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Energetische Haussanierung von Grund auf: Mit Wärmepumpe und Stromspeicher im Heizungskeller ging Rudolf Gröschl in Richtung energieautarkes Wohnen.
Energetische Haussanierung von Grund auf: Mit Wärmepumpe und Stromspeicher im Heizungskeller ging Rudolf Gröschl in Richtung energieautarkes Wohnen.

Pressemitteilung -

Energiehelden aus der Oberpfalz ausgezeichnet

Regensburg/Sarching. Von Grund auf energieeffizient: Für die umfangreiche energetische Sanierung eines Zweifamilienhauses hat Rudolf Gröschl aus Sarching jetzt den Bürgerenergiepreis erhalten, den die Bayernwerk Netz GmbH (Bayernwerk) mit Unterstützung der Regierung der Oberpfalz einmal jährlich vergibt. Rudolf Gröschl ist einer von insgesamt drei Preisträgern, die sich die Summe von 10.000 Euro teilen. Weitere Preisträger sind der Freibadförderverein Windischeschenbach (Landkreis Neustadt/Waldnaab) und die Grundschule Schönthal (Landkreis Cham).

Die für Dienstag (27. Oktober) geplante Preisübergabe bei den Eheleuten Gröschl in Sarching wurde abgesagt und ins neue Jahr verschoben. Karl Krapf, Leiter des Kommunalmanagements der Bayernwerk AG (Bayernwerk) und Regierungsvizepräsident Christoph Reichert sind sich einig: „Die hohen Infektionszahlen lassen eine Präsenzveranstaltung im Moment nicht zu.Trotzdem wollen wir unser Ziel, Klimaschutz und Energieeffizienz für jeden Bürger selbstverständlich werden zu lassen, weiter vorantreiben. Deshalb werden wir den Bürgerenergiepreis auch in diesem Jahr vergeben. Wir belohnen damit vorbildliche Projekte und machen gleichzeitig auf sie aufmerksam.“ Christoph Reichert ergänzt: „Die Energiewende ist ein Kraftakt, der nicht von heute auf morgen gelingt. Vor allem bedarf es der breiten Unterstützung der Gesellschaft. Der Bürgerenergiepreis schafft in der Öffentlichkeit ein Bewusstsein dafür, dass jeder Einzelne etwas zum Klimaschutz und zum Gelingen der Energiewende beitragen kann.“ Auch Sarchings 1. Bürgermeister Johann Thiel und Dr. Andre Suck, Klimaschutzmanager des Landkreises Regensburg, freuten sich für die Preisträger und hoffen auf viele Nachahmer.

Energetische Sanierung
Rudolf Gröschl hat ein Zweifamilienhaus umfangreich energetisch saniert und Schritt für Schritt zu einem nahezu energieautarken, CO2-neutralen Gebäude umgerüstet. Die neue Dachisolierung mit Naturdämmstoff, neue Fenster und Außentüren sowie Außenjalousien für die Dachfenster sorgen für optimale Energieeffizienz. Die alte Ölheizung wurde durch eine Grundwasserwärmepumpe mit Pufferspeicher ersetzt. Auf dem Dach produziert eine Photovoltaikanlage eigenen Strom, ein Speicher erhöht den Eigenverbrauchsanteil. Die Familie hat außerdem ein Elektroauto und einen E-Roller angeschafft.Rudolf Gröschl erhält ein Preisgeld von 3.000 Euro.

Kontinuierliche Projektarbeit

Umwelt- und Klimaschutz stehen seit Jahren im Mittelpunkt der Projektarbeit an der Grundschule Schönthal, die das von der Stiftung Umwelterziehung verliehene Prädikat „Umweltschule in Europa“ trägt.Zu Beginn des letzten Schuljahres gab es eine Projektwoche „Klima und Energie“. Schülerinnen und Schüler aller Jahrgänge beteiligten sich an den Müllsammeltagen und dokumentierten im Rahmen einer Langzeit-Beobachtung die Veränderung des Mülls über die Zeit. Die Schüler beschäftigten sich mit der Photovoltaikanlage auf dem Dach des Schulgebäudes und lernten, Energieeinsparpotenziale zu ermitteln. Weitere Aktionen sind geplant. Die Grundschule Schönthal erhält ein Preisgeld von 3.500 Euro.

Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit verbinden

Ein Blockheizkraftwerk (BHKW), das nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung funktioniert, arbeitet hocheffizient und kann eine Menge Kosten einsparen. Für das Freibad in Windischeschenbach hätte die Einsparung nicht in der Relation zu den Kosten gestanden, da es während der Wintermonate geschlossen ist und die Anlage dann stillstehen würde. Der Freibadförderverein hatte die innovative Idee eines mobilen BHKWs, um Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit zu verbinden: Seit 2012 stehen zwei Aggregate auf einem PKW mit speziellen Anschlusskupplungen. Im Sommer steht die mobile Anlage am Freibad, im Winter sorgt es für wohlige Wärme im Rathaus. Der Freibadförderverein erhält ein Preisgeld von 3.500 Euro.

Schon jetzt für die nächste Runde bewerben
Der Bürgerenergiepreis wurde 2013 in Niederbayern erstmals verliehen. Inzwischen werden regelmäßig Preisträger in den Regierungsbezirken Niederbayern, Oberbayern, Unterfranken, Oberfranken und in der Oberpfalz gesucht. Videos der bisherigen Sieger sind im Bayernwerk-Kanal auf YouTube zu finden. Mitmachen können Vereine, Kindergärten, Schulen oder Privatpersonen. Ausgeschlossen sind Projekte von Unternehmen, die sich gewerblich mit Energieeffizienz beschäftigen. Schon jetzt können Bewerbungen für die nächste Runde eingereicht werden. Die Bewerbungsunterlagen und Informationen zum Bürgerenergiepreis sind unter www.bayernwerk.de/buergerenergiepreis zu finden.

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Kurzprofil Bayernwerk Netz GmbH:

Die Bayernwerk Netz GmbH sorgt mit rund 2.700 Mitarbeitern für eine sichere und zuverlässige Energieversorgung von rund sieben Millionen Menschen in den bayerischen Regionen Unter- und Oberfranken, Oberpfalz sowie Nieder- und Oberbayern. Das Unternehmen ist der größte regionale Verteilnetzbetreiber in Bayern: Sein Stromnetz umfasst 156.000 Kilometer, sein Gasnetz 6.000 Kilometer und das Straßenbeleuchtungsnetz 34.600 Kilometer. In seinen Energienetzen verteilt das Unternehmen zu 60 Prozent elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen. Dafür sorgen knapp 300.000 dezentrale Erzeugungsanlagen, die in das Netz des Bayernwerks Ökostrom einspeisen. In Nord- und Ostbayern versorgt das Unternehmen Kunden auch über sein Erdgasnetz. Mit innovativen Lösungen entwickelt das Unternehmen Energiesysteme von morgen und ist an mehr als 20 Standorten im Land präsent.

Sitz der Bayernwerk Netz GmbH ist Regensburg. Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochter der Bayernwerk AG.

Pressekontakte

Michael Bartels

Michael Bartels

Pressekontakt Stellvertretender Pressesprecher Bayernwerk AG Geschäftsfelder, Energielösungen, Lichttechnik +49 941 201 2077

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