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Grundlagenwerk zu „Menschenhandel und Zwangsprostitution“ - Wie können Beratung und Präventionsarbeit besser gelingen?

Pressemitteilung -

Grundlagenwerk zu „Menschenhandel und Zwangsprostitution“ - Wie können Beratung und Präventionsarbeit besser gelingen?

Menschenhandel ist ein weltweit verbreitetes Problem, das sich in Deutschland neben Menschenhandel zum Zwecke der Arbeitsausbeutung vor allem in sexueller Ausbeutung bzw. Zwangsprostitution von Frauen zeigt. Das deutsch-österreichische Forschungs- und Entwicklungsprojekt Projekt PrIMsA, (Prävention und Intervention von Menschenhandel zum Zwecke sexueller Ausbeutung) widmete sich aus multidisziplinärer Perspektive Möglichkeiten des Kampfes gegen das Phänomen. Rechtzeitig zum von den Vereinten Nationen für den 30. Juli ausgerufenen Welttag gegen Menschenhandel legen die beiden Projektleiterinnen Prof.in Dr.in Yvette Völschow (Universität Vechta) und Prof.in Silke Gahleitner (ehemals Universität Krems, jetzt ASH Berlin) zusammen mit ihren 13 Projektpartner*innen zentrale Ergebnisse vor, wie Beratung und Präventionsarbeit für die betroffenen Frauen besser gelingen kann.

Das 186-seitige Buch „Menschenhandel und Zwangsprostitution – Interdisziplinäre Perspektiven auf Prävention und Intervention“, das als Herausgeberband im Beltz Verlag erscheinen ist und in dem seitens der Universität Vechta u.a. auch Beiträge von Prof.in Dr.in Nina Oelkers und Prof. Dr. Kim-Patrick Sabla-Dimitrov enthalten sind, beschreibt z.B., dass es meist junge Frauen mit ausländischen Wurzeln und schwierigem sozioökonomischen Hintergrund sind, die sich in der Zwangsprostitution wiederfinden. Nicht selten haben sie dann aufgrund von Unwissenheit und massivem Druck wenig Vertrauen in hiesige helfende Institutionen. Oft erschweren auch ihre Traumatisierungen die Ermittlungs- und psychosoziale Arbeit professioneller Akteur*innen - wie z.B. der Polizei und der Sozialen Arbeit - zusätzlich. Das Grundlagenwerk setzt hier an, bietet eine umfassende Phänomenbeschreibung und thematisiert neben Risikofaktoren juristische, sozioökonomische, psychologische, polizeiliche und pädagogische Implikationen. Die Autor*innen formulieren zudem Gelingensbedingungen für eine professionsübergreifende, themensensible Beratungs- und Präventionsarbeit in diesem Feld.

Das Projekt PrIMsA, das die Arbeit an dem Buch ermöglicht hat, wurde sowohl im Rahmen der deutschen Förderrichtlinie „Zivile Sicherheit – Schutz vor organisierter Kriminalität“ des Bundeministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) sowie auch im österreichischen Sicherheitsforschung-Förderprogramm „KIRAS“ des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) gefördert. Weitere Informationen zum Projekt finden sich unter: https://primsa.eu. Informationen zum Herausgeberband unter: https://www.beltz.de/fachmedien/sozialpaedagogik_soziale_arbeit/buecher/produkt_produktdetails/36952-menschenhandel_und_zwangsprostitution.html

Auch das Onlineportal der Zeitschrift „forschung & lehre“ nimmt den Welttag gegen Menschenhandel der Vereinten Nationen am 30. Juli zum Anlass um über die Zunahme des Menschenhandels, seine Gründe, Auswirkungen und Möglichkeiten der Prävention zu berichten und veröffentlicht dazu einen Beitrag von Prof.in Dr.in Yvette Völschow und Dr.in Wiebke Janßen (Universität Vechta). In ihrem Artikel gehen sie u.a. den Fragen nach, was genau unter Menschenhandel zu verstehen ist, welche Opfer in den letzten Jahren in den Vordergrund gerückt sind, welche Ursachen dafür vorliegen und welche Interventionsstrategien dagegen empfohlen werden.

Der vollständige Artikel von „forschung & lehre“ ist ab dem 30. Juli zu lesen unter: https://www.forschung-und-lehre.de/zeitfragen/die-folgen-sind-fuer-die-opfer-dramatisch-3897/

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Zukunftsfragen der Gesellschaft stehen als Transformationsprozesse in ländlichen Räumen im Mittelpunkt des wissenschaftlichen Diskurses. Durch die engmaschige Verbindung von Forschung, Lehre und Transfer und die gezielte Profilierung in den Bereichen Lehrer*innenbildung, Soziale Dienstleistungen, Agrar und Ernährung sowie Kulturwissenschaften befähigt die Universität Vechta künftige Generationen, komplexe Herausforderungen in ländlichen Räumen einer globalisierten Welt zu bewältigen.

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