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Blog-Eintrag -

Marktkommentar: 10 Thesen zu den Turbulenzen an den Aktienmärkten

Der anhaltende Iran-Krieg hinterlässt tiefe Spuren an den Börsen weltweit. Dr. Stefan Schüder, CFA, Senior Specialist Economics bei der apoBank, erläutert in zehn Thesen die Turbulenzen an den Aktienmärkten.

  1. Der Iran-Konflikt ist zum zentralen Taktgeber der Finanzmärkte geworden – der Ölpreis bestimmt derzeit das Tempo an den Börsen.
  2. Die Märkte reagieren im Minutentakt auf jede Nachricht aus dem Golf – Entspannung lässt Aktien sofort steigen, neue Risiken drücken sie ebenso schnell.
  3. Energieintensive Branchen stehen massiv unter Druck – Öl- und Förderunternehmen zählen zu den klaren Profiteuren der Krise.
  4. Der breite Marktaufschwung seit Ende 2025 wurde abrupt gestoppt – geopolitische Risiken drängen Anleger wieder zurück in die großen Titel.
  5. Gerade kleinere Unternehmen geraten jetzt ins Hintertreffen – sie können steigende Energie- und Finanzierungskosten kaum weitergeben.
  6. Großkonzerne mit Preissetzungsmacht sind die neuen defensiven Häfen – sie können Kostensteigerungen eher an Kunden weiterreichen.
  7. Die KI-Euphorie ist in den Hintergrund gerückt – steigende Kapitalkosten machen Investitionen in Chips und Rechenzentren deutlich riskanter.
  8. Trotz geopolitischer Spannungen bleiben die fundamentalen Rahmenbedingungen freundlich – die Weltwirtschaft wächst solide, angeführt von einer starken US Konjunktur.
  9. Sobald sich der Konflikt beruhigt, rücken die starken Unternehmensgewinne wieder in den Fokus – besonders aus den Emerging Markets, wo sich das Gewinnwachstum zuletzt deutlich beschleunigt hat.
  10. In diesem Umfeld wird selektives Investieren zur Pflicht – Gewinner sind Unternehmen mit robusten Cashflows, Preissetzungsmacht und geringer Energieabhängigkeit.

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