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Greenpeace zum EU-Importstopp von russischem Gas
Brüssel, 26. Januar 2026 - Vor der heutigen Abstimmung des EU-Rats über ein Verbot russischer Gasimporte demonstrieren Aktivist:innen von Greenpeace Belgien dagegen, Gas aus Russland gegen Flüssiggas aus den USA zu tauschen. Vor dem Ratsgebäude in Brüssel haben sie eine zehn Meter breite, aufblasbare Skulptur installiert, die Donald Trump und Wladimir Putin auf einem Gas-Tanker zeigt. Die EU hat im vergangenen Jahr zugesagt, bis zum Ende der Amtszeit von Präsident Donald Trump, US-Energie wie Flüssiggas (LNG) im Wert von 750 Milliarden Dollar zu kaufen. Deutschland importiert zuletzt immer mehr US-amerikanisches Flüssigerdgas. Im vergangenen Jahr stieg die Menge um gut 60 Prozent, zeigt eine Auswertung offizieller US-Exportdaten durch die deutsche Umwelthilfe (DUH) (Link). Inzwischen stammen etwa 96 Prozent aller deutschen LNG-Importe aus den USA. Greenpeace-Sprecherin Lisa Göldner warnt davor, eine Abhängigkeit gegen eine neue zu tauschen:
“Europas Stärke entscheidet sich mit seiner Energieversorgung. Wenn die EU sich jetzt endlich aus der Abhängigkeit von russischem Gas löst, darf sich der Kontinent nicht gleich an die USA als nächsten Gas-Dealer ketten. Jeder Euro, den wir auch in Deutschland für amerikanisches Flüssiggas ausgeben, stärkt Donald Trumps autoritäre Agenda in den USA und seine imperialistischen Ambitionen außerhalb des Landes. Um unsere politische Unabhängigkeit zu verteidigen und Energiesicherheit zu erreichen, müssen Deutschland und Europa sich vollständig von fossilem Gas und Öl verabschieden und schnell und vollständig auf erneuerbare Energien umsteigen.
Für Rückfragen erreichen Sie Lisa Göldner unter Tel. 0151-11633674 oder lisa.goeldner@greenpeace.org. Fotos der Aktion finden Sie in diesem Ordner. Internet: www.greenpeace.de