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Bild: Stefan Hobmaier/DIE GAS- UND WASSERSTOFFWIRTSCHAFT

Pressemitteilung

Nutzen statt abregeln – Netzpaket muss Wasserstoff mitdenken

Zum heutigen Beschluss des Bundeskabinetts zum Netzpaket erklärt Dr. Timm Kehler, Vorstand des Verbandes Die Gas- und Wasserstoffwirtschaft:

„Das Netzpaket setzt an einem realen Problem an: Der Ausbau erneuerbarer Energien und der Stromnetze müssen gut verzahnt werden. Der Netzausbau ist der zentrale Hebel, darf aber nicht als einzige Lösung gedacht werden. Elektrolyseure sind dabei ein entscheidender Baustein, denn sie erzeugen Wasserstoff aus erneuerbarem Strom, wenn er nicht verbraucht wird. So können große Strommengen über lange Zeit gespeichert werden. Allein die Genehmigungen für Windenergieanlagen von mehr als 20 GW im Norden und Westen im Jahr 2025 werden das Stromnetz vor große Herausforderungen stellen. Die Lösung liegt sprichwörtlich unter unseren Füßen: Diese Strommengen lassen sich sinnvoll ins Gasnetz überführen, denn gerade im Norden und Westen kommen dichtes Gasnetz, große Speicher und industrielle Abnahme sinnvoll zusammen.

Volkswirtschaftlich ist es effizienter, überschüssigen Strom in Form von Wasserstoff zu speichern, statt ihn abzuregeln. So entsteht industrielle Wertschöpfung für Elektrolyseure, Windkraft, Regeltechnik und Stahlbau in Deutschland und Europa. Insgesamt sollte das „Netzpaket“ deshalb stärker als „Flex-Paket“ verstanden werden. Nur wenn Elektrolyseure, Wasserstoffspeicher und die künftige Wasserstoffinfrastruktur von Anfang an gemeinsam gedacht werden, können Redispatch-Kosten begrenzt und Netze entlastet werden. Die richtige Leitlinie lautet: nutzen statt abregeln. Aus Strom, der sonst verloren geht, kann Wasserstoff werden – und damit nicht nur ein Beitrag zu Versorgungssicherheit und Netzstabilität, sondern auch zum Klimaschutz und zu einem resilienten Energiesystem.“

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Als Stimme der Branche bündelt der Verband DIE GAS- UND WASSERSTOFFWIRTSCHAFT e.V. die Interessen seiner Mitglieder und setzt sich dafür ein, dass die Potenziale von Wasserstoff und seiner Derivate sowie Biogas und Erdgas inklusive der dazugehörigen Infrastruktur genutzt werden. Zudem informiert er über die Chancen, die gasförmige Energieträger für ein klimaneutrales als auch resilientes Energiesystem bieten, und treibt die Transformation der Branche hin zu neuen Gasen voran. Der Verband wird von führenden Unternehmen der Energiewirtschaft getragen und umfasst die gesamte Wertschöpfungskette von Produktion, Transport, Verteilung bis hin zu Handel, Vertrieb und Anwendungen. Weitere Branchenverbände und Industrieunternehmen unterstützen ihn als Partner.

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