Blog-Eintrag -
Smart Meter: Wer bekommt sie – und warum?
In letzter Zeit wurde immer mal wieder über die Kosten eines intelligenten Messsystems (iMSys) diskutiert – vor allem, wenn es auf Kundenwunsch eingebaut wird. Warum zahlen manche Haushalte dafür und andere nicht? Das erklären wir in diesem Blogbeitrag.
Was ist ein Smart Meter?
Der Begriff „Smart Meter“ wird oft unterschiedlich verwendet. Im Grunde gibt es zwei Arten:
- Moderne Messeinrichtung (mME): Das ist ein digitaler Zähler, der Ihren Stromverbrauch anzeigt – ähnlich wie ein moderner Tacho im Auto. Er speichert Daten, überträgt sie aber nicht.
- Intelligentes Messsystem (iMSys): Dieses System geht einen Schritt weiter. Es überträgt die Verbrauchsdaten automatisch an den Netzbetreiber – so wie ein Fitness-Tracker, der Ihre Schritte direkt in eine App lädt.
Wer bekommt laut Gesetzgeber ein intelligentes Messsystem?
- Haushalte mit hohem Stromverbrauch: Mehr als 6.000 kWh pro Jahr (zum Beispiel Familien mit großem Haushalt oder Haushalte mit Elektroautos).
- Stromerzeuger mit mehr als 7 kW Leistung: Das betrifft vor allem Besitzer von größeren Solaranlagen.
- Steuerbare Geräte wie Wärmepumpen oder Batteriespeicher: Hier sorgt das iMSys für eine bessere Steuerung und Stabilität im Stromnetz.
Jeder Kunde, der in diese Kategorien fällt, bekommt bis 2032 im Rahmen des Rollouts ein Intelligentes Messsystem eingebaut. Bei diesem Rollout entstehen neben den laufenden Messentgelten keine extra Kosten für den Einbau.
Wer braucht kein iMSys?
Kleinere Haushalte, die unter 6.000 kWh im Jahr bleiben, erhalten eine moderne Messeinrichtung – also einen digitalen Zähler, der wie ein modernes Haushaltsgerät funktioniert. Hier sieht der Gesetzgeber keinen großen Vorteil durch die automatische Datenübertragung.
Ein Beispiel: Ein Single-Haushalt mit sparsamen Geräten und ohne Elektroauto fällt in diese Kategorie. Für diesen Haushalt genügt eine einfache, digitale Anzeige des Stromverbrauchs.
Wie weit ist der Rollout in Schleswig-Holstein?
Unser Tochterunternehmen SH Netz (inkl. der 100-prozentigen Tochter NordNetz) hat bereits rund 53.000 intelligente Messsysteme und 440.000 moderne Messeinrichtungen eingebaut. 2026 werden wir über 15 Millionen Euro in die Modernisierung der Zählertechnik investieren. In den nächsten Jahren steigt diese Summe noch weiter an.