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Sechs Wochen Zeit für ein Signal an die Politik: Mindestens 30.000 Mitzeichnungen sind nötig, damit das Anliegen öffentlich im Petitionsausschuss beraten wird. Grafik: mkk

Pressemitteilung -

Gesundheit gehört ins Grundgesetz: Bundestags-Petition startet jetzt!

Ab sofort kann die Petition „Gesundheit gehört ins Grundgesetz“ online mitgezeichnet werden. Die Initiatoren Andrea Galle und Prof. Dr. Ingo Froböse wollen erreichen, dass sich der Deutsche Bundestag öffentlich mit einer stärkeren verfassungsrechtlichen Verankerung von Gesundheit, Prävention und Gesundheitsförderung befasst. Dafür müssen innerhalb von sechs Wochen mindestens 30.000 Mitzeichnungen zusammenkommen. Zu den ersten Unterzeichnerinnen und Unterzeichnern gehören Dr. med. Johannes Wimmer, Prof. Dr. med. Mandy Mangler und Prof. Dr. Dennis Ostwald.

Hier geht's zur Petition!

Berlin, 26.03.2026 – Seit Jahren wird in Deutschland darüber gestritten, wie die steigenden Kosten des Gesundheitswesens finanziert werden. Nun soll die Debatte an ihren Ursprung zurückkehren. Nicht erst zur Behandlung von Krankheit, sondern zu der Frage, wie Gesundheit wirksam geschützt werden kann. Heute wurde die Petition „Gesundheit gehört ins Grundgesetz“ zur Mitzeichnung freigeschaltet. In den kommenden sechs Wochen müssen mindestens 30.000 Menschen diese Anliegen unterstützen, damit die Petition öffentlich im Petitionsausschuss des Bundestags beraten wird. Initiiert wurde die Petition von Andrea Galle, Vorständin der mkk – meine krankenkasse und dem Sport- und Präventionswissenschaftler Prof. Dr. Ingo Froböse.

Der Moment, in dem aus einer Forderung ein öffentlicher Auftrag wird

Die Forderung ist grundlegend. Gesundheit soll in Deutschland nicht erst dann politisch wichtig werden, wenn Menschen bereits erkrankt sind. Der Schutz der Gesundheit soll ein fest verankerter staatlicher Auftrag werden und früh beginnen. Im Alltag, in Kitas und Schulen, in Betrieben, Kommunen und Wohnquartieren. Eben dort, wo sich entscheidet, ob Menschen gesund bleiben oder krank werden. Das Positionspapier der mkk – meine krankenkasse „Gesundheit gehört ins Grundgesetz“ hatte Ende Februar dafür den Rahmen gesetzt. Nun liegt die Entscheidung, ob die Diskussion weitergeht, bei den Bürgerinnen und Bürgern.

Warum Gesundheit ins Grundgesetz gehört

Bislang enthält das Grundgesetz kein ausdrücklich formuliertes Recht auf Gesundheit; geschützt sind nach Artikel 2, Absatz 2 bislang vor allem Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Petition regt an, den Schutz der körperlichen, geistigen und seelischen Gesundheit ausdrücklich im Grundgesetz zu verankern, um daraus einen klareren staatlichen Auftrag für Aufklärung, Vorbeugung und Krankheitsvermeidung abzuleiten. Die juristische Grundlage der Petition ist das Gutachten „Recht auf Gesundheit“ von Dr. Martin Pagenkopf, ehemaliger Richter am Bundesverwaltungsgericht. Dieses Gutachten hat Dr. Pagenkopf im Januar dieses Jahres im Auftrag der mkk – meine krankenkasse angefertigt.

Die Petenten kritisieren, dass Deutschland bis heute keine wirklich verbindliche Leitlinie hat, um Gesundheit als ressortübergreifende Aufgabe politisch mitzudenken. „Zu oft entsteht ein Flickenteppich aus Zuständigkeiten, Einzelentscheidungen und kurzfristigen Reparaturen. Die Initiative will das ändern“, sagt Andrea Galle. „Gesundheit muss politisch früher, systematischer und verbindlicher berücksichtigt werden.“

Die Bevölkerung ist weiter als die Politik

Dass ihre Forderung nicht am gesellschaftlichen Alltag vorbeigeht, zeigt auch die repräsentative forsa-Umfrage im Auftrag der mkk – meine krankenkasse. Demnach befürworten 61 Prozent der Befragten, den Schutz der Gesundheit im Grundgesetz zu verankern, damit die Politik stärker Verantwortung übernimmt. Zugleich sagt eine Mehrheit, dass Gesetze und staatliche Unterstützung dazu beitragen könnten, dass Menschen in Deutschland gesünder leben. Die Petition greift damit nicht nur eine verfassungsrechtliche Debatte auf. Sie trifft einen Nerv.

