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Kulturelles Engagement in ländlichen Regionen fördern | Promotion von Dr.in Maria Rammelmeier veröffentlicht

Pressemitteilung -

Kulturelles Engagement in ländlichen Regionen fördern | Promotion von Dr.in Maria Rammelmeier veröffentlicht

Wie kulturelles Engagement ländliche Regionen (wieder)beleben kann, zeigt die Forschung von Dr.in Maria Rammelmeier. Die Wissenschaftlerin hat nun Ihre Dissertation im Lit-Verlag veröffentlicht. Das Buch mit dem Titel „Engagement für lebendige Regionen – wie kann Regionalmanagement kulturelles Engagement stärken?“ behandelt das Thema Kultur auf dem Land. Untersucht wurden zwei Landkreise im Bezirk Oberpfalz. Die Forschung lässt sich aber auch auf andere ländliche Regionen übertragen.

„Der bisherigen Studienlage zu Kultur in ländlichen Räumen fehlte eine detaillierte, systematische Aufarbeitung zu Gelingens- und Hinderungsfaktoren für kulturelles Engagement und die Entwicklung von ländlichen Regionen“, fasste Rammelmeier die Intention ihrer Promotion zusammen. Daher erforschte sie, was kulturelles Engagement charakterisiert und wie es durch Akteure in Verwaltung, Politik und Management unterstützt werden kann. „Denn kulturelles Engagement in ländlichen Räumen erfüllt für die Entwicklung von Regionen verschiedene Funktionen“, erklärt die Wissenschaftlerin, welche selbst als Veranstalterin tätig ist: „Die Steigerung der Innovationsfähigkeit, eine soziale Funktion oder die Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Kulturelle Orte seien Orte der Begegnung, Zusammenkunft, Kommunikation, des Austauschs verschiedener Personengruppen und letztlich der demokratischen Meinungsbildung. Kultur wird dabei im engen Sinne als künstlerische Formen – dazu zählen Musik, Theater, Literatur oder auch bildende Kunst – behandelt. Sie ist eine endogene Ressource in ländlichen Räumen, das bedeutet, dass sie „von innen“, also aus der Region heraus aktiviert werden kann.

„Mit meiner Studie konnte ich zeigen, dass der Großteil der Akteure der Regionalentwicklung in den untersuchten Regionen kulturelles Engagement bisher wenig unterstützen, obwohl sie durchaus in der Lage sind zu fördern“, so Rammelmeier. „Für eine nachhaltige, zielgerichtete Unterstützung sind unter anderem folgende Aspekte zu beachten: Die Person, die die Position besetzt, benötigt Wissen – unter anderem über Herausforderungen und Charakteristika kulturellen Engagements und kultureller Angebote – sowie Kompetenz und den entsprechenden Willen zur Stärkung kulturellen Engagements.

Neben den Akteur*innen seien folgende regional-strukturellen Faktoren für das Gelingen einer positiven kulturellen Entwicklung entscheidend: Eine klare Aufgabenverteilung und Zuständigkeiten, Pflege und Erhalt der Infrastruktur, Ressourcenmobilisierung (Zeit, Geld und Personal zur Verfügung stellen) und Kulturbewusstsein in der Region. „Letztlich geht es darum, dass neben dem Regionalmanagement alle Akteure der Regionalentwicklung zusammen mit den Kulturschaffenden die Region im kulturellen Sinne entwickeln und damit lebenswert gestalten“, so Rammelmeier. „So hat die Region, die Chance innovativ, lebendig und zukunftsfähig zu bleiben oder noch zu werden.“


Das Buch „Engagement für lebendige Regionen – wie kann Regionalmanagement kulturelles Engagement stärken?“ ist als gedruckte Version und E-Book erhältlich unter: https://www.lit-verlag.de/isbn/978-3-643-15385-2

Rammelmeier war Stipendiatin im Promotionsprogramm „Dörfer in Verantwortung – Chancengerechtigkeit in ländlichen Räumen sichern“ der Universität Vechta, der Leibniz Universität Hannover und der HAWK Holzminden, Höxter, Göttingen. Nun ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Verbundprojekt „Kultur unterm Kirchturm“ – welches kirchliche Räume in ländlichen Gegenden untersucht und deren Bedeutung als materielle Ressourcen, öffentliche Freiräume und Träger lokaler Kultur analysiert und vom Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung in der Förderlinie Faktor K gefördert wird. Das „VISTRA – Vechta Institute of Sustainability Transformation in Rural Areas“ der Universität Vechta arbeitet gemeinsam mit der Augustana-Hochschule Neuendettelsau an dem Vorhaben.

Weiterführende Infos unter: https://www.uni-vechta.de/vistra/mitglieder/drin-maria-rammelmeier

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