Pressemitteilung —
Rekordbudget für die Energiewende in der Region
++ 98 Millionen Euro für den Netzausbau in den Landkreisen Altötting, Dingolfing-Landau, Mühldorf am Inn, Passau, Rottal-Inn und Traunstein ++ Bayernwerk Netz GmbH stellt Weichen für eine zuverlässige Energieversorgung ++
Eggenfelden.98 Millionen Euro wendet die Bayernwerk Netz GmbH im Jahr 2026 für die Energiewende im Versorgungsgebiet des Kundencenters Eggenfelden auf – und damit 24 Prozent mehr als im Vorjahr. Fabian Brunner, Leiter des Kundencenters: „Mit Rekordbudgets setzen wir unseren Weg des ambitionierten Netzausbaus fort.“ Neben dem Netzausbau über alle Spannungsebenen hinweg bleibt die Digitalisierung der Energieinfrastruktur ein zentrales Thema.
Enorme Anforderungen an Energieinfrastruktur
„Neue Berechnungen zeigen, dass sich die Erzeugungsleistung der Erneuerbaren, überwiegend aus Photovoltaik und Windkraft, bis 2045 verdreifachen wird. Gleichzeitig rechnen wir in diesem Zeitraum mit einer Verdopplung des Stromverbrauchs, angetrieben durch E-Mobilität, Wärmepumpen und Rechenzentren“, konkretisiert der Kundencenter-Leiter. Damit steigen die Anforderungen an die Energieinfrastruktur nochmal enorm.
Starker Zu- und Ausbau bei Erneuerbare Energie-Anlagen
Im Versorgungsgebiet des Kundencenters Eggenfelden sind auf der Nieder- und Mittelspannungsebene in Summe 46.383 Erneuerbare Energie-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 1.291 Megawatt in Betrieb. (Stand: 22. Juli 2026) Der Großteil entfällt auf Photovoltaik-Anlagen. Mit 45.879 Anlagen und einer Leistung von 1.138 Megawatt – also in etwa so viel wie die Leistung eines großen Kraftwerkblocks – sind sie für den Großteil der Leistung aus Erneuerbarer Energie in der Region verantwortlich. Auf Platz zwei und drei folgen 188 Biomasse-Anlagen mit einer Einspeiseleistung von 87 Megawatt und 111 Wasserkraftanlagen mit einer Leistung von 55 Megawatt.
2025: ein Plus von beinahe 210.000 Metern Netz
Dieser enormen Einspeisemenge begegnet der Verteilnetzbetreiber mit dem weiteren ambitionierten Ausbau seiner Netze. Allein im Versorgungsgebiet des Kundencenters Eggenfelden, das 75 Gemeinden in den Landkreisen Altötting, Dingolfing-Landau, Mühldorf am Inn, Passau, Rottal-Inn und Traunstein versorgt, kamen im vergangenen Jahr 87.402 Meter Niederspannungskabel und 122.515 Meter Mittelspannungskabel hinzu. Auch in puncto Digitalisierung hat das Kundencenter einen weiteren großen Schritt mit 213 zusätzlichen smarten Ortsnetzstationen nach vorne gemacht, davon 102 digitale Ortsnetzstationen (digiONS) und 111 Retrofit-Stationen. DigiONS sind von Grund auf neu und mit moderner, digitaler Technologie ausgestattet, um Fernüberwachung und -steuerung zu ermöglichen. Bei den Retrofit-Stationen handelt es sich um Bestandsanlagen, die nachträglich mit intelligenter Mess- und Kommunikationstechnik nachgerüstet werden. Die Digitalisierungsoffensive wird im Jahr 2026 weiter fortgesetzt.
Netzausbau in der Region – drei Beispiele
Modernisierung des Stromnetzes in Burghausen (Landkreis Altötting)
Zur Steigerung der Netzkapazität und Versorgungssicherheit im Stadtgebiet von Burghausen investiert die Bayernwerk Netz in die Modernisierung und Erweiterung ihrer Netzinfrastruktur. Hierfür werden bestehende Kabelsysteme ausgewechselt vor dem Hintergrund, die Spannungsebene von 10 auf 20 Kilovolt umzustellen. Die Maßnahme konkret: Die bestehenden Leitungen werden auf einer Länge von rund sieben Kilometern durch leistungsstärkere Kabel ersetzt und erweitert. Projektstart war im April 2025, die Fertigstellung der mit rund 2,5 Millionen Euro budgetierten Maßnahme ist für Dezember 2026 vorgesehen.
