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Pressemitteilung

Gemeinsame Werte, neue Freundschaften | Ukraine, Kanada, England und Erasmus+-Programmländer treffen sich an der Universität Vechta

Studierende und Dozierende der Musik und Sozialen Arbeit aus sieben Ländern waren Mitte Mai zu Gast in Vechta. Das durch Erasmus+ mit 8000 Euro geförderte sechs-tägige Blended Intensive Programme hatte unter dem Titel „Cultural and social well-being – Identity and participation” Themen wie kulturelles Wohlbefinden und Identität im Fokus. Die Teilnehmenden setzten sich mit der Anwendung von Musik und Kunst in der Sozialen Arbeit in einer Reihe von Veranstaltungen auseinander. Dr. Oliver Schöndube, Verwalter der Professur Musikpädagogik an der Universität Vechta, hat so beispielsweise einen Improvisationsworkshop zum Erfahrungslernen gestaltet. Die Verbindung von gemeinsamem Spiel – mit und ohne musikalische Erfahrungen – ermöglichte gleichzeitig Raum für soziale, inklusive Interaktion und berührenden musikalischen Ausdruck. Ein Einrichtungsbesuch beim Evangelischen Kinderdorf Johannesstift Vechta sowie ein soziales und kulturelles Freizeitangebot gehörten ebenso zum Programm.

Zum ersten Mal war die Petro Mohyla Schwarzmeeruniversität (Ukraine) bei solch einem Format an der Universität Vechta dabei, sodass vier Studierende mit ihrer Dozentin Ariana Zaharova teilnehmen konnten. Auf Seiten der Universität Vechta haben Daniel Ludwig und Magnus Frampton dafür Mittel vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur eingeworben, Olha Jantzin begleitete das Projekt administrativ. „Zu den Themen der Woche gehörten europäische Werte wie Menschenrechte und Demokratie. Insofern war es sehr angemessen, dass wir unsere Partner außerhalb der Europäischen Union einbeziehen konnten, die genau diese Werte teilen“, so Frampton. Die ukrainische Dozentin Ariana Zaharova freute sich, ihren Studierenden diese Möglichkeit anbieten zu können, „in einem unterstützenden und kreativen Umfeld zu lernen, Kontakte zu knüpfen und sich zu entfalten“.

Die ukrainische Studentin Lidiia Bessonova (BA Psychologie) schätzte die Gelegenheit, inklusive und künstlerisch orientierte Methoden kennen zu lernen: „Methoden, die mir aufzeigten, wie Bildung und menschliche Verbindung kreativer, kollaborativer und sinnstiftender gestaltet werden können“. Die Studierenden waren von der Lernatmosphäre begeistert: „Ich hatte das Gefühl, in dieser Umgebung wirklich sicher – wirklich ich selbst – sein zu können“, sagte May Prentice (BA Soziale Arbeit). Dozierende und Studierende waren „ermutigend, fürsorglich und akademisch neugierig. Es fühlte sich tatsächlich so an, als gehörte ich einer intellektuellen, internationalen Gemeinschaft an – und dieses Gefühl begünstigte einen ständigen Prozess des kulturellen Austauschs und Dialogs.“ Besonders die Möglichkeit, internationale Freundschaften zu schließen, wurde von allen wertgeschätzt. So resümierte Sarah Vaanholt (BA Soziale Arbeit) „Diese Woche war eine Erinnerung an die Vielfalt unserer Erfahrungen – und daran, wie viel wir gemeinsam haben. Die Verbindungen, die wir geknüpft haben, sind stark.“

Die Teilnehmenden kamen aus der Hochschule Savonia (Finnland), der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (Österreich), der Algoma University (Kanada), der Universität Trieste (Italien), der Bournemouth University (Großbritannien), der Vilnius University Šiauliai Academy (Litauen), der Petro Mohyla Schwarzmeeruniversität in Mykolajiw (Ukraine) und der Tallinn Universität (Estland). Die Kooperation wurde in 2023 von Hanna Turunen (Musikpädagogik, Hochschule Savonia) sowie Magnus Frampton (Soziale Dienstleistungen, Universität Vechta) initiiert und fand zum vierten Mal statt.

Im Sommer 2027 wird die Veranstaltung an der Universität für Musik und darstellende Kunst (Wien) stattfinden. Interessierte Studierende aus Vechta können sich bei Magnus Frampton informieren.


Die Teilnehmenden des BIP

Die Gruppe aus der Ukraine zusammen mit Dr. Daniel Ludwig und Magnus Frampton (hinten Mitte) und Olha Jantzin (3.v.l.)

Prof. Dr. Oliver Schöndube


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