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Volltreffer für den Klimaschutz: Karl Krapf vom Bayernwerk (li.) und Regierungsvizepräsident Thomas Engel (re.) überreichen Simon Weber vom FC Haarbrücken den Bürgerenergiepreis Oberfranken 2020.
Volltreffer für den Klimaschutz: Karl Krapf vom Bayernwerk (li.) und Regierungsvizepräsident Thomas Engel (re.) überreichen Simon Weber vom FC Haarbrücken den Bürgerenergiepreis Oberfranken 2020.

Pressemitteilung -

Fußballverein für Klima-Engagement ausgezeichnet

Neustadt/Haarbrücken. Heizen mit Fernwärme aus der Biogasanlage in der Nachbarschaft, Smarthome-Thermostate und künftig auch eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Vereinsheims: Der Fußballverein Haarbrücken meint es ernst mit seinem Ziel, der erste klimaneutrale Sportverein der Region zu werden. Das Engagement wurde jetzt belohnt: Der Verein ist einer von drei Preisträgern des Bürgerenergiepreises, die jährlich von der Bayernwerk Netz GmbH (Bayernwerk) mit Unterstützung der Regierung von Oberfranken mit dem Bürgerenergiepreis ausgezeichnet werden. Die Sportler teilen sich den mit insgesamt 10.000 Euro dotierten Preis mit Thilo Trautner aus Pottenstein und den Ministranten aus der Gemeinde Ahorntal (beide Landkreis Bayreuth).

Bei der Preisübergabe am Donnerstag (15. Oktober) in Haarbrücken erklärte Karl Krapf, Leiter des Kommunalmanagements des Bayernwerks: „Unser Ziel ist es, dass Klimaschutz und Energieeffizienz irgendwann für jeden Bürger selbstverständlich werden. Mit dem Bürgerenergiepreis möchten wir vorbildliche Projekte wie dieses belohnen und gleichzeitig auf sie aufmerksam machen.“ Regierungsvizepräsident Thomas Engel ergänzte: „Dass sich die Mitglieder eines Fußballvereins gemeinsam für den Klimaschutz einsetzen, kann gut und gerne als Leuchtturmprojekt bezeichnet werden. Indem die Sportler mit dem Bürgerenergiepreis auszeichnet werden, bekommt dieses Projekt Vorzeigecharakter in Oberfranken. Wir hoffen auf viele Nachahmer“. Auch Neustadts 2. Bürgermeister Martin Stingl und stellvertretender Landrat Christian Gunsenheimer aus Coburg lobten den vorbildlichen Einsatz der Vereinsmitglieder.

Klimaschutz als Gemeinschaftsprojekt

Bei 50 Prozent Jugendanteil ist offensichtlich Bewegung drin: Das Team des FC Haarbrücken zieht an einem Strang, nicht nur beim Fußball, sondern auch in Sachen Klimaschutz. Zunächst haben Vereinsmitglieder mit viel ehrenamtlicher Arbeit eine 110 Meter lange Fernwärmeleitung zu einer nahe gelegenen Biogasanlage verlegt. Wärme und Warmwasser sind im Vereinsheim dadurch klimaneutral. Gleichzeitig setzen die Sportler auf Energieeffizienz: Alle Leuchtmittel wurden durch sparsame lichtemittierende Dioden (LED) ersetzt. Smarthome-Thermostate an den Heizkörpern sorgen auch hier für effiziente Nutzung. Als Nächstes planen die Fußballer eine eigene Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Vereinsheims – auch dieses Projekt soll mit viel Eigenleistung gestemmt werden. Der FC Haarbrücken erhält ein Preisgeld von 3.500 Euro.

Aus alt mach Plus
Mit aufwendiger Dämmung und zwei Photovoltaik-Anlagen hat Thilo Trautner aus Pottenstein ein Haus aus dem Jahr 1985 in ein Plus-Energiehaus umgewandelt. Bei einer der Anlagen handelt es sich um ein Tracker-System, das sich nach der Sonne ausrichtet. So kann Thilo Trautner die Energie der Sonne im Laufe eines Tages optimal einfangen. Ein Lithium-Speicher sorgt dafür, dass die Energie dann genutzt werden kann, wenn sie gebraucht wird. Thilo Trautner erhält ein Preisgeld von 3.000 Euro.

Intelligenter Energieknoten
Als „intelligenten Energieknoten“ bezeichnen die Ministranten aus den Ahorntaler Pfarreien Volsbach, Oberailsfeld und Poppendorf ihr Projekt. Zusammen mit Pfarrer Dr. Matthew Anyanwu haben sie ein autarkes – und damit transportfähiges – Gleichstromnetz geplant und konstruiert. Solarpanels erzeugen Strom, der in einem Batteriespeicher gepuffert werden kann, bis er bei Bedarf verbraucht wird. Zum Einsatz soll der Knoten in Nigeria kommen, dem Heimatland des Pfarrers. Die Ministranten erhalten ein Preisgeld von 3.500 Euro.

Schon jetzt für die nächste Runde bewerben
Der Bürgerenergiepreis wurde 2013 in Niederbayern erstmals verliehen. Inzwischen werden regelmäßig Preisträger in den Regierungsbezirken Niederbayern, Oberbayern, Unterfranken, Oberfranken und in der Oberpfalz gesucht. Videos der bisherigen Preisträger sind im Bayernwerk-Kanal auf YouTube zu finden. Mitmachen können Vereine, Kindergärten, Schulen oder Privatpersonen. Ausgeschlossen sind Projekte von Unternehmen, die sich gewerblich mit Energieeffizienz beschäftigen. Schon jetzt können Bewerbungen für die nächste Runde eingereicht werden. Die Bewerbungsunterlagen und weitere Informationen zum Bürgerenergiepreis sind unter www.bayernwerk.de/buergerenergiepreis zu finden.

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Kurzprofil Bayernwerk Netz GmbH:

Die Bayernwerk Netz GmbH sorgt mit rund 2.700 Mitarbeitern für eine sichere und zuverlässige Energieversorgung von rund sieben Millionen Menschen in den bayerischen Regionen Unter- und Oberfranken, Oberpfalz sowie Nieder- und Oberbayern. Das Unternehmen ist der größte regionale Verteilnetzbetreiber in Bayern: Sein Stromnetz umfasst 156.000 Kilometer, sein Gasnetz 6.000 Kilometer und das Straßenbeleuchtungsnetz 34.600 Kilometer. In seinen Energienetzen verteilt das Unternehmen zu 60 Prozent elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen. Dafür sorgen knapp 300.000 dezentrale Erzeugungsanlagen, die in das Netz des Bayernwerks Ökostrom einspeisen. In Nord- und Ostbayern versorgt das Unternehmen Kunden auch über sein Erdgasnetz. Mit innovativen Lösungen entwickelt das Unternehmen Energiesysteme von morgen und ist an mehr als 20 Standorten im Land präsent.

Sitz der Bayernwerk Netz GmbH ist Regensburg. Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochter der Bayernwerk AG.

Pressekontakte

Michael Bartels

Michael Bartels

Pressekontakt Stellvertretender Pressesprecher Bayernwerk AG Geschäftsfelder, Energielösungen, Lichttechnik +49 941 201 2077

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