„Wir reden in Deutschland seit Jahren vor allem darüber, wie wir Krankheiten finanzieren. Viel zu selten reden wir darüber, wie wir sie verhindern“, betont Andrea Galle. „Die Petition will die Reihenfolge verändern. Gesundheit muss früher beginnen und sie muss politisch verbindlicher werden. Wer sie mitzeichnet, setzt ein Zeichen dafür, dass Prävention kein Randthema ist, sondern eine Aufgabe für den ganzen Staat.“

Andrea Galle, Vorständin der mkk – meine krankenkasse. Foto: mkk - Dietmar Gust

Prof. Dr. Ingo Froböse ergänzt: „Gesundheit entsteht nicht erst im Behandlungszimmer. Sie entsteht dort, wo Menschen leben, lernen, arbeiten und älter werden. Wer Prävention ernst meint, darf sie nicht länger als freiwillige Zusatzleistung behandeln. Wir brauchen Strukturen, die gesundes Leben erleichtern. Genau dafür soll diese Petition den nötigen politischen Druck entfalten.“

Prof. Dr. Ingo Froböse, Präventionswissenschaftler. Foto: Sebastian Bahr


Prominente Erstunterzeichner unterstützen die Initiative

Zu den ersten Unterzeichnern gehören Prof. Dr. med. Mandy Mangler, Dr. med. Johannes Wimmer und Prof. Dr. Dennis Ostwald. Darum machen sie mit:

Dr. med. Johannes Wimmer, Arzt und Gesundheitskommunikator; Gründer aempathy GmbH: „Ich unterschreibe die Petition „Gesundheit gehört ins Grundgesetz", weil Gesundheit kein Bonusprogramm ist, sondern die Grundlage für alles im Leben. Wer morgens ohne Schmerzen aufstehen, arbeiten, Kinder großziehen oder Angehörige pflegen kann, merkt jeden Tag aufs Neue, wie wichtig Gesundheit wirklich ist. Und genau deshalb gehört sie dorthin, wo wir unsere wichtigsten Werte verankern: ins Grundgesetz."

Prof. Dr. med. Mandy Mangler, Chefärztin Gynäkologie & Geburtsmedizin Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum & Vivantes Klinikum Neukölln: „Gesundheit ist eine Grundlage unserer Demokratie, eine gesunde Gesellschaft kann wachsen und zivilisiert eine starke Zukunft entwickeln. Deshalb unterstütze ich die Petition „Gesundheit gehört ins Grundgesetz", damit Prävention, Versorgung und gesundheitliche Chancengleichheit politisch verbindlicher werden. Als Ärztin sehe ich jeden Tag, wie wertvoll Gesundheit ist und dass ein Fokus auf Gesundheit uns die Möglichkeit gibt stark und kompetent eine lebbare Zukunft für uns alle zu entwickeln. Gesundheit ins Grundgesetz bedeutet für mich vor allem, Gesundheitsbewusstsein und Prävention zu stärken, damit wir als Gesellschaft wachsen und uns weiterentwickeln können."

Prof. Dr. Dennis Ostwald, CEO WifOR-Institut: „Deutschland investiert Milliarden in Gesundheitsversorgung, aber ohne verfassungsrechtlichen Rahmen bleibt Gesundheit ein Spielball kurzfristiger Haushaltsentscheidungen. Eine Verankerung im Grundgesetz würde langfristige Investitionen in Prävention und Versorgungsqualität nicht nur legitimieren, sondern einfordern."

Weitere Informationen zu den Erstunterzeichnerinnen und Erstunterzeichnern: www.gesundheitinsgrundgesetz.de.

Aus Prävention soll politische Verbindlichkeit werden

Die Petition versteht sich deshalb nicht als symbolischer Appell, sondern als politischer Auftrag. Sie fordert, Gesundheit in politischen Entscheidungen höher zu gewichten und Prävention, Gesundheitsförderung und gesundheitliche Chancengerechtigkeit verbindlicher mitzudenken. Es geht um bessere Rahmenbedingungen für ein gesundes Leben und um eine Politik, die nicht erst dann reagiert, wenn Schäden bereits eingetreten sind. Genau darin liegt der Kern der Initiative. Gesundheit soll in Deutschland vom Reparaturfall zur Leitidee werden.

Jetzt entscheidet sich, ob das Thema im Bundestag ankommt

Wer die Petition unterstützt, unterschreibt deshalb mehr als einen Text. Er oder sie unterstützt den Gedanken, dass Gesundheit nicht dem Zufall von Herkunft, Bildung, Einkommen oder Wohnort überlassen werden darf. In den kommenden sechs Wochen entscheidet sich, ob aus einer gesundheitspolitischen Forderung ein öffentliches Thema im Deutschen Bundestag wird.

Jetzt zählt jede Unterschrift.

Die Petition 195664 kann ab sofort hier mitgezeichnet werden:
Hier geht's zur Petition!

Die Mitzeichnungsfrist endet am:
07.05.2026

Weitere Informationen zur Prävolution unter: www.meine-krankenkasse.de/praevolution

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Vorschläge für Infokästen zur weiteren redaktionellen Verwendung

1. Infokasten „Worum geht es?“

Worum geht es bei der Petition?
Die Petition fordert, den Schutz der körperlichen, geistigen und seelischen Gesundheit ausdrücklich im Grundgesetz zu verankern. Ziel ist, Prävention und Gesundheitsförderung politisch verbindlicher zu machen.

