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Frank Baumann spricht mit Mikrofon.
Sportvorstand Frank Baumann erklärt, warum Schalke 04 am neuen U21-Wettbewerb teilnimmt.

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04 Fragen an Frank Baumann zur Bundesliga Talent Series

Mit der „Bundesliga Talent Series“ wird zur Saison 2026/2027 ein neuer U21-Wettbewerb eingeführt. In 04 Fragen erklärt Sportvorstand Frank Baumann, welche Vorteile diese Nachwuchsliga für den FC Schalke 04 und seine hochveranlagten Talente aus der Knappenschmiede mitbringt.

Frank Baumann, warum hat sich der FC Schalke entschieden, an der neuen „Bundesliga Talent Series“ teilzunehmen?
Das Paket, das wir gemeinsam in der Kommission Fußball entwickelt haben, ist stimmig. Wir müssen junge Talente fördern und fordern, das geht vor allem über Spielzeit. Der neue Wettbewerb ist für den Übergangsbereich vorgesehen – also von der U17 bis zur U21. Neben dem bestehenden Ligasystem erhalten junge Spieler mit Perspektive zusätzliche Einsätze. Wir können für den neuen Wettbewerb auf Spieler aus mehreren Mannschaften zurückgreifen: Aus der U17, der U19, der U23 und aus der Lizenzmannschaft. Im Zuge unserer engen Verzahnung zwischen Profileistungszentrum und Knappenschmiede ist das sehr sinnvoll. Für den Wettbewerb gibt es, zum Beispiel beim Thema Ansetzungen, eine hohe Flexibilität. Intern erfordert es eine gute Kommunikation mit den einzelnen Teams, auch wenn es um individuelle Belastungen für Spieler geht.

Welchen Effekt soll das im Zuge der sportlichen Ausbildung haben?
Wir bringen Talente aus unterschiedlichen Altersklassen zusammen, sie messen sich auf hohem Niveau. Natürlich wollen wir auf Schalke in unserer Ausbildungskonzeption die Top-Talente fördern. Die „Bundesliga Talent Series“ bietet damit ein Format, das es in den nach Altersklassen etablierten Ligen noch nicht gibt. Pro Team können zudem bis zu vier ältere Spieler eingesetzt werden. Es ist also darüber hinaus noch Spielern nach Verletzungspausen eine Plattform für den Wiedereinstieg in den Wettkampfbetrieb. Wir sind davon überzeugt, dass sich der Wettbewerb sehr gut mit unserer Regionalliga-Mannschaft sowie U19 und U17 vereinen lässt.

Wie sehr ist aktuell auf Schalke die Durchlässigkeit aus der Knappenschmiede zur Lizenzmannschaft gegeben?
Die vergangene Saison hat deutlich gemacht, dass dieser Weg auf Schalke möglich ist. Vitalie Becker und Mertcan Ayhan waren als junge Spieler bereits Stützen einer Mannschaft, die den Aufstieg in die Bundesliga geschafft hat. Mika Wallentowitz hat mit guten Leistungen als U19-Spieler auf sich aufmerksam gemacht und nimmt jetzt für die Deutsche U19-Nationalmannschaft an der Europameisterschaft teil. Wir haben hochveranlagte Spieler, die in der Knappenschmiede und insbesondere von den Trainern um Norbert Elgert, Jakob Fimpel und Charles Takyi für den Profibereich vorbereitet wurden. Mit Luca Vozar stößt im Sommer ein Top-Talent aus der U19 zur Lizenzmannschaft.

Wie wichtig ist das sportliche Abschneiden in der „Bundesliga Talent Series“?
Die Ausbildung steht über allem. Wir möchten junge Spieler auf höhere Aufgaben vorbereiten. Ich habe die klare Auffassung, dass Spielpraxis auf höchstmöglichem Niveau wichtig ist, um Talente zu entwickeln. Das gelingt nun mit einem zusätzlichen Wettbewerb. Auf Schalke wird es immer unser Bestreben sein, Spieler zu schmieden, die in einigen Jahren in der VELTINS-Arena auflaufen.

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