanities nach Niedersachsen.

Ein Ziel dieses Ansatzes ist es, neben den Erzählungen von Storytelling-Profis wie Journalist*innen, Wissenschaftler*innen oder Künstler*innen auch die Geschichten von anderen Bürger*innen in der öffentlichen Debatte sichtbar zu machen.

NaTaN wird vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur als Zukunftsdiskurs-Projekt gefördert. Es startet im Juni 2024 und läuft bis Mai 2025. Durchgeführt wird das Projekt unter Leitung von Prof. Dr. Gabriele Dürbeck und Dr. Simon Probst sowie unter Mitarbeit von Dr. des. Katharina Farys an der Universität Vechta.

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Friedrich Schmidt

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