Pressemitteilung —
Québec im Fokus: Das Programm der euro-scene Leipzig 2026
Vom 3. bis 8. November 2026 präsentiert die euro-scene Leipzig ihre 36. Festivalausgabe mit einem Fokus auf die kanadische Provinz Québec. Fünf Gastspiele geben Einblick in eine Tanzszene von außergewöhnlicher Vielfalt und internationaler Strahlkraft. Darüber hinaus kommen die eingeladenen Künstler dieses Jahr aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Syrien, Korea, dem Iran, Italien und der Schweiz. Das Festivalprogramm umfasst 36 Einzelveranstaltungen.
Zum Auftakt des Festivals zeigen die Gastspiele ganz unterschiedliche künstlerische Positionen aus Québec. Unter anderem kommt Manuel Roque nach seinem Erfolg im vergangenen Jahr zum Auftakt mit der Welt-Uraufführung von "Sweet Rodeo" zurück nach Leipzig. Auf der großen Bühne des Schauspiels bringt zudem die international gefeierte Compagnie Marie Chouinard Johann Sebastian Bachs 1723 entstandenes "Magnificant" als paradiesisch-barockes Ballett an seinen Entstehungsort.
Einflüsse aus Hip-Hop-, Street- und Clubkulturen
Festivalleiter Christian Watty betont: „Neben dem Fokus auf fünf herausragende Compagnien aus Québec wird im Programm dieses Jahr eine internationale künstlerische Entwicklung so sichtbar wie nie zuvor: die Einflüsse aus Hip-Hop-, Street- und Clubkulturen, die den zeitgenössischen Tanz in jüngerer Zeit tatsächlich revolutioniert haben.“
Hip-Hop oder Breaking sind für viele weit mehr als Tanz: In den Street- und Clubkulturen, aus denen sie hervorgegangen sind, entstehen Communities, die oft zu einer zweiten Familie werden. Wie stark diese Einflüsse den zeitgenössischen Tanz prägen, zeigen auch die Arbeiten auf der großen Bühne des Schauspiels Leipzig: Moritz Ostruschnjak hat für das international gefragte Ensemble von tanzmainz mit Trailer Park ein hochrasantes Stück choreografiert. Das Stück "In my Body" bringt mehrere Generationen von Stars der Hip-Hop-Szene zusammen. Außerdem beschäftigt sich Liam Francis in dem Double Bill "Dual Till the Death & A Body of Rumours" mit Identität, Zuschreibungen und inneren Widersprüchen.
Heimat als Leitmotiv des Programms
Unterschiedliche Perspektiven auf das, was Heimat heute bedeuten kann, ziehen sich wie ein roter Faden durch das gesamte Programm des Festivals. Zu den Höhepunkten zählen mehrere Theaterstücke, die verschiedene Facetten beleuchten. In "Campobello" von Eva-Maria Bertschy kommen Migrantische Saisonarbeitskräfte zu Wort, die jedes Jahr zur Olivenernte nach Sizilien gehen, um dort unter prekären Bedingungen zu arbeiten.
Doch Heimat kann auch in Erinnerungen und Bildern entstehen. In der Uraufführung "Happy Looking for Freedom" von suite42 (Lydia Ziemke) führt uns ein Fernsehheld der 1980er-Jahre zurück in die Zeit seiner großen Erfolge und hinterfragt, wie verlässlich unsere Erzählungen über die Vergangenheit eigentlich sind. Schließlich kommt "Transports Exceptionnels" von Beau Geste auf den Leipziger Marktplatz – ein poetisches Duett zwischen einem Tänzer und einem tonnenschweren Bagger.
Das plus-Programm ergänzt den Spielplan mit Workshops, Tanz-Masterclasses und Talks.
Die Festivalkasse und Festivallounge befinden sich dieses Jahr im "koko – café & bar" (Gottschedstr. 10, 04109 Leipzig). Dort gibt es auch alle wichtigen Informationen zum Festival sowie Raum für Austausch bei einem Kaffee.
Weitere Informationen und Tickets: www.euro-scene.de
Redaktion: Sally Punge
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