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Greenpeace-Aktivist:innen machen mit einem Transparent in Aachen auf die Verschmutzung unseres Wassers aufmerksam
Greenpeace-Aktivist:innen machen mit einem Transparent im August 2026 in Aachen auf die Verschmutzung unseres Wassers aufmerksam. Foto: Bernd Lauter/Greenpeace

Greenpeace misst Nitratbelastung mit mobilem Labor in Nürnberg

Termin 21. Oktober 2026 10:30 – 12:00

Ort Sophienpark in Behringersdorf, 90571 Schwaig bei Nürnberg

Die Umweltorganisation analysiert in der Heimatstadt von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die Nitrat-Belastung

Sehr geehrte Damen und Herren,

an vielen Grundwassermessstellen in Bayern liegen die Nitratwerte zuletzt über dem Schwellenwert von 50 Milligramm pro Liter. Betroffen ist auch die Region Nürnberg. Das offizielle Messnetz ist allerdings lückenhaft. Das nimmt die unabhängige Umweltorganisation Greenpeace zum Anlass, mit einem mobilen Messlabor die Nitratbelastung in Oberflächengewässern zu überprüfen. Wir laden Sie herzlich ein, bei der Probennahme und Analyse des Wassers dabei zu sein.

Für Interviews stehen Ihnen zur Verfügung:

  • Vera Baumert, Naturschutz-Expertin bei Greenpeace Bayern
  • Julios Kontchou, Umwelttoxikologe bei Greenpeace Deutschland

Der Termin ist für Fotoberichterstattung geeignet. Eine Anmeldung ist wünschenswert. Sie erreichen unseren Pressesprecher Georg Thanscheidt unter georg.thanscheidt@greenpeace.org oder 0171/5303156.

Hintergrund: Nitrat im Trinkwasser kann die Gesundheit von Säuglingen gefährden und steht im Verdacht, das Darmkrebsrisiko zu erhöhen. Dass der im Grundwasser geltende Schwellenwert vielerorts überschritten wird, macht die Gewinnung von Trinkwasser kompliziert und teuer. In Bayern liegen nach Greenpeace-Recherchen die Nitratwerte von fast 23 Prozent der Grundwasser-Messstellen darüber, in der Region Nürnberg (Stadt Nürnberg und Landkreis Nürnberger Land) sind es 8,7 Prozent (2 von 23). Auch Oberflächengewässer sind in ökologisch bedenklichem Maß mit Nitrat belastet: Der Zielwert für Flüsse liegt bei 11,1 mg Nitrat je Liter. Er wurde in der Region Nürnberg zuletzt an 58 Prozent der Fluss-Messstellen in der Region überschritten. Hauptursache der hohen Nitratbelastung ist die übermäßige Düngung in der Landwirtschaft.

Nürnberg ist die Heimatstadt von Ministerpräsident und CSU-Chef Söder. Es ist seine Partei, die im Bundestag und im Bundesrat den Schutz unseres Wassers aufgeweicht und Rückschritte beim Düngerecht durchgesetzt hat. Aktuell werden in Bayern beispielsweise keine “Roten Gebiete” mehr ausgewiesen. Das sind Areale, in denen aufgrund der besonders hohen Nitratbelastung bisher verschärfte Düngeregeln galten. Wenn es nach Politikern wie Söder geht, wird diese Belastung bis auf Weiteres unter den Teppich gekehrt und kein Verantwortlicher benannt. Grund genug für Greenpeace, die Nitratwerte im Stimmkreis des Abgeordneten einmal unter die Lupe zu nehmen.

Den genauen Treffpunkt finden Sie auch über diesen Link von Google Maps. Angaben zu den Daten der Messtellen: Eigene Auswertung auf Grundlage aller Grundwasser-Messstellen des Gewässerkundlichen Dienstes Bayern mit Messwerten aus dem Jahr 2024: Jahresmittel 2024 je Messstelle, Schwellenwert 50 mg/l (GrwVO). Quelle: Bayerisches Landesamt für Umwelt. / Eigene Auswertung auf Grundlage aller Fluss-Messstellen des Gewässerkundlichen Dienstes Bayern: 90-Perzentil des letzten Messjahres mit mindestens 4 Werten. Zielwert 11,1 mg/l (chemische Güteklassifikation nach LAWA). Quelle: Bayerisches Landesamt für Umwelt.

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