Pressemitteilung —
Tag des Geotops am 20. September 2026 – Exklusive Steinbruchführungen auf dem Rochlitzer Berg
Am 20. September steht der Rochlitzer Berg traditionell ganz im Zeichen der Erdgeschichte: Zum Tag des Geotops lädt die Region Leipzig wieder zu spannenden Erlebnissen rund um den bekannten Rochlitzer Porphyrtuff ein.
Vor rund 290 Millionen Jahren verwandelten gewaltige Vulkanausbrüche das Gebiet des heutigen Geoparks Porphyrland in eine brodelnde Landschaft aus Lava, Asche und glühenden Gesteinsmassen. Riesige Glutlawinen überrollten die Region und hinterließen mächtige Ablagerungen, die noch heute als bis zu 500 Meter starke Porphyrschichten sichtbar sind – beeindruckende Zeugnisse einer spektakulären geologischen Vergangenheit und Herzstück eines faszinierenden Supervulkangebietes.
Um diese Vorgänge zu veranschaulichen, lädt der Geopark Porphyrland zum Tag des Geotops ein – einem Fest, das Natur und Kultur auf einzigartige Weise verbindet. Mit exklusiven Führungen durch Steinbrüche, interaktiven Angeboten für die ganze Familie und spannenden Virtual-Reality-Erlebnissen bietet das Programm Einblicke in die geologische Vielfalt und Geschichte der Region. Verteilt über den ganzen Tag erwartet die Gäste eine vielseitige Mischung aus Informationen rund um den Rochlitzer Porphyrtuff, der als besondere Form des Gesteins „Rhyolith“ in diesem Jahr als „Gestein des Jahres“ eine erhöhte Aufmerksamkeit bekommt. Ein besonderes Angebot ermöglicht der Werksleiter Frank Weidt mit einer persönlichen Führung durch den „Schillingbruch“ – einen noch aktiven Steinbruch am Rochlitzer Berg.
Im Geoportal Porphyrhaus präsentiert der Rochlitzer Geschichtsverein den eindrucksvollen Film „Rochlitzer Porphyr: Handwerkskunst vom Bruch ans Bauwerk" zur Geschichte und Gegenwart des Abbaus und der Verarbeitung des Porphyrtuffs in der Region. Interessierte können mittels VR-Brille einen spannenden Zeitsprung wagen und die Vergangenheit des Abbaus hautnah miterleben. Den ganzen Tag zu sehen und zu hören sind die Teilnehmer des Steinbildhauer-Workshops von der bekannten Steinbildhauerin Erika Harbort aus Glauchau bei der finalen Gestaltung ihrer Objekte an den Unterständen am Porphyrhaus: Eine gute Gelegenheit, um sich im Gespräch über die Vorzüge und Tücken der Bearbeitung des Gesteins zu informieren.
Auch der Historische Bergbau Seelitz e.V. öffnet an diesem Tag den St. Johannes Stolln Seelitz und lädt Besucher zu einer Führung im Stollen-System ein. Gezeigt wird die gesamte Bergbaugeschichte mit Exponaten und natürlich dem inzwischen weit ausgebauten Stolln mit der beeindruckenden Radstube.
Weitere Informationen: www.rochlitzer-muldental.de/
Redaktion: Sally Punge
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