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Prof. Dr. Harald Künemund (Uni Vechta), Dr.in Laura Naegele (Uni Vechta), Prof.in Dr.in Claudia Vogel  (Hochschule Neubrandenburg) und Prof. Dr. Andrea Teti (Uni Vechta) sprachen über Vor- und Nachteile einer Karriere in der Wissenschaft.
Prof. Dr. Harald Künemund (Uni Vechta), Dr.in Laura Naegele (Uni Vechta), Prof.in Dr.in Claudia Vogel (Hochschule Neubrandenburg) und Prof. Dr. Andrea Teti (Uni Vechta) sprachen über Vor- und Nachteile einer Karriere in der Wissenschaft.

Pressemitteilung -

„Wege in die Wissenschaft“ | Podiumsdiskussion der „IfG-Summer School“ im Foyer des Rathauses der Stadt Vechta

Bei der Podiumsdiskussion „Wege in die Wissenschaft“ am Donnerstag, 20. August, haben die Teilnehmenden über Karrieremöglichkeiten für Doktorand*innen gesprochen. Die Veranstaltung im Foyer des Rathauses der Stadt Vechta war Teil der Summer School des Instituts für Gerontologie (IfG) an der Universität Vechta, an der rund 40 Nachwuchswissenschaftler*innen aus dem In- und Ausland teilnahmen. Zwischen großen Herausforderungen und vielfältigen Freiheiten stünden die zukünftigen Gerontologinnen und Gerontologen auf ihrem Karriereweg, waren sich die Diskutant*innen einig. Dr.in Christina Plath, Referentin und wissenschaftliche Mitarbeiterin der „Zentralen Einrichtung Gleichstellung & Diversität“ an der Universität Vechta, moderierte den Abend.

„Ich darf Ihnen sagen, dass es für uns eine große Freude ist, sie heute hier zu haben, und das gleich aus mehreren Gründen“, sagte Dr. Frank Käthler, der die Grüße von Bürgermeister Kristian Kater überbrachte und die Anwesenden im Namen des Rates und der Verwaltung der Stadt Vechta begrüßte. „Zum einen, weil wir uns freuen, dieses schöne Rathausfoyer nach vielen coronabedingten Unterbrechungen endlich einmal wieder für Gäste in Wert setzen zu können“, so der Leiter der Stabstelle Wirtschaftsförderung, Marketing, Städtepartnerschaften und Heimatpflege bei der Stadt. Aber auch, weil die Veranstaltung „die traditionell überaus guten, partnerschaftlichen Beziehungen“ zwischen der Stadt Vechta und der Universität deutlich werden lasse – in einer Region, die zwar bei der Betrachtung des Durchschnittsalters der Bevölkerung zu den jüngsten Deutschlands zähle, welche sich aber dennoch intensiv mit den Folgen und Wirkungen einer älter werdenden Bevölkerung befasse. So seien Institutionen wie das IfG und Nachwuchswissenschaftler*innen im Fach Gerontologie wichtig.

Doch eine Karriere in der Wissenschaft hat mitunter große Herausforderungen. „Wer mehr Sicherheit in seinem Beruf und wenig Desillusionierung haben möchte“, der sollte sich beruflich eventuell umorientieren. Heutzutage gebe es viel mehr Abiturient*innen als noch vor einigen Jahren, sagte Prof.in Dr.in Claudia Vogel aus dem Fachbereich Soziale Arbeit, Bildung und Erziehung der Hochschule Neubrandenburg auf dem Podium. Viele davon würden den Weg in die Wissenschaft suchen, doch die verfügbaren Stellen als auch Mittel seinen begrenzt. Und wer diese Hürde genommen hat, steht vor weiteren: Publizieren sei in der Wissenschaft schon immer wichtig gewesen, sagte Harald Künemund. Der Professor für empirische Alternsforschung und Forschungsmethoden an der Universität Vechta führte den Gedanken weiter aus: „Aber heutzutage ist es weniger wichtig, was man macht, sondern das man etwas macht.“ Die Anzahl von Publikationen, die den wissenschaftlichen Diskurs nicht weiterbrächten, hätten unter anderem durch befristete Verträge zugenommen.

Dr.in Laura Naegele hat ihre Promotion erfolgreich abgeschlossen und ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am IfG. Zusätzlich zu bereits erwähnten Herausforderungen sieht sie auch den, durch die schwierigen Umstände hervorgerufenen Konkurrenzdruck als Problem. Wer sich auf Mittel oder Projekte bewirbt, kann beispielsweise in einem kleinen Fach wie der Gerontologie davon ausgehen, dass auch Freund*innen oder nahe Kolleg*innen dies tun. Doch hier sei es aus ihrer Sicht nötig, diese nicht als Konkurrent*innen zu sehen, sondern sich nach Möglichkeit gegenseitig zu unterstützen. Die aufgebauten Netzwerke seien essenziell. Es sei wichtig, Rückschläge einordnen zu können, sagte Prof. Dr. Andrea Teti, man sollte sich nicht entmutigen lassen. Der Direktor des IfG und Leiter des Fachgebiets Alter und Gesundheit an der Universität Vechta habe in seiner Karriere „auf Kooperationen gesetzt“. Und diese „Verbündeten“ müssten nicht einmal im Büro nebenan sitzen, meinte Dr.in Laura Naegele. Kontakte zu geleichermaßen Betroffenen in anderen Einrichtungen und anderen Regionen würden viele positive Möglichkeiten eröffnen.

Wer auf Zuversicht, Planung und Netzwerke setzte habe im Wissenschaftsbetrieb gute Voraussetzung, meinte Prof. Dr. Andrea Teti. Der Beruf kann unglaublich erfüllend sein, sind sich die Podiumsteilnehmer*innen einig. Neben der eigentlichen Forschung und Lehre würde solch eine Tätigkeit vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten sowie tolle Erfahrungen und Kontakte mit sich bringen. Wer sich den Nachteilen bewusst ist, könne aktiv dagegen angehen und die vielfältigen Vorteile für sich nutzen, so der Tenor. Eindrücke davon lieferte die „IfG-Summer School“.

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