Ausbau der Netzinfrastruktur im Raum Reisbach (Landkreis Dingolfing-Landau)
Im Landkreis Dingolfing-Landau treibt die Bayernwerk Netz den Ausbau ihres Mittelspannungsnetzes weiter voran und errichtet drei neue Ausleitungen aus dem Schalthaus Reisbach. Ziel der Maßnahme ist es, die Netzinfrastruktur in Richtung Reisbach, Niederreisbach und Oberhausen nachhaltig zu stärken und zukunftsfähig auszubauen. Im Zuge des Projekts werden auf einer Gesamtlänge von rund 7,9 Kilometern neue Erdkabel verlegt. Damit schafft die Bayernwerk Netz zusätzliche Kapazitäten und verbessert zugleich die Stabilität des Netzes vor Ort. Start der mit etwa 1,3 Millionen Euro budgetierten Maßnahme ist voraussichtlich im Frühjahr 2027, die Fertigstellung im Herbst 2028.
Netzausbau und Verkabelung rund um Rotthalmünster (Landkreis Passau)
Mit Blick auf eine moderne und leistungsfähige Stromversorgung setzt die Bayernwerk Netz im Raum Rotthalmünster auf die gezielte Verkabelung und Erweiterung bestehender Leitungsstrukturen. Ausgangspunkt der Maßnahme ist das Umspannwerk Rotthalmünster, von wo aus die Netzinfrastruktur in Richtung Steindorf und Schöffau weiterentwickelt wird. Konkret wird die bestehende Freileitung in Richtung Steindorf durch leistungsfähige Erdkabel ersetzt. Zusätzlich entsteht eine neue Ausleitung in Richtung Schöffau. Insgesamt werden rund acht Kilometer Erdkabel neu verlegt. Für die Umsetzung der Maßnahmen sind Spülbohrungen auf einer Gesamtlänge von rund 200 Metern vorgesehen. Nach Fertigstellung und Inbetriebnahme der Erdkabel wird die 4,5 Kilometer bestehende Freileitung zurückgebaut. Baustart war im Oktober 2025, die Fertigstellung ist für September 2026 geplant. Das Budget für das Vorhaben liegt bei etwa 1,2 Millionen Euro.
Sicherheit, Stabilität und Resilienz
Die Versorgungssicherheit im Netzgebiet der Bayernwerk Netz liegt bei über 99 Prozent. Für die restlichen 0-Komma-Prozent, denen klimatische und sicherheitsrelevante Risiken zugrunde liegen, gibt es keinen umfassenden Schutz, kann es keinen umfassenden Schutz geben. Die Bayernwerk Netz beobachtet die Sicherheitslage genau und nimmt Entwicklungen zum Anlass, ihre Aktivitäten bei Bedarf anzupassen stets vor dem Hintergrund, im Krisenfall schnell und effektiv reagieren zu können. Mit Bundeswehr, Heimat- und Zivilschutz, THW und Freiwilligen Feuerwehren steht der Verteilnetzbetreiber im engen Austausch und führt gemeinsame Übungen durch.
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Kurzprofil Bayernwerk Netz GmbH
Seit mehr als 100 Jahren steht der Name Bayernwerk für eine sichere und zuverlässige Energieversorgung im Freistaat. Die Bayernwerk Netz GmbH nimmt dabei als Netzbetreiber eine Schlüsselrolle ein. Damit jetzt und in Zukunft immer mehr Energie aus erneuerbaren Quellen zur Verfügung steht, braucht es ein modernes, intelligentes Stromnetz. Deshalb setzt das Unternehmen auf Digitalisierung und Innovation, unterstützt zahlreiche wissenschaftliche Projekte und arbeitet systematisch am Ausbau der Energienetze. Die Bayernwerk Netz GmbH versorgt insgesamt rund sieben Millionen Menschen mit Energie. Sie ist in den bayerischen Regionen Unter- und Oberfranken, Oberpfalz sowie Nieder- und Oberbayern aktiv und damit der größte regionale Verteilnetzbetreiber in Bayern: Das Stromnetz umfasst 156.000 Kilometer, sein Gasnetz 6.000 Kilometer und das Straßenbeleuchtungsnetz 34.600 Kilometer. Bilanziell verteilt das Unternehmen in den Energienetzen zu 96 Prozent elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen. Dafür sorgen mehr als 1 Million dezentrale Erzeugungsanlagen, die auf das Netz des Bayernwerks wirken und Ökostrom einspeisen. In Nord- und Ostbayern versorgt das Unternehmen Kunden auch über sein Erdgasnetz. Die Bayernwerk Netz GmbH ist an mehr als 20 Standorten im Land präsent.
Sitz der Bayernwerk Netz GmbH ist Regensburg. Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochter der Bayernwerk AG.