2. Infokasten „Warum jetzt?“

Warum ist das Thema jetzt relevant?
Deutschland gibt sehr viel Geld für Gesundheit aus, aber nur ein kleiner Teil fließt in Prävention. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts lagen die laufenden Gesundheitsausgaben 2023 bei 491,6 Milliarden Euro. Laut OECD entfielen davon 2023 nur 4,8 Prozent auf Prävention. Das entspricht grob 24 Milliarden Euro. Die Petition will den Fokus deshalb stärker auf Vorbeugung, Gesundheitskompetenz und gesundheitliche Chancengerechtigkeit lenken.

3. Infokasten „Die Frist“

So läuft das Verfahren
Nach Einreichung wird eine Petition beim Deutschen Bundestag geprüft. Wird sie zur öffentlichen Mitzeichnung zugelassen, ist sie für sechs Wochen im E-Petitionsportal freigeschaltet. In dieser Zeit können Bürgerinnen und Bürger das Anliegen unterstützen. Werden mindestens 30.000 Mitzeichnungen erreicht, ist das notwendige Quorum erfüllt. Dann muss sich der Petitionsausschuss in einer öffentlichen Sitzung mit der Petition befassen. Das bedeutet noch keine Gesetzesänderung, erhöht aber die politische Verbindlichkeit und öffentliche Aufmerksamkeit des Anliegens deutlich.

4. Infokasten „Die wichtigsten Argumente“

Drei Gründe für Gesundheit im Grundgesetz
1. Gesundheit ist die soziale Frage unserer Zeit. Ohne Gesundheit gibt es keine echte Teilhabe, keine faire Bildungschance und keine stabile Arbeitsfähigkeit. Nur 56 Prozent der Befragten beschreiben ihren körperlichen Gesundheitszustand als gut oder sehr gut.

2. Prävention braucht mehr als gute Absichten. 61 Prozent wollen, dass der Schutz der Gesundheit im Grundgesetz verankert wird. 57 Prozent trauen Gesetzen und staatlicher Unterstützung spürbare Wirkung zu. Das ist ein klarer Auftrag, Gesundheit politisch verbindlicher zu machen.

3. Ein System, das nur repariert, kommt zu spät. Prävention erreicht viele Menschen noch nicht genug. Nur 10 Prozent nutzten zuletzt einen Gesundheitskurs vor Ort, nur 9 Prozent digitale Präventionsangebote ihrer Krankenkasse. Wer Gesundheit früher schützt, stärkt Menschen früher und entlastet das System später.

5. Infokasten „Erstunterzeichner“

Zu den ersten Unterstützern gehören
Prof. Dr. med Mandy Mangler, Chefärztin Gynäkologie & Geburtsmedizin Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum & Vivantes Klinikum Neukölln

Christian Rach, Koch, Podcaster

Prof. Dr. Dennis Ostwald, CEO WifOR-Institut

Dr. med. Eckart von Hirschhausen, Arzt, Moderator

Dr. med. Johannes Wimmer, Arzt und Gesundheitskommunikator; Gründer aempathy GmbH

Weitere Informationen zu den Erstunterzeichnerinnen und Erstunterzeichnern: www.gesundheitinsgrundgesetz.de

6. Infokasten „Über die Initiative Prävolution“

Über die Initiative Prävolution
Mit der Initiative Prävolution setzt sich die mkk dafür ein, Prävention und Gesundheitsförderung stärker in den Mittelpunkt gesellschaftlicher und politischer Entscheidungen zu rücken. Ziel ist ein Perspektivwechsel hin zu mehr Gesundheitsvorsorge und mehr gesundheitlicher Chancengerechtigkeit.

Weitere Informationen zur Prävolution unter: www.meine-krankenkasse.de/praevolution

Pressekontakt
Sandy Doehler, Leitung Politik und Kommunikation
mkk – meine krankenkasse

Prenzlauer Allee 96, 10409 Berlin
Mobil: 0173 560 53 83
sandy.doehler@meine-krankenkasse.de
www.meine-krankenkasse.de

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Über die mkk – meine krankenkasse

Die mkk – meine krankenkasse begleitet rund 520.000 Kundinnen und Kunden sowie 100.000 Firmenkunden mit maßgeschneiderten Angeboten rund um ihre Gesundheit. Bundesweit engagieren sich rund 1.150 Mitarbeitende an 30 Standorten für eine moderne und persönliche Gesundheitsversorgung. Seit ihrer Errichtung 1993 setzt sich die mkk – meine krankenkasse als gesetzliche Krankenkasse unter der Vorständin Andrea Galle dafür ein, Gesundheitsversorgung zu verbessern und weiterzuentwickeln. Die Förderung von Innovationen und geschlechtsspezifischer Versorgung spielen dabei eine zentrale Rolle. Der Hauptsitz der mkk – meine krankenkasse befindet sich in Berlin.

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