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Soziokulturelles Zentrum naTo: Blick in den sanierten Veranstaltungsraum - Foto: Andreas Schmidt

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Soziokulturelles Zentrum naTo öffnet nach Sanierung wieder

Die umfassende Sanierung des soziokulturellen Zentrums naTo in der Leipziger Südvorstadt ist abgeschlossen. Nach rund zehn Monaten Schließzeit eröffnet das Kulturzentrum am 7. März 2026 wieder für Publikum. Dank Schallschutz, barrierefreier Bühne, eines Anbaus und neuer Veranstaltungstechnik finden sowohl Besucher als auch Mitarbeiter und Künstler künftig deutlich bessere Bedingungen vor.

„Die naTo ist seit Jahrzehnten ein zentraler Ort für freie Kunst, politische Debatten und kulturelle Vielfalt in Leipzig. Mit dem Abschluss der Baumaßnahme sichern wir diesen für Leipzig wichtigen Kulturort langfristig und schaffen zugleich zeitgemäße Bedingungen für ein vielfältiges Programm in unserer Stadt. Ich möchte mich beim Freistaat Sachsen für die großzügige Förderung bedanken, ohne die diese Maßnahme in den finanziell angespannten Zeiten nicht möglich gewesen wäre", so Kulturbürgermeisterin Dr. Skadi Jennicke.

Für die Sanierung konnten Fördermittel in Höhe von 1.126.000 Euro aus Vermögen der Parteien und Massenorganisation der ehemaligen DDR (PMO-Vermögen) beim Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus (SMWK) akquiriert werden. Die Stadt Leipzig unterstützte die Baumaßnahme mit 50.000 Euro und auch die naTo beteiligte sich finanziell wie personell.

Die Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus Barbara Klepsch betont: „Wir sind froh, dass das Zentrum zu dem breiten Spektrum an Kultureinrichtungen gehört, die wir im Rahmen der 6. Tranche aus PMO-Mitteln bei dringenden Investitionen unterstützen können. Aufgrund der historisch besonderen Herkunft dieser Mittel sind wir verpflichtet, sie insbesondere für Erinnerungskultur und die Förderung von zivilgesellschaftlichen Strukturen zu verwenden.“

Die Sanierung- und Umbaumaßnahme des Kulturzentrums, das zu den ältesten Einrichtungen in freier Trägerschaft in Leipzig zählt, war dringend notwendig geworden, da es keine umfassende Erneuerung seit dem Bau des Gebäudes in den 1950er Jahren gegeben hatte. So verfügte das seinerzeit als Interimsbau gedachte Gebäude über keinen ausreichenden Schallschutz zu den Nachbargebäuden. Zudem haben sich mit einem neuen Anbau die Bedingungen für die auftretenden Künstler verbessert: Die Bühne ist nun ebenerdig zu erreichen. Und in der Kneipe ist durch die Verlagerung der Kühlkammer sogar ein Raum für Kleinkunst zu finden. Im Saal entstand außerdem eine neue Zuschauerpodesterie und neue Veranstaltungstechnik wurde angeschafft.

Der besondere Fokus auf ökologische Nachhaltigkeit war ein großes gemeinsames Anliegen des Architekturbüros Summacumfemmer, des Kulturamtes und der naTo. So wurde der Anbau in einer Hanf‑Kalk‑Stampfkonstruktion ausgeführt. Zudem wurden zahlreiche Baumaterialien erneut verwendet – beispielsweise Ziegelsteine aus dem rückwärtigen Teil des Gebäudes. Künftig lässt sich darüber hinaus das anfallende Regenwasser als Brauchwasser nutzen. Der hinsichtlich Finanzierung und Termineinhaltung erfolgreiche Projektverlauf ist der außerordentlichen Präsenz des Architekturbüros und den Mitarbeitern der naTo zu verdanken.

Weitere Informationen: https://nato-leipzig.de/

Redaktion: Andreas Schmidt

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