Pressemitteilung -
Vechta verbindet regionale Praxis mit wissenschaftlichen Perspektiven | Nachwuchstagung 2026 des Hochschulverbandes für Geographiedidaktik (HGD) erstmals im Oldenburger Münsterland
Wie kann der Erdkundeunterricht adäquat auf die Herausforderungen des Klimawandels reagieren? Welche Rolle spielt Bildung für nachhaltige Entwicklung für die Transformation in ländlichen Räumen? Und welche Perspektiven für wissenschaftliches Arbeiten bietet die Geographiedidaktik? Diese Fragen standen im Zentrum der Nachwuchstagung 2026 des Hochschulverbandes für Geographiedidaktik (HGD). Erstmals fand das Forum für Promovierende, Postdocs und Studierende in der Abschlussphase aus dem deutschsprachigen Raum in Vechta statt und setzte durch eine enge regionale Anbindung neue Impulse für die Fachdisziplin. Das Team der Didaktik der Geographie der Universität Vechta, insbesondere Dr. Hannah Lathan, Lena Neumann und Madelaine Uxa, organisierten die mehrtägige Veranstaltung mit rund 50 Teilnehmenden.
Die diesjährige Ausrichtung zeichnete sich durch eine besonders starke interdisziplinäre Vernetzung aus. In Kooperation mit dem Vechta Institute for Sustainability Transformation in Rural Areas (VISTRA), dem Kompetenzzentrum Regionales Lernen (KoReLe) und dem Graduiertenzentrum der Universität Vechta wurde das Programm konzipiert. Damit schuf die Tagung eine Brücke zwischen Geographiedidaktik und Transformationsforschung.
„Vechta bot die ideale Gelegenheit, theoretische Konzepte der nachhaltigen Regionalentwicklung direkt vor Ort erlebbar zu machen“, fasst es Lathan zusammen. So führten Exkursionen die Teilnehmenden unter anderem in das Goldenstedter Moor (NIZ) sowie zum Wilhelminenhof Balz, um die Praxis der Solidarischen Landwirtschaft und den Naturschutz für die Bildungspraxis zu untersuchen. „Die Verbindung aus intensiven Forschungssessions, regionalen Exkursionen und dem Klausur-Format hat einen Austausch ermöglicht, der weit über klassische Tagungen hinausgeht“, reflektierte Pauline Hennig von der TU Dresden. Zum Programm gehörten neben Forschungswerkstätten und Posterpräsentationen auch Workshops zu methodischen Fragen und Karrierestrategien, etwa zur Drittmittelakquise. Vor allem junge Nachwuchsforschende erhielten die Gelegenheit zur Präsentation ihrer Ideen: „Die HGD-Nachwuchstagung in Vechta stellte für mich eine gute Möglichkeit dar, auf Augenhöhe ins Gespräch über das eigene Promotionsvorhaben zu kommen“, so Leon Fuchs von der Goethe-Universität Frankfurt.
Die Veranstaltung wurde maßgeblich durch Förderungen finanziert. Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) unterstützte hierbei maßgeblich; ebenso der Hochschulverband für Geographiedidaktik (HGD), die Universitätsgesellschaft Vechta (UGV) sowie die Kommission für Nachwuchsförderung (KfN). Auch andere regionale Institutionen – wie die Landessparkasse zu Oldenburg (LzO), der Verbund Oldenburger Münsterland (OM) sowie die Stadt Vechta haben zur Umsetzung beigetragen.
Über die HGD-Nachwuchstagung
Die Tagung ist das zentrale Nachwuchsformat des Hochschulverbandes für Geographiedidaktik (HGD). Sie dient der systematischen Förderung von wissenschaftlicher Qualität, Vernetzung und Sichtbarkeit junger Forschenden, die sich mit gesellschaftlich relevanten Themen wie Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und innovativen Lehr-Lern-Arrangements befassen.