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Wasserstoff-Befüllung im Pilotprojekt H2Cast Etzel erfolgreich
Im Wasserstoff-Pilotprojekt H2CAST Etzel wurden im erstmalig zweie umgerüsteter Salzkavernen mit rund 90 Tonnen Wasserstoff befüllt. Das Projekt zielt darauf ab, die großvolumige unterirdische Speicherung von Wasserstoff unter realen Bedingungen zu erproben.
Mit der Einspeicherung beginnt zugleich die nächste Projektphase, in der insbesondere der kontinuierliche Betrieb sowie die Qualität der Gasaufbereitung untersucht werden sollen. Bereits zuvor konnte nachgewiesen werden, dass die bestehenden Kavernen grundsätzlich für die Wasserstoffspeicherung geeignet sind und die erforderliche Dichtheit gewährleistet ist.
Das Vorhaben soll dazu beitragen, bestehende Gaskavernen für die Wasserstoffwirtschaft nutzbar zu machen und zentrale Voraussetzungen für den Markthochlauf zu schaffen. Die gewonnenen Erkenntnisse könnten perspektivisch als Blaupause für den Ausbau weiterer Speicher dienen. Langfristig könnte der Standort Etzel eine wichtige Rolle als Speicher- und Infrastrukturdrehscheibe im europäischen Wasserstoffmarkt einnehmen.
Projektleiter Carsten Reekers verwies auf Herausforderungen bei der Wasserstoffbeschaffung. Die Befüllung der Testkaverne habe den noch frühen Entwicklungsstand des Marktes verdeutlicht. Insbesondere zu Beginn im Jahr 2023 seien Hochdrucktrailer nur begrenzt verfügbar gewesen. In Kombination mit fehlender lokaler Produktion – teils über Transportdistanzen von bis zu 1.000 Kilometern – habe dies zu hohen Kosten geführt. Durch den Aufbau einer nahegelegenen Wasserstoffproduktion habe sich die Versorgungssituation inzwischen verbessert.