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Bei der Online-Veranstaltung (v.l.): Prof.in Dr.in Corinna Onnen, Rika Thomssen und Bärbel Schrand.
Bei der Online-Veranstaltung (v.l.): Prof.in Dr.in Corinna Onnen, Rika Thomssen und Bärbel Schrand.

Pressemitteilung -

Studierende der Uni Vechta untersuchen Homeschooling im Landkreis Cloppenburg

Wie haben Familien mit Grundschulkindern im Landkreis Cloppenburg das Homeschooling während der Corona-Pandemie bewältigt? Diese Frage untersuchten Anastasia Peters, Bärbel Schrand und Rika Thomssen, Studierende der Erziehungs- und Sozialwissenschaften an der Universität Vechta, während eines Forschungsmoduls unter der Leitung von Prof.in Dr.in Corinna Onnen und Ninja Christine Rickwärtz, Lehrkraft für besondere Aufgaben. Im Rahmen einer öffentlichen Onlineveranstaltung stellten die Studierenden ihre Ergebnisse vor.

Das Modul hat sich über zwei Semester erstreckt, erklärten die Mitglieder der Forschungsgruppe. Zunächst erstellten sie einen Onlinefragebogen, den 115 Personen aus dem Landkreis beantworteten. Bei der Datenerhebung gingen die Studierenden auf Aspekte der Erziehung, der alltäglichen Organisation und der Motivation von Eltern und Kindern ein. In einem nächsten Schritt standen Interviews mit Familien, welche das Homeschooling bewältigen mussten, im Mittelpunkt.

Laut Ergebnissen haben ein Großteil der Frauen das Homeschooling übernommen. Dabei war die Motivation der Kinder, welche in Zusammenhang mit dem Lernerfolg steht, größer als die der Eltern. Aber die Grundschüler*innen haben das Homeschooling auch als zusätzlichen Stress empfunden, sodass sich viele der Eltern Sorgen gemacht haben. Für Letztgenannte bestanden darüber hinaus Herausforderungen wie beispielsweise die Lerninhalte zu vermitteln, Beruf, Haushalt und Familie zu vereinbaren sowie die entsprechende Geduld, Zeit und Ruhe aufzubringen.

Hilfreich für die Eltern und Kinder sei eine strukturierte Lernumgebung gewesen. Dabei besteht ein starker Zusammenhang zwischen einem demokratischen Erziehungsstil und der Motivation des Kindes und dem gelingenden Homeschooling. Auch die Zusammenarbeit unter Eltern und Schule ergab einen starken Zusammenhang für einen erfolgreichen Heimunterricht. Auch wenn Eltern prinzipiell zufrieden mit der Zusammenarbeit waren, hätten sich diese mehr Anregungen für die Vermittlung von Lerninhalten gewünscht. Besonders wünschten sich Mütter mehr Anerkennung für das was sie geleistet haben.

Anastasia Peters, Bärbel Schrand und Rika Thomssen fassen ihre Studie wie folgt zusammen: Die Ergebnisse seien identisch zu denen von breiter angelegten Forschungsprojekten. „Damit sind dieselben Probleme und Ursachen in unserem Landkreis ganz schön nah“, schließt Rika Thomssen.

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Zukunftsfragen der Gesellschaft stehen als Transformationsprozesse in ländlichen Räumen im Mittelpunkt des wissenschaftlichen Diskurses. Durch die engmaschige Verbindung von Forschung, Lehre und Transfer und die gezielte Profilierung in den Bereichen Lehrer*innenbildung, Soziale Dienstleistungen, Agrar und Ernährung sowie Kulturwissenschaften befähigt die Universität Vechta künftige Generationen, komplexe Herausforderungen in ländlichen Räumen einer globalisierten Welt zu bewältigen.

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