News —
Thyssengas treibt Wasserstoffleitung im Münsterland voran
Thyssengas hat Mitte Juli einen weiteren Meilenstein beim Aufbau des Wasserstoff-Kernnetzes in Nordrhein-Westfalen erreicht. Im Rahmen des Leitungsprojekts Coesfeld–Rinkerode wird derzeit der Dortmund-Ems-Kanal unterquert. Die sogenannte Dükerung schließt eine wichtige Lücke im Leitungsverlauf und schafft die Voraussetzungen dafür, Wasserstoff künftig vom Kernnetz in das Münsterland zu transportieren. Bei einem Baustellentermin informierte das Unternehmen gemeinsam mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft über den Fortschritt des Projekts.
Für die rund 45 Kilometer lange Wasserstoffleitung wird eine ehemalige Mineralölleitung auf den Transport von Wasserstoff umgestellt. Die Trasse soll im Raum Coesfeld an die geplante Wasserstoffleitung Emsbüren–Dorsten und damit an die zentrale Nord-Süd-Verbindung des Wasserstoff-Kernnetzes angeschlossen werden. In Rinkerode ist perspektivisch die Anbindung an die geplante Neubauleitung Rinkerode–Hamm (Uentrop) vorgesehen. Die Inbetriebnahme der Leitung ist für Ende 2027 geplant. Ein integriertes T-Stück schafft zudem die technische Voraussetzung, künftig regionale Verteilnetze sowie kommunale und industrielle Abnehmer an die Wasserstoffversorgung anzubinden.
Dr. Stefanie Kesting, CEO von Thyssengas, betonte, dass die Wasserstoffleitung Coesfeld–Rinkerode beispielhaft zeige, wie bestehende Infrastruktur für eine klimaneutrale Energieversorgung genutzt werden könne. Mit der Dükerung werde eine wichtige Lücke im Leitungsverlauf geschlossen und die Grundlage geschaffen, Wasserstoff vom Kernnetz in die Region zu bringen. Entscheidend für den erfolgreichen Wasserstoffhochlauf sei dabei die enge Zusammenarbeit von Fernleitungs- und Verteilnetzbetreibern, Industrie, Kommunen und Politik.